Rückreise: Zwischenhalte in Bad Lobenstein und Naumburg

11. August 2020

Blick über Bad Lobenstein

Die Rückreise haben wir in zwei Etappen geplant. Die erste führt uns nach Lobenstein, einer thüringischen Kleinstadt mit knapp 6000 Einwohnern. Wenn man nur eine Übernachtung hat, kann man nicht viel erkunden. Nach unserer Ankunft in der „Pension-Nr. 1“ machen wir einen Rundgang durch die Stadt, auch auf der Suche nach einer Gaststätte. Inzwischen meldet sich nachdrücklich der Magen. Aber weder am Markt, noch in den Gassen, noch am Schloss haben wir Glück. Heute scheint allgemeiner Schließtag in Lobenstein, übrigens seit 2005 Bad Lobenstein, zu sein. Erst der Hinweis einer Gruppe Jugendlicher führt uns zu einem italienischen Restaurant, das geöffnet hat und wo wir einen Platz bekommen.

Wie schon erwähnt, Bad Lobenstein hat ein barockes Schloss mit Schlossgarten. Von weiten erblickt man einen Turm, das Wahrzeichen der Stadt, einstmals der Bergfried einer Burg, die im Dreißigjährigen Krieg zerstört wurde.  In der Ardesis-Therme werden Kur- und Moorbehandlungen angeboten.

Am eindrücklichsten bleibt uns unsere Unterkunft „Pension-Nr. 1“ in Erinnerung, wahrlich eine außergewöhnlich gestaltete Pension und eine sehr nette Gastgeberin.

12. August 2020

Gleich nach dem Frühstück setzen wir unsere Rückreise fort. Unterwegs wollen wir noch einen Stopp in Naumburg machen. Die Stadt liegt an der Straße der Romanik. Es ist der Naumburger Dom, der uns anzieht. Gesagt, getan. Wir finden mitten in Stadt einen Parkplatz. Es ist auch heute wieder unglaublich heiß. Gut, dass die Wege in Naumburg überschaubar sind. Es sind nur wenige Schritte bis zum Dom. Ein Ticket für Erwachsene kostet 7,50€. Darin ist ein Audioguide enthalten. Obwohl es nicht mein erster Besuch des Doms ist, erfahre ich Neues bzw. frische meine Erinnerungen auf. Der Dom, eines der größten romanischen Gewölbe in Mitteldeutschland, gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe und ist UNESCO-Welterbestadt. Während eines Rundgangs kann man zwei Filme über die Geschichte des Doms, über Wege und Werke des Naumburger Architekten und Bildhauers sowie über den Domschatz sehen. Der Naumburger Meister ist heute namentlich unbekannt. Aber seine Werke sprechen für sich. Er schuf den Westlettner mit dem Passionsrelief und die 12 lebensgroßen Stifterfiguren im Westchor. Dazu gehören die wohl bekanntesten: Markgraf Ekkehard II. und seine Ehefrau Uta von Ballenstedt. Zum Domgelände gehören u.a. noch die Marienkirche, heute auch ein Ort für Konzerte und Ausstellungen, und der ein Hektar große Domgarten, ein Park mit historischen Mauern und Bastionen. Es gibt viel Historische, Kulturelles und natürlich Religiöses zu entdecken. Dafür reicht ein Besuch kaum aus.

Nach einer Mittagspause fahren wir weiter in Richtung Berlin. Um 18 Uhr haben wir es geschafft. Das Auto parkt vor der Haustür.  

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