Reisetag: Abstecher zum Rheinfall von Schaffhausen

6. August 2020

Weiter geht die Reise. Gegen 11 Uhr starten wir in Richtung Bodensee, unserer dritten Station. Wieder ein heißer sonniger Tag. Da kommt der angepeilte Zwischenstopp in Schaffhausen gerade recht: Wasser! Den Wasserfall bei Schaffhausen wollen wir uns nicht entgehen lassen. Dazu machen wir einen Abstecher in die Schweiz. Das geht auch vollkommen unkompliziert, wenngleich im Unterschied zu Frankreich der Grenzübergang deutlich zu erkennen ist. Aber wir werden nicht aufgehalten. Schaffhausen liegt am Oberrhein und ist mit ca. 36000 Einwohnern eine überschaubare Gemeinde. Aber nicht die Stadt ist das Ziel, sondern der viel gerühmte Rheinfall von Schaffhausen, der sich genaugenommen rechtsufrig in der Gemeinde Neuhausen im Kanton Schaffhausen und linksufrig in der kleinen zum Kanton Zürich gehörenden Gemeinde Laufen befindet.

Wir halten auf dem ersten großen Parkplatz, den wir in Neuhausen ausmachen. Zum Glück hat Lotti noch einige Schweizer Franken in ihrem Portemonnaie, um die Parkplatzgebühr zu bezahlen. Ohne Schweizer Franken, wie sollte das gehen? Keine Ahnung.

Der Weg zum Wasserfall durch den Ort ist leicht zu finden. Man folge einfach den Menschen, die offensichtlich sehr zielgerichtet vom Parkplatz aufbrechen. Später bekommen wir mit, dass auch ein Linienbus bzw. eine Bimmelbahn genutzt werden könnte. Aber jetzt sind wir zu Fuß unterwegs. Nach einer halben Stunde reihen wir uns in die Schar der Menschen ein, die einen der größten Wasserfälle Europas bewundern und natürlich Fotos über Fotos machen, so auch wir. Es ist ohne Übertreibung ein beeindruckender Anblick, wie das Wasser in einer Breite von 150 Meter links und rechts eines aufragenden Felsens schäumend, zischend, strudelnd 23 Meter herabstürzt. Auf einer Aussichtsplattform stehend schauen wir fasziniert auf das nicht endende Naturschauspiel.

Ein Weg führt am Rheinfallbecken entlang zu dem kleinen Schloss Wörth. Von hier aus starten Ausflugsboote zu kleinen und großen Rheinfallrundfahrten. Sie fahren dicht an den Rheinfall heran. Ich kann mir vorstellen, dass das ein Nervenkitzel bei vielen Passagieren auslöst.

Einige Boote fahren auch zum Mittelfelsen des Rheinfalls, auf dem nicht zu übersehen die Schweizer Fahne weht. Hier kann man offensichtlich aussteigen und das tosende Wasser ganz nah erleben. Schade, dass unsere Zeit begrenzt ist. So einen Bootsausflug hätten wir bestimmt auch unternommen.

Bimmelbahn am Rheinfall

Nach drei Stunden müssen wir zurück zum Parkplatz. Die Bimmelbahn fährt wohl eine andere Strecke, wenn wir die Erklärung richtig verstanden haben; also auch den Rückweg zu Fuß bewältigen. Jetzt entdecken wir Fahrstühle, die den Ab- und Aufstieg natürlich erheblich erleichtert hätten. Sie verbinden den Bahnhof Neuhausen Rheinfall direkt mit dem Rheinfallbecken. Gut für mit dem Zug Anreisende und alle, die das wissen.

Das Auto muss erst einmal so gut es geht durchlüftet werden. Im Innern ist eine Temperatur wie im Backofen. Es sind nur wenige Kilometer bis zur Grenze. Wir verlassen die Schweiz und fahren auf die B31 in Richtung Friedrichshafen. Es dauert nicht lange und vor uns ein  Riesenstau. Nur ab und zu ruckelt die Blechlawine ein Stück vorwärts. So ein Pech. Bei der nächsten Abfahrt verlassen wir die B31 und versuchen uns in einer Umfahrung. Gegen 20 Uhr erreichen wir unser Ziel: Ailingen bei Friedrichshafen am Bodensee. Die Ferienwohnung befindet sich in der Weinbirnenstraße 36. Gut dass wir unterwegs noch eingekauft haben, so steht einem gemütlichen Abendessen auf dem Balkon nichts im Wege.

 
 

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