Reisetag: Ein Abstecher in die Vogesen

2. August 2020

Heute sagen wir dem Saarland Ade. Das nächste Ziel ist Freiburg im Breisgau. Auf dem Weg dorthin fahren wir ein Stück durch die Vogesen. Das französische Mittelgebirge lockt mit einer bezaubernden Landschaft. Und die Sonne scheint. So fahren wir durch Mossigtal und genießen die Urlaubsstimmung. In Wangenbourg-Engenthal legen eine Pause ein. Von weitem haben wir eine Burg entdeckt und sind neugierig geworden. Diese Burg wollen wir uns anschauen. Schnell ist ein Parkplatz gefunden. Eine Tafel an der Touristeninformation zeigt, der Ort ist tatsächlich geschichtsträchtig – nicht nur durch die mittelalterliche Burg. Wer hat schon von einem „Sitzkrieg“ gehört. Folgendes ist sinngemäß zu lesen: Als am 1. September 1939 die Wehrmacht in Polen einmarschiert, erklären England und Frankreich am 3. September 1939 Deutschland den Krieg. Frankreich erwartet im Osten einen deutschen Angriff. Deshalb verschanzt sich die 5. französische Armee in den Vogesen. In Wangenbourg-Engenthal richtet sie ihre Kommandozentrale ein. Doch neun Monate kommt es hier zu keinen Kampfhandlungen. Später wird dieser Zeitraum als „Sitzkrieg“ bzw. „Seltsamer Krieg“ bezeichnet. Heute führt ein Rundweg an die Orte, an denen die 5. Französische Armee stationiert war.

Wir erklimmen den 452 m hohen Schlossberg am Ende des Ortes. Die Wangenbourg ist heute eine Ruine. Die ursprüngliche Burg wurde im dreißigjährigen Krieg zerstört. Vor 20 Jahren wurden ihre Überreste ausgegraben. Teilstücke der 2,20 Meter starken Ringmauer und der Bergfried sind erhalten. Natürlich müssen wir auf den Turm steigen. Von oben hat man eine herrlich weite Aussicht über das Land und man kann auf den Burghof blicken. Mauerreste zeigen, wo der Palas, die Wohnungen der Bediensteten und die Stallungen standen.

Nach diesem Ausflug suchen wir uns einen Platz im Gartenbereich des Restaurants „Schneeberg“. Genau genommen Restaurant und Hotel.

Lotti schwärmt, noch nie im Leben einen leckeren Kuchen gegessen zu haben.

Weiter geht es in Richtung Freiburg. Immer schön mit Navi. Das führt uns auch sicher in die Innenstadt und wir müssen nur noch Ausschau nach einem Parkplatz halten, der nicht allzu weit von dem gemieteten Apartment entfernt ist. Schließlich rollen wir in eine Tiefgarage. Hier steht das Auto sicher und trocken. Das sollte man bei dem Preis auch erwarten können. Die Parkgebühr für vier Tage beträgt fas 100€.

Das Apartment ist fußläufig gut zu erreichen, auch wenn wir uns erst einmal orientieren müssen. Aber dann setzt das große Staunen ein: Wir tauchen in das digitale Zeitalter ein. Türöffner, Schlüsselkasten, Wohnungstür – Code eintippen bzw. Chipkarte dranhalten und simsalabim Türen öffnen sich. Persönliche Einweisung war gestern. Wir sind im 21. Jahrhundert. Das Apartment umfasst Wohnraum mir Küchenzeile, Schlafzimmer und Bad. Alles chic und modern und mit neuester Technik ausgestattet. So brauchen wir nicht wenig Zeit, um uns mit den Fernsehgerät anzufreunden und den Herd zu bedienen. Aber alles zu seiner Zeit. Jetzt gehen wir erst einmal essen. Ja wo entlang in einer fremden Stadt, links oder rechts? Die Entscheidung fällt für links. Am nächsten Tag merken wir, das ist nicht der Weg, der ins Zentrum führt. Aber zu einer orientalischen Gaststätte.

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