Kåseberga – Ystad – Trelleborg

25. bis 26. August 2019

Heute beginnt unsere Rückreise. 10:30 Uhr verlassen wir Amiralsgården Werstorp. Die Gastgeber geben uns noch einen Tipp: Ihr müsst unbedingt die Anlage um das Herrenhaus Skärva euch ansehen. Das liegt ganz in der Nähe. So machen wir nach nur wenigen Kilometern Halt und schauen uns Skärva an – ein Anwesen mitten im Nichts. Aber alles bestens hergerichtet. Das ehemalige Herrenhaus – ein fast 250 Jahre altes traditionelles Blekinger Farmhaus mit einem neoklassischen Tempel als Eingangsbereich. Heute ist es eine Hotelanlage eingebettet in einen gepflegten Park, der ganz im englischen Stil gestaltet wurde. Der erste seiner Art in Schweden, so heißt es. Im Park stehen ein kleiner Tempel, der der Göttin Diana gewidmet ist und ein Turm im gotischen Stil, dessen Glockenläuten den Arbeitsalltag der Bediensteten regelte.

In unmittelbarer Nachbarschaft befinden sich ein Kulturhof mit verschiedenen Kunsthandwerken und ein Bioladen. Interessant auf jeden Fall, aber sehr abgelegen. Wer hier wohl einkauft?

Unsere Fahrt geht weiter. Unterwegs machen wir in einem Fischerdorf namens Kåseberga einen Stopp. Der kleine Ort ist auch auf einen Besucherstrom eingestellt. Das entnehmen wir dem großzügig angelegten Parkplatz mit Toilettenhäuschen und vielen Hinweisschildern. Kåseberga hat etwas Besonderes zu bieten. Eine 1400 Jahre alte Steinsetzung auf einem Hügel über dem Ort: Ales Stenar besteht aus 59 senkrecht in die Erde gelassenen gigantische Steinblöcken, deren Anordnung die Form eines Schiffsrumpfes nachvollziehen lässt. Das prähistorische Monument ist 67 Meter lang und 19 Meter breit. Ist es eine Begräbnisstäte oder ein Sonnenkalender? Nicht selten wird Ales Stenar mit dem südenglischen Stonehenge verglichen. Wir durchwandern die Anlage, setzen uns ins Gras und genießen von hier oben den herrlichen Ausblick auf die in der Sonne glitzernde Ostsee. Übrigens auch die von Henning Mankell erschaffene Romanfigur des Kommissars Kurt Wallander liebte diesen Ort. Zurück im Dorf machen wir einen Abstecher zum Hafen. Einige Restaurants, Cafés, Souvenirshops und Kunsthandwerksläden ziehen Besucher an. In dem Café, in dem wir geduldig nach einem Eis anstehen, wurden auch Szenen für die Wallander-Filme gedreht. Im Obergeschoss „befand“ sich das Arbeitszimmer des Kommissars.

Auf dem Weg nach Trelleborg machen wir noch einen einstündigen Stopp in Ystad, der Wallander-Stadt. Wir parken unweit des Großen Marktes. Ystad ist ein hübsches, beschauliches Städtchen, farbenfroh und mit vielen Blumen geschmückt. Die Marienkirche, eine im 13. Jahrhundert erbaute Basilika, ist nicht zu übersehen. In ihrem Rücken erstreckt sich der Markt mit dem Rathaus. In der Fußgängerzone entdecken wir viele interessante Geschäfte, die aber heute am Sonntag geschlossen sind. Wir kommen zum Hafen. Von hier aus starten Fähren zur Insel Bornholm und nach Swinemünde. Gleich neben dem Hafen befindet sich der Bahnhof. Eine Hinweistafel „Walk of Film“ macht auf einen Wallander-Handlungsort aufmerksam. Der Bahnhof wurde zur Polizeistation umfunktioniert. Überhaupt ist Kurt Wallander in Ystad überall präsent. Sein Wohnhaus in der Mariagatan 10, Fritjofs Konditorei in der Pilgringsgatan, die Pizzeria „Boderna M“ und das Hotel „Continental“ in der Hamngatan. Wer möchte, kann an einer geführten Tour „Auf den Spuren Wallanders“ teilnehmen. Diese kleine Stadt ist bestimmt einen längeren Besuch wert. Sie hat vielmehr zu bieten als wir in einer guten Stunde aufnehmen können.

Wir müssen weiter. Unsere letzte Station ist Trelleborg, eine der ältesten Städte Schwedens. Und es ist die südlichste schwedische Stadt. Was man in Schweden bestimmt nicht vermutet: Palmen. Die aus Spanien eingeführten Bäume gedeihen offensichtlich prächtig. Schnell finden wir dort die gebuchte Unterkunft „Pensionat Ekorren“ in der Hyredammsgatan 5 ist einfach super. Eine schmucke Ferienwohnung, zwei Zimmer, Küche, Bad, alles schick und sauber. Sehr empfehlenswert.

Nach dem Abendessen im „Casa Blanca“, ein guter Tipp der Vermieterin, unternehmen wir noch einen Spaziergang durch Trelleborg und erkunden dabei die Zufahrt zum Fährhafen. Sicher ist sicher!

Am nächsten Morgen heißt es früh aufstehen: 5:15 Uhr. Brrr, nichts für mich. Aber da muss man durch. Um 7: 15 Uhr legt die Fähre ab. Wir frühstücken auf der Fähre. Lotti hat dieses Mal wohlweislich eine Schlafkabine gebucht. Die Überfahrt wird verschlafen. Bei der Einfahrt in den Rostocker Hafen stehen wir gut ausgeruht an Deck.

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