Andalusien – Granada

1. Mai 2022: Reisetag nach Guadix

An einer Tankstelle vor Guadix

Die Reise geht weiter. Unser nächstes Ziel ist Guadix. Wir freuen uns auf ein Unterkunftshighlight: Übernachtung in einer Höhlenferienwohnung. Das klingt spannend. Um 11 Uhr verlassen wir im gepackten Auto die Tiefgarage.  Kurz vor 15 Uhr erreichen wir Guadix und parken vor einem kleinen Supermarkt, um noch einige Einkäufe für die Ferienwohnung zu tätigen. Inzwischen hat der Vermieter eine Whatsapp geschickt: Die Wohnung ist erst ab 17:30 Uhr zu beziehen. Wir haben also Zeit, uns in der Stadt umzusehen.

Guadix („Fluss des Lebens“) ist eine auf fast 1000 Meter Höhe gelegene Kleinstadt mit ca. 18.000 Einwohnern in der andalusischen Provinz Granada. Sie kann auf eine lange Historie zurückblicken, deren Spuren überall in der Stadt anzutreffen sind. Eine Ausgrabungsstätte eines antiken römischen Theaters, die maurische Festung Alcazaba – heute eine Ruine – stammt aus dem 11. Jahrhundert, eine imposante christliche Kathedrale (Catedral de la Encarnacion de Guadix), von der eine Gasse zum Plaza de la Constitución führt. Das ist ein weiträumiger rechteckiger Platz, gesäumt von Geschäften, Restaurants und Cafés, wie er in dieser Form in vielen spanischen Städten anzutreffen ist.

Die Hauptattraktion sind aber die Höhlenwohnungen (Troglodytos) die etwas außerhalb der Stadt im so genannten Höhlenviertel (Barrio de las Cuevas) liegen. In einem Höhlenmuseum kann man sich über die Geschichte dieser ungewöhnlichen Unterkünfte informieren. Schon von weitem sind die kegelförmigen Hügel mit weißgetünchten Fassaden und Schornsteinen zu sehen. Über 2000 dieser Wohnungen soll es hier geben. Das Spektrum reicht von luxuriös bis eher spartanisch. In Beschreibungen wird das Raumklima angepriesen: im Sommer kühl, im Winter warm. Einiger dieser Wohnungen werden als Feriendomizil vermietet.

Hier kommen wir ins Spiel. Der Anblick dieser Höhlenlandschaft lässt Neugier und Vorfreude aufkommen. Wie wird wohl unsere Wohnung aussehen? Auf dem Weg zum Treffpunkt mit dem Vermieter stellen wir fest, dass „unsere Wohnung“ nicht in dem Höhlenviertel, sondern abseits davon in einem wenig einladenden Umfeld liegt. Wir folgen dem Auto des Vermieters über einen staubigen, holprigen, steinigen und schließlich steil abfallenden Feldweg. Enttäuschung kommt auf. Trotzdem bezahlen wir den über booking.com vereinbarten Preis. Der Vermieter zieht von dannen und wir inspizieren die Wohnung genauer. Die Enttäuschung wächst. Innen ist es muffig und kalt, die Küchenausstattung ist in dem Sinne gar keine (keine Tassen, kein Wasserkocher, wenige unansehnliche Besteckteile, …). Das Umfeld erscheint unordentlich, verwahrlost. Oh je, diese Buchung ist nach hinten losgegangen. So haben wir uns das nicht vorgestellt.

Nach einer Beratung fassen wir kurzerhand den Entschluss: Hier bleiben wir keine Nacht. Das Internet macht es möglich: Wir buchen über booking.com ein Hotel in Granada. Es ist 19:30 Uhr, als wir diesen unwirtlichen Ort verlassen. Die Fahrt nach Granada (ca. 50 km) führt durch eine attraktive Berglandschaft. Anderthalbstunden später parken wir vor dem Hotel Vincci Albayzin in der Carrera de la Virgin von Granada. Als wir das Hotel betreten, fällt uns ein Stein vom Herzen. Im Vergleich zur Höhlenwohnung erleben wir Luxus pur. Das Urlaubsleben hat seine sonnige Seite zurück. Jetzt noch schnell das Auto in einer nahegelegenen Tiefgarage parken. Dort steht es die nächsten vier Tage warm und trocken.

Trotz unserer wenig erquicklichen Erfahrung mit einer Höhlenwohnung möchte ich nicht generell den Stab darüber brechen. Wir hätten bei der Buchung einfacher aufmerksamer sein müssen. Ganz bestimmt gibt es in dem Höhlenviertel wirklich attraktive Apartments. Also nicht abschrecken lassen, aber genau schauen.

2. Mai 2022: Alhambra in Granada

Frühstückshalle des Hotels Albayzin

Als wir gemütlich in der großen lichtdurchflutenden Frühstückshalle die erste Tagesmahlzeit genießen, ahnen wir noch nicht welche Aufregung uns der heutige Tag bescheren wird. Erst einmal sind wir unglaublich erleichtert hier zu sitzen und nicht als Bewohner besagter Höhle frühstücken zu müssen.

Blick auf die Alhambra

Der heutige Tag verspricht ein Reisehighlight zu werden: Wir haben schon Wochen im Voraus Karten für die Alhambra gebucht. Mit Hilfe von Google Maps, Lottis Spezialität, machen wir uns gegen 11 Uhr rechtzeitig bei schönstem Sommerwetter auf den Weg. Aber irgendwie dauert es doch länger als gedacht, ein paar kleinere Umwege, Orientierungspausen und nicht zuletzt das Erklimmen des Sabikah-Hügels, auf dem die Alhambra liegt. Endlich geschafft. Vor dem Eingangsbereich warten Besucher in mehreren Schlangen. Ordner helfen weiter: Mit vorgebuchten Tickets bitte dort anstellen. Super, das scheint alles reibungslos zu klappen. Bis wir an der Kasse sind: Dort wird ein Pass oder Ausweis zum Nachweis der Identität verlangt. Und ausgerechnet heute hat Lotti keine ID-Karte mit. Nach einigem Hin und Her mit dem höflichen und durchaus hilfsbereiten Personal führt für Lotti kein Weg zu einer Eintrittskarte. So eine Pleite. Mit meinem Ticket (19€) stelle mich an die nächste Schlange an, die zum Eingang des Alhambra-Geländes führt. Lotti macht sich auf den Weg zurück ins Hotel, um ihren Pass zu holen. Dazu muss man wissen, dass der Zugang zum Königspalast an ein Zeitfenster gebunden ist. Eile ist geboten. Unser Einlass, so steht es dick und fett auf dem Ticket, ist um 13 Uhr terminiert. Ob Lotti das schaffen kann? Ich habe meine Zweifel. Das wäre unglaublich schade.

Alhambra, eine maurische Stadtburg, ist seit 1984 UNESCO-Weltkulturerbe. Diese  gewaltige Burganlage über der Stadt Granada hat eine Ausdehnung von 740 x 220 Quadratmeter. Auf diesem Gebiet befinden sich die aus Anfang des 14. Jahrhundert stammenden Paläste der Nasriden und sie umgebende Gärten, eine Zitadelle (Alcazaba) und die Medina. Der Generalife wurde außerhalb der Stadtmauern erbaut.

Alhambra: Palasteingang

Doch zurück zu uns. Ich mache mich auf den Weg zum Königpalast. Das dauert bestimmt eine Viertelstunde. Vor dem Palast Himmel und Menschen. Und wieder eine Schlange von Besuchern, die ein Ticket für den Königspalast haben und auf ihr Zeitfenster warten. Ich reihe mich ein und halte Ausschau. Ob Lotti es noch schaffen wird? Es geht langsam und ruckweise vorwärts. Und man mag es glauben oder nicht, als ich vor der letzten Kontrolle stehe, kommt Lotti angesaust. Sie hat es geschafft. Mit einem Taxi zum Hotel, Pass greifen, mit wartendem Taxi zurück zur Alhambra, das Einlassritual hinter sich bringend und schnurstracks zum Königspalast. Wau! Nun können wir die Besichtigung gemeinsam vornehmen.

Wir betreten die Nasridenpaläste. Zuerst führt uns der Weg in den Myrtenhof (Patio de los Arrayanes). Grüne Myrten umranden ein 34×7 Meter großes Wasserbecken, das sich in der Hofmitte befindet. Die kürzeren Seite des Hofes werden durch Säulengänge mit begrenzt. Diese tragen je sieben Halbkreisbögen und sind mit arabischen Gott preisende Inschriften versehen. Die Gebäude um den Myrtenhof und der sich dahinter erhebende 45 Meter hohe Turm gehören zum Comares-Palast, der Residenz des Sultans. Von hier aus gelangen wir in den Thronsaal (Sala de Embajadores). Beeindruckende filigrane Stuckarbeiten verkleiden die Wände bis unter die eindrucksvolle Decke. Intarsienarbeiten aus 8.000 Holzteilen verzaubern den Betrachter, der über sich einen Sternenhimmel erblickt.

Wir erreichen den Löwenpalast mit dem Löwenhof (Patio de los Leones), um den herum die Räume des Sultans und die Frauengemächer angeordnet waren; davor bilden 124 in Spitz- und Rundbögen mündende Säulen einen den Hof umrundenden Gang. In der Mitte des Hofes steht ein prächtiger Brunnen. 12 Löwen aus Marmor stehen unter der Brunnenschale und speien Wasser in vier flache Wasserläufe, die symbolisch als vier paradiesische Flüsse auf die vier Hofseiten fließen. Von hier aus geht durch reich verzierte Bögen in den Königssaal (Sala de los Reyes), dessen sieben Abschnitte jeweils mit Stalaktitgewölbe ausgestattet sind. Wände und Decke sind prunkvoll verziert: filigrane Stuckarbeiten, Arabesken, arabische Inschriften, farbenfrohe Fliesenornamente, Intarsienmosaike. Besonders interessant, dass in der mittleren Kuppel 10 nasridische Herrscher bildlich dargestellt sind – trotz des Bilderverbotes im Islam. Zwischen den Gebäuden sind in den Höfen Gärten angelegt, so zum Beispiel die Daraxa-Gärten mit Buchsbäumen, Zypressen und Orangenbäumen, dazwischen Beete und in der Mittel ein sprudelnder Springbrunnen.

Wir verlassen den Löwenpalast und kommen in die Partal-Gärten (Jardines del Partal), d.h. was davon noch erhalten ist. Ja, was ist erhalten? Ein Teil eines Palastes (Palacio del Partal) aus dem 14. Jahrhundert, nämlich der Portikus (Säulenhalle) dieses Palastes und eine sehr schöne Gartenanlage mit verschiedenen Wasserbecken und -läufen. Es handelt sich um einen der ältesten Bereiche der nasridischen Palastanlage Einst waren hier terrassenförmige Gärten rund um die Palaststadt angelegt; mittendrin eine Reihe von adligen Wohnsitzen. Anfang des 16. Jahrhunderts wurde der größte Teil abgerissen, um den von Kaisers Karl V. gewünschten  Schlossbau zu realisieren, wozu es allerdings nicht kam. Erst im 19. Jahrhundert halbwegs fertiggestellt, sind heute in dem kastenförmigen Renaissancebau Museen untergebracht.

Bevor wir die Alhambra verlassen, machen wir noch einen Rundgang durch die Festungsruine (Alcazaba). Die Anfänge der Befestigung gehen auf das 9. Jahrhundert zurück. Damit wäre das der älteste Bereich der Alhambra. An der Westspitze erhebt sich der Wachturm (Torre de la Vela), von dem man einen herrlichen Ausblick auf Granada und die Sierra Nevada hat. Wir sind aber mit unseren Kräften so ziemlich am Ende und verzichten auf eine Turmbesteigung und eine weitere Burgerkundung. Unser Rückweg führt uns auf die Promenade mit akkurat geschnittenen Zypressenbäumen durch die mittelalterliche Medina (Altstadt) der Alhambra. Ausgrabungsstätten zeigen durch Archäologen freigelegte Überreste und Fundamente der ursprünglichen Bebauung. Hier befindet sich auch die Kirche Santa María de la Alhambra, ein ehemaliges Kloster, später der Palast des Unbekannten Prinzen, heute ein Hotel, und ein Botanischer Garten.

Ich möchte noch einen Blick auf die Villa und die Gärten des Generalife werfen, der sich direkt gegenüber der Alhambra befindet. Lotti streikt. Sie setzt sich im Schatten auf eine Bank und wartet. Ich spaziere los, aber die Beine sind schon schwer. Der Anfang des 14. Jahrhunderts angelegten Sommerpalast und Landsitz der Nasriden-Herrscher zählt ebenfalls seit 1984 zum UNESCO-Weltkulturerbe. Die Anlage besteht aus der Villa der Sultatin mit dem Zypressenhof (Jardín de la Sultana) und dem Hof des Wasserkanals (Patio de la Acequia). Dieser  ist ein fast 50 Meter langer Wasserlauf eingerahmt von Zypressenkolonnaden, Rosenpergolen, Springbrunnen, Wasserspielen und vielen farbenfrohen Blumen. Einfach eine wunderschöne Anlage mit einem unverstellten Ausblick auf die Stadt und ihre Umgebung.

Granada: Am Fuße der Alhambra

Jetzt geht es zurück zum Hotel. Klingt kurz und schmerzlos, dauert aber eine gute Stunde. Der Rückweg von der Alhambra führt bergab, ein Pluspunkt. Wir landen aber im Albaicín, also weit von unserem Hotel entfernt. Der Albaicín ist das älteste Stadtviertel von Granada und ganz sicher hochinteressant. Das bekommen wir sofort mit. Hier ist etwas los. Ein morgiges Ziel ist ausgemacht. Aber jetzt geht es erst einmal immer die Carrera Darro entlang. Granada feiert das Fest der Mai-Kreuze (Fiesta de las Cruces). Jung und Alt sind auf den Beinen, viele in andalusischer Tracht. Bühnen sind aufgebaut, Musik erklingt. Die Stimmung ist prächtig. Leider sorgt einsetzender Regen für eine Unterbrechung. Das Fest der Mai-Kreuze findet in Andalusien jedes Jahr in der ersten Maiwoche von Donnerstag bis Montag statt. Die Kirchengemeinden kämpfen um den Titel „Schönstes Kreuz“, der von der Stadtverwaltung vergeben wird.

Wir sind inzwischen im Hotel angelangt und haben gleich die Beine hochgelegt. Aber nach Anderthalbstunden kehrt die Unternehmungslust zurück. Jetzt drängelt Lotti. Sie hat nahe dem Fluss Genil ein Fischrestaurant entdeckt. Dort möchte sie unbedingt essen. Warum nicht. Wir werden nicht enttäuscht.
3. Mai 2022: Im Zentrum von Granada

Wir haben unseren Plan: Kennenlernen des arabischen Albaicín-Viertels, dem ältesten Stadtviertel von Granada, dass seit 1994 zum Weltkulturerbe der UNESCO gehört. Schade, dass der Tag mit Nieselregen anfängt. So lassen wir uns Zeit und verlassen erst um 11:30 Uhr das Hotel. Lotti als Google-Maps-affiner Mensch hat ausgekundschaftet, wo ein Bus in dieses Viertel fährt. So ein Marsch wie gestern wollen wir uns ersparen. Und da ist sie auch schon die Haltestelle direkt in der Kurve zweier enger Gassen. Wer sich das ausgedacht hat? Unsere Geduld wird auch auf eine harte Probe gestellt. Es kommen Busse und durchaus nicht wenige, die sich um diese Ecke quälen. Aber unser Bus ist nicht dabei. Als die Ungeduld uns schon nach anderen Fahrvarianten suchen lässt, kommt er angetuckert. Na Gott sei Dank. Später wird uns klar, dass wir die Anfahrt auch viel leichter hätten haben können – nur ein paar Schritte von unserem Hotel entfernt die Carrera de la Virgin entlang.

Egal, jetzt stehen wir im Bus, der rappelvoll ist, und auf geht hoch auf einen Berg bis zum Aussichtspunkt San Nicolás. Ein größerer Platz erwartet die Schaulustigen, an dessen einer Flanke die Kirche San Nicolás steht, der eher schlichte Bau wurde 1524 im maurischen Stil errichtet. Dahinter sind zwei Gasthäuser, gegenüber eine Grundschule, in der mächtig was los ist. Schüler, Eltern und Lehrer feiern das Fest der Mai-Kreuze. Die gute Nachricht, der Regen hat aufgehört. Noch eine gute Nachricht: Die Aussicht auf die Alhambra ist umwerfend. Und es wird noch besser: Im Hintergrund erheben sich die Bergriesen der Sierra Nevada, deren Spitzen von Wolken umwabert werden. Alles greift zum Fotoapparat. Hier bräuchte man in der Tat eine bessere Kamera, als die im Smartphone (obwohl diese auch nicht schlecht ist).

Albayzin: Sangria und Granada-Limonade

Das Stadtviertel erstreckt sich über einen Hügel und besteht aus vielen kleinen, oft verschlungenen Gassen mit vielen weiß oder gelb getünchten Häusern. Unser Spaziergang zurück ins Zentrum von Granada führt also bergab. Inzwischen hat die Sonne ihre Vorherrschaft zurückerobert. In einer kleinen Bar machen wir Pause bei Sangria und Granada-Limonade. Weiter geht es. Links und rechts viele kleine Geschäfte mit landestypischer Handwerkskunst, traditioneller Mode für Groß und Klein, Lederwaren aller Art, Spirituosen, Backwaren und Süßigkeiten, Teppichwaren, einfache Souvenirläden. Für jeden etwas. Es gibt viel zu schauen; ein gemütliches Bummeln.

Auf der Gran Via sind wir zurück im Zentrum von Granada. Auch hier auf der belebten Hauptstraße links und rechts Geschäfte, nur eben alles eine Nummer größer. Da fällt mir der Laden Sabor a Espana auf. Das Unterbewusstsein drängt an die Oberfläche. Hier gibt es viele süße Sachen und allerhand Feinkost. Das ist es aber nicht. Es ist die Verkaufstheke direkt an der Straßenseite. So etwas habe ich erst vor kurzem gesehen. Das war im italienischen Herculaneum und auch in Pompeji. So ähnlich scheinen die antiken römischen Bistros ausgestattet gewesen zu sein. Wie spektakulär.

Schließlich landen wir auf dem Platz der Universität (Plaza de la Universidad). Auf jeden Fall möchten wir uns noch die Kathedrale von Granada (Santa María de la Encarnación de Granada) anschauen (Eintritt: 5€). Granada war im 16. Jahrhundert die letzte maurische Bastion im heutigen Spanien. Nach der Rückeroberung durch die Christen wurde die Kathedrale einige Jahrzehnte später auf den Überresten einer Moschee erbaut. Auf diesem historischen Hintergrund ist es nicht verwunderlich, dass die Hauptfassade einem dreiteiligen Triumphbogen nachempfunden ist. Das Innere der Kirche ist, wie man bei einer katholischen Kirche, zudem noch die Hauptkirche von Granada, vermuten kann, sehr prunkvoll ausgestattet.

Es fängt wieder an zu tröpfeln. Schnell zurück Hotel und die Jacken geholt. Gut, dass wir so zentral wohnen. An der Kathedrale sind jede Menge Stuhlreihen aufgebaut und alle Stühle sind besetzt. Die Leute sind in Erwartung eines Open Air Konzertes. Hoffentlich hält das Wetter. Auf der Suche nach einem Restaurant müssen wir uns ein bisschen durchdrängeln. Suche ist vielleicht das falsche Wort. Es gibt viele Restaurants. Bei der Auswahl fällt die Entscheidung nicht ganz leicht. In der Fußgängerzone rund um die Kathedrale sind die Außenbereiche der Gaststätten nacheinander aufgebaut, reihen sich aneinander wie Perlen auf einer Kette. Die Entscheidung ist gefallen: Wir nehmen Platz im Restaurante Oliver.  

Granada ist eine überaus interessante Stadt, die viel zu bieten hat. Dafür braucht man aber mehr Zeit. Bei unserem kurzen Aufenthalt konnten wir uns nur einen oberflächlichen Eindruck verschaffen. Aber dieser genügt schon, um festzustellen, Granada lohnt eine mehrtägige Städtereise.

 

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