Berliner Fernsehturm

Fernsehturm Berlin
Panorama­straße 1A, 10178 Berlin

Was macht man Ende Mai in Coronazeiten? Die ersten Lockerungen, wenn auch mit Einschränkungen, lassen hoffen. So mache ich mich am 23. Mai mit Enkel Arvid auf den Weg in das Berliner Stadtzentrum. Unser Ziel ist das Historische Museum. Das Hauptgebäude ist mit einer Bauplane umhüllt und geschlossen. Der Pei-Anbau ist aber Besuchern zugänglich. Es wird eine Hannah-Arendt-Ausstellung gezeigt, sicher interessant, aber nicht für einen Neunjährigen. So machen wir uns in Richtung Schlossbaustelle auf den Weg und entdecken, dass man den Berliner Dom besuchen kann, sogar kostenlos. Allerdings, wie wir sogleich erfahren, ist die Besichtigung auf die Predigtkirche beschränkt. Wir schauen uns die prächtige Ausstattung des Kirchenraumes an. Martin Luther ist für Arvid kein Unbekannter, also ist für ihn die auf einem Gesims einer Halbsäule stehende Sandsteinstatue des Reformators am interessantesten.

Berliner Fernsehturm

Nach diesem Kurzbesuch bummeln wir weiter zum Alexanderplatz. Und hier erleben wir eine positive Überraschung. Ein Besuch des Fernsehturmes ist ohne Anstehen möglich. Das lassen wir uns nicht zweimal sagen. Die Tickets sind an der Tageskasse schnell gekauft (Erwachsene 18,50€; Kinder 9,50€). Nach einer gründlichen Sicherheits- und Hygienekontrolle stehen wir in der sehr übersichtlichen Warteschlage vor den beiden Publikumsfahrstühlen. So verbleibt ein bisschen Zeit, um sich über einige Details zu informieren. Der Fernsehturm wurde unter Leitung des Architekten Hermann Henselmann nach 4jähriger Bauzeit im Oktober 1969 eröffnet. Er ist mit 368 Metern das höchste Bauwerk Deutschlands sowie der vierthöchste Fernsehturm Europas.

Jetzt sind wir an der Reihe. Immer nur 4 Personen in einen Fahrstuhl, der zu normalen Zeiten 15 Besucher transportiert. Der Fahrstuhl bringt uns mit seiner rasanten Fahrgeschwindigkeit von sechs Metern pro Sekunde in 38 Sekunden auf die sich in 204 Metern Höhe befindende Aussichtsplattform, unser heutiges Ziel. Auf einem Display verfolgt Arvid gebannt die Auffahrt.

Die Aussichtsplattform ermöglicht einen 360-Grad-Panoramablick über Berlin. Heute ist das Wetter nicht ganz ideal dafür, trotzdem erkennen wir viele bekannte Gebäude, Straßen und Plätze; alles wie auf einer Modelleisenbahnanlage. Arvid staunt. Er ist emsig auf Entdeckertour. S-Bahnen fahren in Bahnhöfe ein und aus, Autos, Busse und Straßenbahnen kreuzen die Straßen, Menschen eilen, bummeln, stehen. Ein buntes Gewimmel voller Leben.

Eine Etage über uns befindet sich das Restaurant Tele-Café, das sich in einer bestimmten Zeit um 360° dreht und dem Besucher einen Rundumblick über die Stadt ermöglicht.

Nach einer knappen Stunde sausen wir mit dem Fahrstuhl wieder nach unten. So haben wir auf unserem Ausflug doch noch etwas Interessantes erlebt. Arvid kam zu dem Schluss: Man darf einfach nicht aufgeben!

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