Anreise: Zwischenhalt in Eisenach

Reisetag am 27. Juli 2020

Unsere Urlaubsreise starten wir von Berlin aus. Am späten Abend des 26. Juli kommt Lotti zu mir. Am nächsten Tag geht es los: Letzte Abstimmung zur Route, den Navi programmieren, meine Sachen in das Auto laden, genügend Getränke einpacken, es soll wieder heiß werden. Es ist schon 14 Uhr als Lotti den Motor startet. Es geht los.

Wir fahren zunächst auf der Stadtautobahn in Richtung Leipzig, biegen auf die A115 ab bis zum Dreieck Nuthetal und weiter geht es auf dem Berliner Ring A10 zum Dreieck Potsdam , wo wir auf die A9 abbiegen. Am Hermsdorfer Kreuz folgt ein erneuter Spurwechsel auf die A4 in Richtung Frankfurt. So weit geht es allerdings nicht. Unser heutiges Ziel ist Eisenach als Zwischenstation. Gegen 16:30 Uhr stehen wir vor dem City-Hotel in der Bahnhofstraße. Das Auto können wir in relativer Nähe parken. Nach einer kurzen Erfrischung machen wir einen längeren Spaziergang durch Eisenach. Auch auf den ersten Blick ist eine Menge Historisches zu entdecken: Lutherdenkmal, ein Stück Stadtmauer mit Nikolaitor, eine Tafel erinnert an die Gründung der SPD, aus der Ferne grüßt die Wartburg. Marktplatz und Theaterplatz sind von restaurierten Gebäuden wie Schloss, Rathaus, Theater, Gericht, Fachwerkbauten umschlossen.  Nicht alles ist so fein, aber Eisenach hat ein Faustpfand. Als Ausgangspunkt zur Wartburg zieht es Touristen aus aller Welt an. Auch Lotti hegt den Wunsch, unbedingt einen Abstecher auf diese historische Burg zu machen. Jetzt suchen wir aber erst einmal eine einladende Lokalität für ein gutes Abendessen. In der „alten schule“ direkt am Theaterplatz werden wir nicht enttäuscht.

Reisetag am 28. Juli 2020

Frühstück schon im 9 Uhr. Wir haben uns für einen Abstecher auf die Wartburg entschieden. Aus Zeitgründen fahren wir auf den Burgparkplatz. Noch können wir uns hier einen Platz aussuchen. Als wir knapp zwei Stunden später gegen 11:30 Uhr zurückkehren, ist der Parkplatz bereits wegen Auslastung geschlossen. Manchmal stimmt es schon: Morgenstund‘ hat Gold im Mund. Doch nichts alles ist Gold. Eine kleine Herausforderung ist der wenig benutzerfreundliche Parkscheinautomat. Er nimmt keine Scheine. Also alles Kleingeld für die geforderten 5€ zusammenkratzen.

Ein kleiner Anstieg zur Burg ist noch zu bewältigen. Dann stehen wir vor historischen Burg, Weltkulturerbe und beeindruckendes Fotomotiv. Viele Spuren deutscher Geschichte und Kultur kreuzen sich hier. Gegründet vor ungefähr 1000 Jahren durch den Thüringer Grafen Ludwig der Springer war sie Wohnstätte der ungarischen Prinzessin Elisabeth, bekannt als heilige Elisabeth von Thüringen, Zufluchtsort für den verfolgten Martin Luther, der hier das Neue Testament in die deutsche Sprache übersetzte, Vorlage für Richard Wagner als er seine Oper „Tannhäuser“ über den vermeintlichen Sängerkrieg schrieb, 1817 Ort studentischer Manifestation für einen deutschen Nationalstaat mit einer eigenen Verfassung; bekannt als erstes Wartburgfest.

Wir belassen es bei einem Rundgang durch die Außenanlagen der Burg. Über eine Zugbrücke geht es durch ein Tor in das Torhaus, weiter in die schmale Vorburg und von dort aus in den Burghof, also die Hauptburg. Von außen werfen wir einen Blick auf Palas, Bergfried, Südturm, Arkaden- und Wehrgänge, Zisterne.

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