Kunst und Kultur in Wien

 

26. März 2015

Heute geht es gleich nach dem Frühstück zum Michaelerplatz. Dort befindet sich  die Spanische Hofreitschule. Der Weg von unserem Hotel dorthin ist ein gemütlicher Spaziergang von ca. 20 Minuten.  Am Vormittag wollen wir uns die öffentliche Morgenarbeit anschauen. Ich freue mich und bin gespannt, stand doch dieses Event schon lange auf meiner Wunschliste. Der Ticketkauf ist ein bisschen unübersichtlich, an welche Schlange muss man sich anstellen?  Senioren bezahlen 10,50€ für die Veranstaltung Morgenarbeit mit Musik. Doch jetzt ist etwas Geduld angebracht bis wir, d.h. alle Besucher, über eine Reihe von Gängen und Treppen in die Galerie der großen Reithalle geführt werden. Es ist nicht sehr bequem und einen Sitzplatz muss man sich „ergattern“. Für Pferdefreunde ist es sicher ein besonderes Erlebnis, zu sehen, wie die Pferde, die Lipizzaner, trainiert werden. Viel Anmut und Grazie sind bei der Pferden zu bewundern – auch Geduld und Konsequenz der Bereiter. Wer keinen Draht zum Pferdesport hat, wird wahrscheinlich enttäuscht sein. Hanna und ich recken die Hälse, um möglichst viel zu sehen. Gero hat sich nach einer halben Stunde verabschiedet. Er hat genug gesehen und verlässt die Galerie.

Nach diesem Event ist erst einmal eine Pause angesagt: Entspannen bei einem Braunen. Auch das ist eine interessante Geschichte: Wiener Kaffee-Kreationen. Einspänner, kleiner und großer Brauner, Fiaker, Gespritzter, Ungarischer, Maria Theresia, Biedermeier und vieles mehr. Alles (zumindest all die, die wir probiert haben) sehr lecker!

Kunsthistorisches Museum-1Am Nachmittag besuchen wir das Kunsthistorische Museum, ein außerordentlich monumentales Gebäude am Maria Theresien Platz, vis-a-vis das Naturhistorische Museum, eine Art „Zwillingsbau“, dazwischen der Maria Theresien Platz mit dem Denkmal der Kaiserin. Der Platz ist durch vier große Rasenflächen strukturiert, in deren Zentren sich antikgestaltete Brunnen (Tritonen- und Najadenbrunnen) befinden –  eine grüne Oase mitten im Zentrum. Aber sie ist bei weitem nicht die einzige, die Wien zu bieten hat. Eine Reihe von weiteren Parks und Grünanlagen geben der Innenstadt ein frisches Gesicht: Stadtpark, Volksgarten, Burggarten, Rathauspark und Sigmund-Freud-Park.

Senioren bezahlen für das Kulturhistorische Museum 11€ Eintritt. Wir sind voller Erwartung. Diese werden auch gleich durch eine großzügige, imposante Innenarchitektur bestätigt. Ein gewaltiger Eindruck. 🙂 Uns interessiert insbesondere die Gemäldegalerie mit ihren Schätzen Alter Meister.

Es ist in der Tat eine beeindruckende Sammlung von Gemälden. Wir sehen weltbekannte Bilder, von denen man oft schon Kopien gesehen hat. Jetzt betrachten wir Originale der italienischen, niederländischen, flämischen, deutschen, aber auch der spanischen, französischen und englischen Malerei.  Ein erhebendes Gefühl kommt auf. Auch die Muße, die zum Genießen von Kunstwerken nötig ist, stellt sich ein. Die Anzahl der Besucher der Gemäldegalerie ist überschaubar. Keine Drängelei, Raum und Zeit zur Kontemplation. Gepolsterte Bänke erlauben ein bequemes Innehalten – ich will es nicht verhehlen: Intensive Kunstbetrachtung erfordert Konzentration und Aufmerksamkeit. Und diese sind irgendwann erschöpft.

Wir spazieren zum Graben hinüber und halten Ausschau nach einem Restaurant. Es ist eher die Qual der Wahl als keines zu finden. Wir entscheiden uns für ein Fischrestaurant. Alles gut! Zufrieden machen wir uns auf den Rückweg zum Hotel. Es ist ohne Frage ein Vorzug, zentrumsnah Quartier zu haben. Bis auf die Sightseeing-Tour haben wir fast alles fußläufig erkundet.

Nach einer Pause machen wir uns am Abend auf zum Kursalon im Stadtpark. Ein bunter Strauß bekannter Stücke von Wiener Komponisten steht auf dem Programm. Einmal in Wien wollen wir auch typische Wiener Melodien genießen. Wir bekommen noch Karten an der Abendkasse, fast die letzten. Die Veranstaltung ist ausverkauft. Ein schöner, sehr entspannter Abend!

Spanische Hofreitschule

Adresse: Michaelerplatz 1, 1010 Wien

Hofreitschule-3

Lipizzaner

athletische Pferderasse; meistens Schimmel;  haben als Fohlen eine dunkle Farbe, werden mit sechs bis zehn Jahren weiß.

Kaffeespezialitäten

Einspänner: Mokka mit viel Schlagsahne in einem Glas

Kleiner und großer Brauner: Mokka mit Milch oder Schlagsahne (Obers) in einer kleinen bzw. großen Schale

Fiaker: Großer Mokka im Glas mit Zucker und einem Schuss Sliwowitz oder Rum

Gespritzter: Schwarzer Kaffee mit Weinbrand oder Rum

Ungarischer: stark gesüßter Kaffee im Glas auf Crash-Eis mit eiskalter Schlagsahne

Maria Theresia: Mokka mit einem Schuss Orangenlikör

Biedermeier: Kaffee mit Schlagsahne und Marillenlikör

 

 

Denkmal Maria Theresia-2

Denkmal Maria Theresia

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 Wiener Kursalon

Adresse: Johannesgasse 33, 1010 Wien

 

 

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