Dresden: Villa Smetana und „Smallfoot“

30.10.2018

Alles ist bereit. Heu­te star­te ich mit Arvid nach Dres­den. Die säch­si­sche Lan­des­haupt­stadt hat viel zu bie­ten und wir wol­len in den nächs­ten vier Tagen eini­ge für Kin­der inter­es­san­te High­lights erkun­den. Aber kei­ne Rei­se ohne Auf­re­ger. Ich muss mit einem Ersatz­au­to fah­ren, da sich der eige­ne Wagen nach einem Unfall noch in der Werk­statt befin­det. So wird uns ein Renault Clio nach Dres­den brin­gen. Das klappt auch aus­ge­zeich­net, doch der Rei­he nach.

Gegen 9:30 Uhr bei herr­li­chem Son­nen­schein brin­gen wir das Gepäck zum Auto. Auf dem Weg dort­hin soll noch der Rest­müll ent­sorgt wer­den. Mit vol­len Hän­den den Müll­sack in die Müll­ton­ne manö­vrie­ren zu wol­len, erweist sich als kei­ne gute Idee. Prompt fällt mein Schlüs­sel­bund mit hin­ein. Gott sei Dank kann ich die Schlüs­sel sehen. Vor­sich­tig grei­fe ich nach ihnen, aber doch wohl zu zitt­rig. Jeden­falls fal­len sie jetzt in die Tie­fe der Ton­ne. Was bleibt einem übrig, als die Ton­ne zu ent­lee­ren, um die Schlüs­sel her­aus­zu­fi­schen. In die­sem Augen­blick lob ich mir die „Erfin­dung“ von Müll­tü­ten! Für Arvid bleibt „der Schlüs­sel in der Müll­ton­ne“ ein nach­hal­ti­ges Erleb­nis.

Eine hal­be Stun­de spä­ter kann es end­lich los­ge­hen. Ich ent­schei­de mich für die Stadt­au­to­bahn und wir kom­men auch wider Erwar­ten recht gut durch. Der Clio ver­fügt über ein Navi, in das ich die Adres­se des Hotels ein­ge­ge­ben habe.
Lei­der ist durch den Son­nen­schein kaum etwas auf dem Dis­play zu erken­nen. Arvid schaut von sei­nem hin­te­ren Sitz ange­strengt nach vorn, um etwas auf dem Navi zu erken­nen, und gibt mir pro­fes­sio­nel­le Hin­wei­se. Solan­ge wir auf der Auto­bahn fah­ren, ist das auch kein Pro­blem, ich ken­ne die­se Stre­cke recht gut. Das sieht in Dres­den schon anders aus. Navi ent­zif­fern, sich in die rich­ti­ge Spur ein­ord­nen, die Über­sicht in der Dresd­ner Alt­stadt behal­ten.

Aber auch das ist bald geschafft und wir par­ken gegen dem Hotel Sme­ta­na (01277 Dres­den, Schlü­ter­stra­ße 25). Da Gebäu­de, eine kern­sa­nier­te Alt­stadt­vil­la, macht was her. Arvid ist hin und weg: Wir woh­nen in einer ech­ten Vil­la! An der Rezep­ti­on wer­den wir mit einem Glas Sekt bzw. Saft emp­fan­gen. Mit dem Lift geht es in die drit­te Eta­ge. Dort ist unser Zim­mer. Wie gesagt, Arvid ist begeis­tert. Jetzt muss er gleich die Dusche aus­pro­bie­ren. Ich räu­me inzwi­schen unse­re Sachen in den Schrank.

Am Nach­mit­tag ist ein Kino­be­such geplant. Zu Fuß geht es schnel­len Schrit­tes in Rich­tung Kino. Als wir am Pro­gramm-Kino Ost in der Schandau­er Stra­ße ankom­men, stellt sich her­aus, dass die Eile über­flüs­sig war. Ich hat­te die Zeit­um­stel­lung außer Acht gelas­sen. Wir haben noch aus­rei­chend Zeit. So lau­fen wir erst ein­mal ein paar Meter zu einer Hal­te­stel­le und kau­fen ein Tages­ti­cket für mor­gen. Zurück im Kino müs­sen wir uns ent­schei­den, wel­chen Film wir sehen möch­ten. Zur Aus­wahl ste­hen „Wolfs­blut“ und „Small­foot: Ein eisig­ar­ti­ges Aben­teu­er“, bei­des Ani­ma­ti­ons­fil­me. Die Ticket­ver­käu­fe­rin fragt nach dem Alter von Arvid und emp­fiehlt „Small­foot: Ein eisig­ar­ti­ges Aben­teu­er“. So soll es sein. Ich zah­le 6€ und 4€ für die Ein­tritts­kar­ten. Bis zum Film­be­ginn neh­men wir im Kino-Café und trin­ken einen Tee bzw. eine Apfel­schor­le.

Small­foot: Ein eisig­ar­ti­ges Aben­teu­er“

Ein US-ame­ri­ka­ni­scher Ani­ma­ti­ons­film. Per­cy, ein Mensch („Small­foot“), trifft uner­war­tet auf Yeties. Über­stürzt und vol­ler Angst flüch­tet er. Die Men­schen wis­sen nicht, dass die Yeties exis­tie­ren und die meis­ten Yeties wis­sen nichts über die Men­schen. Bei­de Sei­ten sind vol­ler Vor­ur­tei­le und schot­ten sich ab. Der jun­ge Yeti Migo ist neu­gie­rig und will schau­en, was es mit den Men­schen auf sich hat. Nach vie­len Aben­teu­ern ste­hen sich Men­schen und Yeties gegen­über: Sie haben erkannt, wenn man sich per­sön­lich kennt, wer­den Vor­tei­le abge­baut und man kann gut mit­ein­an­der aus­kom­men.

Nach dem Kino spa­zie­ren wir die Schandau­er Stra­ße ent­lang. Arvid hat Appe­tit auf einen Döner. So hal­ten wir Aus­schau nach einem Döner-Lokal. Zuerst den­ke ich, das wird ein schwie­ri­ges Unter­fan­gen. Aber gefehlt. Wir ent­de­cken ein Döner-Restau­rant. Das sieht ein­la­dend aus, aber Arvid möch­te dort nicht essen. So las­sen wir uns die Döner ein­pa­cken. Unter­wegs zum Hotel lässt uns der nie ver­sie­gen­de Rede­fluss die Schlü­ter­stra­ße über­se­hen, die direkt zum Hotel führt. Es fängt an zu nie­seln. Wir legen einen Schritt zu und errei­chen nach dem klei­nen Umweg halb­wegs tro­cken das Hotel.

Im Ves­ti­bül ist ein klei­nes Büfett mit Geträn­ken, Snacks und Obst für die Hotel­gäs­te auf­ge­baut. Man kann sich bedie­nen. Mei­ne Annah­me, dass heu­te ein beson­de­rer Anlass dafür sein müss­te, stellt sich als nicht zutref­fend her­aus. Die nächs­ten Tage zei­gen, die­ser Kom­fort ein­schließ­lich zwei Glä­ser Wein pro Per­son gehört zum Ser­vice des Hau­ses.

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