Sommerrodelbahn in Klingenthal-Mühlleithen

3. August 2019

Die Kräfte sind zurück und wir sind voller Tatendrang! Unser Ziel: Die Sommerrodelbahn in Mühlleithen. Das klingt nach Aktion. Ich gebe das Ziel in das Navi ein und los geht es. Aber aus einem für mich unerfindlichen Grund werden wir nach Klingenthal geführt und hier verfahren wir uns tüchtig. Der Grund sind Baustellen. So drehen wir erst einmal ein paar Runden im Klingenthaler Neubaugebiet, ehe wir mit Hilfe von freundlichen Einwohnerhinweisen aus der Stadt hinausfinden. Das war kein Ruhmesblatt. Später, als ich mir die Route auf der Karte noch einmal angesehen habe, blieb die Frage offen, warum wir überhaupt in Klingenthal gelandet waren. Ja, wer die alte Weisheit, sich vorher ausreichend zu informieren, außer Acht lässt, darf das mit Kilometer wieder gutmachen. Jedenfalls fahren wir über viele Dörfer, über Berge und durch Täler. Alles kein Problem. Zeit die lieblich anmutende Landschaft im Sonnenschein zu genießen.

Sommerrodelbahn Mühlleithen

Dann ein Schild: Sommerrodelbahn! Geschafft. Der große Parkplatz ist fast leer. Nur ein paar Besucher hat es hierhin verschlagen. Die Anlage sieht auch nicht mehr ganz taufrisch aus. Für uns positiv: Anstehen und warten entfällt. Vor dem Ticketkauf gönnen wir uns eine Stärkung. Dann geht es los. Agi will allein fahren, Marthe und ich nehmen gemeinsam auf einem Schlitten Platz. Ab geht die Fahrt. Auf einer Strecke von 800 Meter sausen die Schlitten bei einem Gefälle von 4 bis 10 Prozent durch 11 Kurven und eine Schikane (= Doppelkurve). Gut festhalten! Ein Schleppaufzug bringt uns zum Ausgangspunkt zurück.

Sommerrodelbahn Klingenthal-Mühlleithen

 Adresse
Floßgrabenweg 1, 08248 Klingenthal
(direkt an der B 283)

Öffnungszeiten
Wetterabhängig
Mo-Fr: 13-17 Uhr
Sb und So: 10-17 Uhr

Fahrpreise
Einsitzer-Einzelkarte: 2,20€
Einsitzer-Sechserkarte: 11€
Doppelsitzer-Einzelkarte: 3,20€
Doppelsitzer-Sechserkarte: 16€

Auf dem Parkplatz ist eine Tafel mit einer Landkarte der Umgebung und entsprechenden Wanderwegen angebracht. Unser zweites Tagesziel ist eine Wanderung zur Vogtland-Arena mit der Klingenthaler Großschanze. Das Wandersymbol ist schnell gefunden und los geht es. An einer größeren Kreuzung verlieren wir die Orientierung. Nirgendwo können wir das Symbol entdecken. Na so etwas. Aus dem Bauch heraus entscheiden wir eine der drei Wahlmöglichkeiten. Noch sind wir guten Mutes. Die Mädchen haben wieder mit dem Fotografieren zu tun. Schau mal hier, schau mal da! Immer gibt es etwas zu entdecken. Immer etwas zum Lachen. Aber irgendwann kommt mir die Sache spanisch vor. Das kann nicht der Weg zur Schanze sein. Zu dem aufkommenden Zweifel gesellen sich zunehmend dunkle Wolken. Es ist schwül. Ein Gewitter kündigt sich an. Da bin ich mir sicher. Deshalb mahne ich zur Umkehr. Diese Entscheidung findet zunächst nicht die rechte Gegenliebe, war aber goldrichtig. Kurz bevor wir unser Auto erreichen fallen die ersten Regentropfen.

Die Rückfahrt gestaltet sich viel einfacher. Jetzt führt uns das Navi über Muldenhammer, Grünbach und Schöneck nach Brotenfeld. Den größten Regenguss erleben wir im Auto. Als wir Schöneck erreichen, hat sich das Gewitter verzogen, der Regen aufgehört. Wie auf Bestellung: In dem gutsortierten NETTO kaufen wir noch ein paar Vorräte für die morgige Heimfahrt nach Berlin ein. Um halb Sechs rollen wir auf den Hof unseres Ferienhauses. Jetzt scheint wieder die Sonne.

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