Raumfahrtausstellung in Morgenröthe-Rautenkranz

 

01. August 2019

Raumfahrtmuseum in Morgenröthe-Rautenkranz

Heute starten wir nach dem Frühstück nach Morgenröthe-Rautenkranz. Ein ungewöhnlicher Name? Auch ein ungewöhnlicher Ort. Mit nur ca. 800 Einwohnern eine relativ kleine ehemalige Doppelgemeinde. In Rautenkranz wurde 1937 Siegmund Jähn geboren, der 1978 als erster Deutscher an einer Weltraummission teilnahm. Ihm zu Ehren wurde hier ein Raumfahrtmuseum errichtet. 2006 wurde die inzwischen gesamtdeutsche Ausstellung in einem neuen, größeren Gebäude untergebracht und zeigt alle Etappen der Eroberung des Weltraumes durch den Menschen. Das ist unser Ziel. Von Brotenfeld bis Morgenröthe-Rautenkranz sind es nur gut 25km. Aber in einer gebirgigen Landschaft dauert die Fahrt von Natur aus etwas länger. Über Arnoldsgrün (die Namen vieler Orte enden in dieser Gegend auf Grün) geht es über Schöneck Richtung Zielort.

In Morgenröthe-Rautenkranz ist die Ausstellungshalle gut ausgeschildert und wir finden auch direkt davor einen Parkplatz. Ausreichend Parkplätze stehen kostenlos zur Verfügung.

Als erstes fallen uns im Außengelände unterschiedliche Kugeln auf. Bei näherer Inspektion identifizieren wir die Planeten unseres Sonnensystems. Wir befinden uns in einem Planetenpark. Der wird gründlich in Augenschein genommen.

 

Deutsche Raumfahrtausstellung

 Adresse
Bahnhofstr. 4
08262 Muldenhammer

Öffnungszeiten
Täglich von 10-17 Uhr             

Eintritt
Kinder: 4€
Erwachsene: 7€

Die Planeten sind entsprechend ihren Größenverhältnissen dargestellt. So entspricht die Masse des Jupiters 318 Erdmassen, die des Saturns 95 Erdmassen. Die Erde hat einen Durchmesser von 12.756km, der Saturn einen von 120.536km und der Jupiter einen von 143.000km. Aber beim Vergleich mit der Sonne kann keiner mithalten. Die Masse der 4,5 Milliarden alten Sonne entspricht 330.000 Erdmassen. Ihr Durchmesser beträgt unbeschreibliche 1.392.000km.

Beim Durchlesen der Informationstexte stößt man nicht nur auf die römische Götterwelt, sondern auch immer wieder auf Galileo Galilei, den italienischen Astronomen, der vor 400 Jahren Sonnenflecken und den Merkur mit einem Teleskop beobachtete, der die „Dreigestalt“ des Saturns entdeckte.

Wir betreten das Raumfahrtmuseum. Sofort fällt ein großes Raketenmodell ins Auge, die Ariane 5-Rakete, die im Original eine Höhe von über 50 Meter hat. Sie wurde von der Europäischen Raumfahrtorganisation (ESA) entwickelt. Seit 1996 bringt sie kommerzielle Satelliten zuverlässig ins All. Neben der Ariane 5 sind noch viele weitere Raketenmodelle ausgestellt. Im Trainingsmodul des Basisblocks der Raumstation MIR kann man eine Vorstellung entwickeln, wie das Leben in einer Raumstation sein könnte. An der Decke hängen schwebend Satelliten. Das Mondfahrzeug Lunochod M ist als 1:10 Modell, das Orion-Raumschiff als 1:5 Modell zu bewundern. Im Dezember 2014 startete das Raumschiff zu einem ersten unbemannten Flug. Natürlich dürfen auch Raumanzüge nicht fehlen. Großen Spaß macht es, auf eine Waage zu steigen, die anzeigt, wie viel man auf dem Mond wiegen würde.

In einem Film wird sehr anschaulich gezeigt, wie das Leben in einer modernen Raumstation verläuft, wie die Astronauten sich fit halten, was sie essen, wie sie Zähneputzen und sich waschen, wie ein Raumtransporter andockt, die der Nachschub ausgeladen wird, wie Forschungen durchgeführt und Reparaturen im All vorgenommen werden. Sehr eindrucksvoll.

Nach dem Besuch der Raumfahrtausstellung passieren wir auf der Suche nach einem Imbiss einen Raumfahrtspielplatz für jüngere Kinder. Die Auswahl ist mehr als überschaubar, ein Bäckerladen an der Ecke. Nach der Stärkung machen wir uns zu einer Wanderung auf. Die Ausschilderung soll uns auf eine Rundwanderung führen. Frohes Mutes und bei Sonnenschein geht es los. Schöne Wanderwege auf denen links und rechts einiges zu entdecken ist. Zum Beispiel einen großen Ameisenhaufen. Eine Informationstafel klärt über die Rote Waldameise auf. Millionen von Tieren wuseln hin und her. Es gibt kein Stillstehen. Es geht bergauf, es geht bergab, durch den Wald, an Wiesen entlang. Eine Hütte bietet Wanderern Schutz. Die Mädchen haben immer etwas zu fotografieren. Wir erreichen den Wildpark Grünheide. Eine Pause mit einem Eis ist angesagt. Wie geht es weiter? Wir versuchen uns zu orientieren, fragen auch andere Wanderer. Jetzt werden langsam die Beine schwer. Aber wir müssen zum Auto zurück. Sind wir auf dem richtigen Weg? Als wir schließlich das Auto vor der Raumfahrtausstellung ankommen, steht dieses mutterseelenallein da. Doch wir haben es geschafft. Überschlagen waren es 20km.

Die Rückfahrt zur Ferienwohnung in Brotenfeld verläuft ohne Zwischenfälle. Zeit die schöne Landschaft zu genießen. Aber dann Abendbrotessen und Beine hochlegen.

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