Phaeno – Experimentierwerkstatt

15.04.2019

Die Sonne lacht. Nach dem Frühstück spazieren wir gemütlich die langgestreckte Porschestraße, eine Fußgängerzone, die direkt hinter unserem Hotel beginnt und in Richtung Phaeno führt. Arvid ist beschäftigt. Er fotografiert mit Leidenschaft. In diesem Teil Wolfsburgs (ich kenne nur diesen einen) stehen keine architektonisch interessanten Gebäude. Die Neubauten aus unterschiedlichen Jahrzehnten erscheinen austauschbar. Dazu gehört auch das langgestreckte Rathaus. Der Weg führt vorbei am Marktplatz über die Pestalozzistraße. Links und rechts Geschäfte und Shopping Center bis zur Kleiststraße. Auch diese überqueren wir und weiter geht es auf der Porschestraße.

Das Phaeno ist schon von weitem sichtbar. Schnell wird klar, wir sind nicht die Einzigen, die dieses Ziel haben. Es sind Ferien und Familien mit Kindern und Kindergruppen steuern das Phaeno an.

Phaeno-Gebäude

Eine Schlange von Besuchern zeigt unmissverständlich, wo sich die Kassen befinden. Wir stellen uns an. Es dauert auch nicht lange und wir betreten mit Bändchen um das Handgelenk die Rolltreppe zur Experimentierlandschaft mit 350 Experimenten sowie einem Tech-Lab und einem Life-Lab.

Phaeno – Experimentierwerkstatt

38440 Wolfsburg,
Willy-Brandt-Platz 1

Öffnungszeiten
9-17 Uhr

Eintritt
Erwachsene: 11€

Kinder: 9€

Unterschiedliche Bereiche sind durch schiefe Ebenen miteinander verbunden. Wo das Auge hinblickt: Alles voller Experimente. Gleich über der Rolltreppe bewegen sich drei große Kugel in einem Kugelgestell. Wie werden sie angetrieben, fragt sich Arvid. Schon hat er eine Vorrichtung entdeckt, bei der durch Luftstöße ein Luftballon durch eine Öffnung zu treiben ist. Zwei, drei Versuche und es klappt. Nun will Arvid einen Brückenbogen errichten. Nach einigen Anläufen stellen wir fest, wir bräuchten eine dritte Person zum Festhalten. Haben wir nicht. Also weiter geht es zum Kükenschlüpfen, eine Attraktion um die Osterzeit. Der Brutkasten ist dicht umlagert. In ihm liegen so um die 30 Hühnereier. Ein gerade geschlüpftes Küken torkelt noch nass über die Eier. Ab und zu bleibt es liegen, um auszuruhen. Bei einigen Eiern sieht man ein kleines Loch, bei anderen schon einen Sprung in der Eischale. Jetzt windet sich wieder ein Küken aus der Schale. Die Fotoapparate bzw. Handys klicken.

Ein paar Schritte weiter ist mit den Tüftelmäusen eine Mitmach-Ausstellung zu Gast im Phaeno. Weitere Bereiche in der Welt der Phänomene sind Spiegel, Opticks, Leben, Mathe und Spürsinn. Wir haben Glück und erwischen eher zufällig einen guten Platz, um den Feuertornado zu sehen. Danach reihen wir uns in die Gruppe ein,  die mit dem Roboter Pepper kommuniziert. Wenn man ihn anschaut, verrät er einem, wer und wie alt man ist. Das ist lustig, denn selten stimmen die Angaben. So wird man zum Beispiel  unversehens zum Kleinkind.

Eine Pause gönnen wir uns im Bistro BrandtEins, wo die Suppen der Woche angepriesen werden. Danach geht es zurück in das Experimentierfeld. Oh, was passiert dort? Ein Bandgenerator lässt die Haare zu Berge stehen. Schon hat Arvid etwas Neues entdeckt. Er läuft durch einen Nebelwand. Danach gilt es, Strömungen im Wasser zu erkunden. Die längste Zeit verbringen wir mit Origami-Faltarbeiten. Hier entwickelt Arvid eine bewundernswerte Ausdauer. Vier Faltmuster sind vorgegeben: Frosch, Katze, Schachtel, Himmel und Hölle. Alle werden von uns ausprobiert. So einfach ist die Sache nicht. Es kommt auf das genaue Falten an – und auf Geduld. Schließlich stellt sich der Erfolg ein und wir nehmen die gefalteten Produkte mit.

Das war ein ganz intensiver Tag. Umso mehr genießen wir nach dem Abendbrot das Baden im hoteleigenen Pool. Später erfahren wir in den Nachrichten von dem verheerenden Brand in der Notre-Dame. Die Kathedrale im Herzen von Paris, errichtet im 12. bis 14. Jahrhundert, steht in Flammen. Ein richtiger Schock. Immer wieder fragt Arvid nach dieser Kirche und was da passiert sei.

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