Paddeln auf der Weißen Elster

 

2. Juni 2017: Paddeln auf der Weißen Elster

Der dritte Tag ist angebrochen. Wie die Zeit vergeht. Heute steht Paddeln auf unserem Programm. Paddel in Leipzig? Wer glaubt, Leipzig sei eine trockene, wasserarme Stadt, der irrt. Hier fließen Weiße Elster, Pleiße und Parthe zusammen. Hinzukommen eine Reihe von kleineren Flüssen wie Luppe und Nahle sowie Kanäle wie der Karl-Heine-Kanal. Ehemalige Mühlgräben, wie Elster- und Pleißemühlgraben, die einstmals in Rohren unter die Erde verlegt Sachsenworden waren, sind wieder freigelegt. Jetzt kann Leipzig sogar auf einen Stadthafen verweisen. Ringsum Leipzig ist durch das Fluten von Tagebauen eine bemerkenswerte Seenlandschaft, das Leipziger Neuseenland, entstanden, die Einheimische wie Touristen anlocken.

Doch erst einmal lassen wir uns Zeit für ein entspanntes Frühstück. Arvid hat sein Lieblingsmüsli entdeckt und lässt es sich schmecken. Ein Blick zum Himmel verheißt einen gutgelaunten Wettergott. Strahlendblauer Himmel.

Paddelverleih an der Weißen Elster


Auf dem Stadtplan haben wir uns einen Paddelverleih ausgeguckt: Klingerstraße 2. Mit der Straßenbahn gut zu erreichen. Mit der Linie 3 fahren wir zwei Stationen bis zum Adler. Dort steigen wir in die Linie 1 um. Die viere Haltestelle ist der Klingerweg. Nun sind es nur noch ein paar Schritte bis zum Bootsverleih an der Weißen Elster.
Bootsverleih Klingerweg

04229 Leipzig
Klingerweg 2

Telefon: 0341/4806545
email: bootsverleih@scdhfk.de

Öffnungszeiten
10-19 Uhr

Alles klappt prima. Ohne Umschweife bekommen wir einen Zweierkajak, das klassische Paddelboot. Arvid erhält eine Schwimmweste – sicher ist sicher und Vorschrift ist Vorschrift! Noch eine kurze freundliche Einweisung und los geht’s die Weiße Elster hinunter. Arvids Paddel ist kürzer als das meine. Er paddelt voller Ehrgeiz und Energie. Aber das kurze Paddel hat auch Nachteile. Schnell kommt immer ein Schwupp Wasser mit ins Boot. Ich werde ganz nass, ruft er. Macht nichts, die Sonne trocknet alles wieder schnell. Wir paddeln, lassen uns treiben, drehen ein paar Runden, passieren Brücken und biegen von der Weißen Elster in den Karl-Heine-Stichkanal ab. Eine Empfehlung des Bootsverleihers. Arvid merkt schnell, wie das Boot zu steuern ist. Und wir haben Platz, alles auszuprobieren. Es sind nicht viele Boote unterwegs.

Wie idyllisch, welche Ruhe. Immer langsam voran. Das Boot gleitet über das Wasser. Entspannung pur, wenn man nicht verbissen paddelt. Trotzdem merken wir als absolute Laien natürlich auch bald unsere Arme. Wir wenden und gemächlich geht es zurück.

Nach knapp zwei Stunden legen wir wieder an der Bootsverleihstation an. Das war echt ein wunderbares Abenteuer – nicht nur für Arvid, auch für mich.

Preise

1er Kajak: pro Stunde 5,- € / pro Tag 35,- €

2er Kajak: pro Stunde 7,- € / pro Tag 49,- €

3er Kajak: pro Stunde 8,- € / pro Tag 56,- € 

3er Canadier: pro Stunde 8,- € / pro Tag 56,- €

4er Canadier: pro Stunde 9,- € / pro Tag 63,- €

Ruderboot: pro Stunde 7,- € / pro Tag 49,- €

Paddeln auf der Weißen Elster

Paddeln auf der Weißen Elster

  

Für den Rückweg lassen wir uns Zeit. Wir überqueren das Elsterflutbett und spazieren ein Stück durch den Clara-Zetkin-Park. Die Sachsenbrücke führt uns zurück auf die andere Kanalseite auf die Anton-Bruckner-Allee. Es ist ein Stück zu laufen bis zur Straßenbahnhaltestelle Holbeinstraße. Hier nehmen wir die uns bekannten Straßenbahnlinien 1 und 3. Das ist auch gut so. Die Sonne meint es sehr, sehr gut. Alles, was nass geworden war, ist längst wieder trocken. 

 

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