Museum für Kommunikation Berlin

 

Museum für Kommunikation Berlin
Leipziger Straße 16, 10117 Berlin

Im  Museum für Kommunikation Berlin (kurz: Kommunikationsmuseum) werden die Besucher von einem Roboter begrüßt. Na, wenn das nichts für Kinder ist. Als ich meinem Enkel Arvid (6 Jahre alt) davon erzählte, war der sofort Feuer und Flamme. Nun von einer Idee bis zur Ausführung vergeht oft noch etwas Zeit, aber heute ist es soweit. Wir beide fahren in das Kommunikationsmuseum – natürlich entspannt mit öffentlichen Verkehrsmittel bis zum Potsdamer Platz. Von hier aus sind es noch, wenn man sich Zeit lässt, ca. 10 Minuten Fußweg.

Kommunikationsmuseum


Das Gebäude ist nicht zu übersehen, ein repräsentativer Bau im wilhelminischen Stil an der Kreuzung Leipziger Straße Ecke Mauerstraße. Der Eintritt ist moderat, die Garderobe kostenlos.

Arvid stürmt sofort in den Lichthof. Dort hat er die Roboter entdeckt. Ich schaue mit noch einen Flyer an, der einige Informationen über diese Institution enthält. Das Kommunikationsmuseum ist das ehemalige Postmuseum, dass 1898 als – man höre und staune – erstes Postmuseum der Welt gegründet wurde. Im Jahre 2000 wurde es nach umfangreichen Sanierungsarbeiten am Bau und einem neuen museumsdidaktischen Konzept als Museum für Kommunikation wiedereröffnet.

 

 

Öffnungszeiten

Dienstag 9-20 Uhr
Mittwoch-Freitag 9-17 Uhr
Sonnabend, Sonntag, Feiertag 10-18 Uhr

 

Eintrittspreise

Erwachsene: 4€
Ermäßigt: 3€
Kinder und Jugendliche: frei

Robert und Roberta

Im Lichthof, übrigens eine beeindruckende Architektur, rollen freinavigierenden Roboter. Robert begrüßt (blauer Roboter) die Gäste. Roberta (gelber Roboter), auch ein Begrüßungsroboter, befindet sich zurzeit unseres Besuches auf der „Krankenstation“. Der Roboter mit dem Namen „Mach-Mit“ ist auf einen Ball programmiert, dem er folgt. Arvid spielt mit ihm eine Art Fußball.

Zwei weitere Roboter sind seit 2015 schon in „Rente“. Ich will nicht sagen: ausgemustert. „Komm-Rein“ begrüßte die Gäste und informiert über die Ausstellung. „Also-Gut“ erzählte etwas über Geschichte und Architektur des Hauses. Jetzt stehen beide in der zweiten Etage.

Nach fünfjährigem Einsatz genießen die Roboter „Komm-Rein“ und „Also-Gut“  ihren Ruhestand.

Komm-Rein“ und „Also Gut „

 

Nach der Spieleinlage schauen wir uns im ersten Obergeschoss die Exponate, die die Entwicklung der Kommunikationsmittel in multimedial gestaltete Vitrinen veranschaulichen an: Vom Rauchzeichen, über Bilder, Pfeiflaute, Schriften, Morsezeichen, Telegramme, Telefon usw. bis zum modernen Smartphone.

Von der Galerie gelangen wir in die Sammlungssäle. Wie der Name schon sagt, hier werden thematisch geordnet technikgeschichtliche Entwicklungen der Postgeschichte gezeigt: Briefkästen, Transportmittel aller Art wie Postkutschen, Postautos, Postwaggons, Postschiffe, Postflugzeuge.

 

Postkutsche

Briefkästen aller Art

 

An vielen Stellen sind interaktive Erkundungen möglich. Die Rohrpost hat es Arvid angetan. Kinder schreiben oder malen etwas auf bereitliegendem Papier, rollen dieses zusammen und legen es in eine Kartusche ein. Diese wird in die Rohrpost, eine aus durchsichtiger Plastik gefertigte spiralförmige Demonstrationsanlage, gesteckt und der Startknopf gedrückt. Und hier geht im wahrsten Sinne des Wortes die Post ab. Durch Luftdruck geregelt saust die Kartusche durch das Rohrsystem und fällt am anderen Ende in einen Auffangkasten. An dieser Stelle muss ich mich in Geduld üben. Arvid ist furchtbar eifrig an alle möglichen Personen, die er kennt, Briefe zu verschicken.

 

Rohrpost

Wir begeben uns in die Schatzkammer, ein stark abgedunkelter Raum im Untergeschoss. Die Schätze, die hier zu bestaunen sind – z.B. alte Briefmarken, Postkarten und Briefe, vertragen kein Tageslicht. Arvid schleicht sich vorsichtig in den Raum: Uhu, uhu, ist das dunkel. Vielleicht sogar etwas unheimlich – im ersten Eindruck. Da er noch nicht lesen kann, verliert er bald das Interesse, obwohl es sehr Interessantes und Wertvolles zu sehen gibt. Wenn man an Säule herantritt, wird das Innenleben ausgeleuchtet und eine Stimme erklingt, die Wissenswertes über das Exponat erzählt: z.B. über die berühmteste Briefmarke der Welt, die Blaue Mauritius, oder das von Philipp Reis entwickelte allererste Telefon.

 

 

 

Blaue Mauritius – Falsche Farbe und deshalb wertvoll: 1.500 000€

Wir sind gut anderthalb Stunden schon auf Besichtigungs- und Erkundungstour. Jetzt meldet sich der kleine Hunger. Da lässt sich Abhilfe schaffen. Im Erdgeschoss ist ein Zugang zum Kaffeehaus „Dallmayr“. Hier finden wir Platz und lassen es uns gutgehen.  
Bevor wir uns auf dem Heimweg machen, muss sich Arvid natürlich noch von den Robotern verabschieden. Oh je, „Mach-Mit“ haben inzwischen auch die Kräfte verlassen. Robert ist der letzte Einzelkämpfer, zumindest für den Rest des heutigen Tages. 

 

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