Museum Barberini Potsdam

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Museum Barberini – Highlight von Potsdam
Humboldtstraße 5-6, 14467 Potsdam

Das Palais Barberini war ein am Alten Markt in unmittelbarer Umgebung des Potsdamer Stadtschlosses von Carl von Gontard 1771 bis 1772 errichtetes klassizistisch-barockes Bürgerhaus, dessen Fassade dem Palazzo Barberini in Rom nachempfunden wurde – daher der Name.  

Öffnungszeiten

Täglich von 11-19 Uhr
Dienstag: geschlossen
Jeden ersten Donnerstag  im Monat von 11-21 Uhr

Museum Barberini


Das Gebäude wurde am Ende des II. Weltkriegs bei einem Luftangriff weitgehend zerstört und seine Ruine später abgerissen. Durch Spenden des Unternehmers Hasso Plattner, der wie viele weitere Prominente den Wiederaufbau bzw. die Neugestaltung des Zentrums von Potsdam tatkräftig unterstützt, wurde von 2013 an innerhalb von drei Jahren das Palais als „Museum Barberini“ wiederaufgebaut. Während die äußere Fassade dem Original folgt und sich in das historische Ensemble des Alten Marktes mit Stadtschloss, Nikolaikirche und Rathaus harmonisch einfügt, ist es innen als ein supermodernes Kunsthaus gestaltet. Hier werden die von Hasso Plattner gesammelten Landschaftsdarstellungen vor allem französischer Impressionisten und interessanterweise auch hochkarätige Vertreter der DDR-Malerei gezeigt. Thematische Sonderausstellungen und spezielle Angebote für Kinder gehören zum Profil des Museums 
Durch eine Drehtür betritt man die großzügige Eingangshalle mit den Kassenschaltern. Ein normales Ticket kostet 14€, Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre haben freien Eintritt. Auch das Fotografieren (ohne Blitz!) ist frei. Auf dem Ticket ist die Einlasszeit vermerkt, so macht es Sinn, die Tickets im Vorfeld Online zu erwerben, um den zeitlichen Zugang selbst zu bestimmen. Im Kellergewölbe befinden sich eine kostenlose Garderobe und eine Vielzahl von Schließfächern. Hier kann man alles unterbringen, was einer entspannten Besichtigung abträglich wäre. 

Im Erdgeschoss sind im A-Flügel Gemälde von Vertretern der klassischen Moderne untergebracht: u.a. Max Liebermann (1847-1935), Wassily Kandinsky (1866-1944), Emil Nolde (1867-1956) und Edvard Munch (1863-1944).  

 

Im B-Flügel ist eine interessante Auswahl von Werken bedeutender Maler der DDR zu sehen: u.a Werner Tübke (1929-2004), Willi Sitte (1921-2013), Wolfgang Mattheuer (1927-2004), Bernhard Heisig (1925-2011), Arno Rink (*1940).   
  

 

Im Hof zwischen den beiden Gebäudeflügeln ist die von Wolfgang Mattheuer geschaffene Bronzestatue Der Schreitende aufgestellt.

Hochaktuell die Frage, wohin entwickelt sich die Gesellschaft. Der Schreitende (1984/2004) zeigt mit eingezogenem Kopf als proletarische Geste die linke Hand zur Faust geballt und erhebt die rechte Hand zum Hitlergruß.

 

Wolfgang Mattheuer: Der Schreitende

In der ersten Etage im Leibachsaal „trifft Rodin auf Monet“. Hier sind eine Vielzahl von Auguste Rodin (1840-1917) geschaffenen Skulpturen zu sehen, u.a. auch der berühmte „Denker“. Das Original befindet sich im Rodin-Museum in Paris. Es handelt sich bei dem „Denker“ um eine Figur aus dem Portal „Höllentor“, das insgesamt 186 Figuren umfasst – inspiriert von der Göttlichen Komödie des italienischen Dichter Dante Alighieri, hat Rodin in über drei Jahrzehnten diese Figuren geschaffen. Einige sind hier in der Ausstellung zu sehen.

 

Auguste Rodin: Denker

In den beiden sich anschließenden Flügeln wird die Ausstellung Impressionismus. Die Kunst der Landschaft gezeigt. Hier sind wunderschöne impressionistische Gemälde unter Themen der Natur wie „Wald“, Fluss“, „Meer“ und „Feld“ versammelt, die durch ihre Sanftheit und ihr Farbenspiel berühren. Stellvertretend seien hier Werke von Claude Monet (1840–1926), Pierre-Auguste Renoir (1841–1919), Alfred Sisley (1839-1899) und Gustave Caillebotte (1848–1894) genannt. Es fällt schwer, eines hervorzuheben. Konzentrierte Schönheit, die den Betrachter in einen Bann zieht.

 Gerhard Richter

In der zweiten Etage kann man die wechselvolle Geschichte des Palais Barberini anhand von Gemälden, Fotos und Beschreibungen nachvollziehen. Im Auditorium gibt eine PowerPoint-Präsentation einen Überblick über alle Ausstellungsinhalte. Stühle laden zum Verweilen ein – und zum Ausruhen (was offensichtlich gern angenommen wird).

Im Bereich Austausch zwischen Frankreich und Amerika trifft am auf den amerikanischen Pop-Art-Künstler Andy Warhol (1928-1987). Und im B-Flügel, das sollte man sich auf keinen Fall entgehen lassen, sind die bekannten Seerosen-Bilder von Claude Monet zu bewundern.

 

 

Andy Warhol: Viermal Mona Lisa von (1978)

Ein beeindruckendes Erlebnis! Ich bin so begeistert von dem Gebäude und den Ausstellungen, das ich mich dazu hinreißen lasse zu sagen: ein Besuch ist für jeden Kunstinteressierten ein Muss!

 

 

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