Mit dem Flieger von Moskau nach Sotschi

07. August 2018

Heute geht es mit dem Flieger nach Sotschi. Das ist schon aufregend und trotzdem ganz entspannt. Unser Flug vom Airport Wnukowo startet um 14:45 Uhr. Nach dem Frühstück können wir in aller Ruhe unsere Koffer packen. Gegen 11 Uhr machen wir uns auf den Weg zur Metrostation „Pavelskaja“. Der Weg ist uns inzwischen gut bekannt. Unser Ziel ist die Station „Kiewskaja“. Von dort fährt ein Zug, der Aeroexpress, im Stundentakt direkt zum Flughafen Wnukowo. Ein Ticket kostet 470 Rubel. Nach den üblichen Kontrollen setzt sich der moderne Zug pünktlich um 12 Uhr in Bewegung. Wir schauen aus dem Fenster und sehen noch einmal die markanten Sehenswürdigkeiten Moskaus. Nach 35 Minuten erreichen wir den 2005 eröffneten unterirdischen Bahnhof des Flughafens. Rolltreppen bringen uns in die Haupthalle. Der Airport erscheint riesig, vielleicht nur für unseren „Berliner Blick“.

 

Der Airport Wnukowo

ist der älteste internationale Airport Moskaus und nach Scheremetjewo und Domodedowo drittgrößte Airport der Hauptstadt. Wnukowo liegt südwestlich der Stadt und ist ca. 30 Kilometer vom Zentrum entfernt. Damit weist er im Vergleich zu den größeren Flughäfen Scheremetjewo und Domodedowo die kürzeste Entfernung zur Hauptstadt auf und dient deshalb auch als Regierungsflughafen.

Wir haben noch etwas Zeit und spazieren in der Haupthalle herum. Alles sehr modern und sauber und völlig entspannt. Natürlich gibt es Gastronomie und jede Menge Läden. Auch mit Shopping kann man sich die Zeit vertreiben.

Von Moskau nach Sotschi

Um 14 Uhr ist Boarding. 14:35 Uhr hebt das Flugzeug Richtung Sotschi ab. Während des zweieinhalb stündigen Fluges werden Kaffee und zwei russische Muffins serviert. Das ist überschaubar. Gegen 17 Uhr landet die Maschine auf dem Airport „Adler, dem Flughafen von Sotschi. In Vorbereitung auf die Olympischen Spiele von 2014 wurde der Airport sehr großzügig modernisiert und ausgebaut.

Stefie ist voller Begeisterung: Sehr mal die Palmen, so viele Palmen! 32°C und mediterranes Klima. Doch wie kommen wir in das Stadtzentrum von Sotschi? Eine Rundumschau zur Orientierung: Es fahren Busse, Taxis stehen bereit und es gibt eine Bahnverbindung. Zunächst wollen wir mit einem der Busse fahren. Aber diese sind außerordentlich voll. Das wäre wohl keine so angenehme Fahrt. Deshalb entscheiden wir uns für den Zug. Schnell noch die Tickets kaufen – ein Einzelticket kostet 155 Rubel – und ab in den bereitstehenden Zug. Fahrplanmäßige Abfahrt: 17:48. Da haben wir Glück gehabt, dass wir diesen Zug noch erreicht haben. Schon geht es los. Auch diese Verbindung muss relativ neu sein. Die Wagen sind modern und vollklimatisiert. Aber das Tempo des Zuges ist eher gemütlich.

Zugfahrt der Schwarzmeerküste

Die meiste Zeit rollt der Zug parallel zur Küste des Schwarzen Meeres entlang. Das ist nun das vielgepriesene Schwarze Meer. Badestrand an Badestrand. Die ersten sehen etwas heruntergekommen aus, vielleicht sind es auch eher „wilde“ Badestellen. Je mehr wir uns der Stadt Sotschi nähern, desto gepflegter und kultivierter werden die Strandabschnitte. Sotschi ist ein Seebad. Ab und zu hält der Zug. Eine Station fällt besonders auf: der hypermoderne Bahnhof in Adler, sicher auch ein Ergebnis der Olympia-Vorbereitungen. Während der einstündigen Fahrt vom Airport zum Bahnhof Sotschi werden unsere Fahrscheine dreimal kontrolliert. Das ist etwas Neues. Bisher haben wir in Russland noch keine Fahrscheinkontrolle erlebt.

Sotschi-Hauptbahnhof

Am Bahnhof, einem historischen klassizistischen Bau, haben wir eine längere Orientierungsphase: Wie kommen wir zu unserem Hotel? Laut Karte kann es gar nicht so weit entfernt sein. Nach einigem Hin und Her finden wir heraus, der Bus 125 fährt in Richtung Hotel. Die Busse fahren in kurzen Abständen. Wir steigen n den nächsten 125er Bus ein. Ein Ticket kostet 30 Rubel. Der Busfahrer schließt die Tür und fährt an. Eine Oma brüllt, sie wolle aussteigen. Torsten macht den Busfahrer darauf aufmerksam, der stoppt kurzerhand. Ein Ruck geht durch den Bus. So kann die Oma doch noch den Bus verlassen. Nach einer Station steigen wir schon wieder aus. Aber es hat sich trotzdem gelohnt, denn auch hier scheinen die Entfernungen zwischen den Stationen (viel) weiter zu sein als wir es aus Deutschland kennen.

Jetzt sind es nur noch ein paar Meter bis zu unserem Hotel, dem „Denart-Hotel“. Allerdings sind diese „paar“ Meter bergauf zu bewältigen. Eigentlich nicht verwunderlich, denn Sotschi liegt auf Fuße des Kaukasus, also in einer bergigen Landschaft. Natürlich sind wir froh als wir das Hotel erreichen und an der Rezeption einchecken. Dieses Mal haben wir die Unterkunft mit Halbpension gebucht. Eine gute Entscheidung. Am Abend können wir ein 3-Gänge-Dinner genießen. Dazu mit „Talisman“ einen leckeren georgischen Wein. Georgien gehört zu den ältesten Weinanbaugebieten in der Welt und ist hier gewissermaßen „um die Ecke“.

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