Leipziger Zoo

 

1. Juni 2017 – Aben­teu­er im Zoo und Gond­wa­na­land

Heu­te steht der Zoo-Besuch auf unse­rem Pro­gramm. Natür­lich habe ich Arvid auf die­ses Ereig­nis ein­ge­stimmt, ihm davon erzählt, wie vie­le Tie­re wir dort sehen wer­den und dass die­ser Zoo eine beson­de­re Attrak­ti­on besitzt: das Gond­wa­na­land. Doch davon spä­ter. Jetzt sit­zen wir im Restau­rant unse­res Hotels und las­sen uns das Früh­stück schme­cken. Arvid hat das Müs­li für sich ent­deckt. Es sei zwar nicht sein Lieb­lings­müs­li, meint er, aber schme­cke aber auch ganz gut. So gestärkt machen wir uns auf den Weg zum Zoo. Das Wet­ter scheint es gut mit uns zu mei­nen. Blau­er Him­mel und ange­neh­me Tem­pe­ra­tur schon am Vor­mit­tag. Es wird wohl wie­der ein hei­ßer Tag wer­den.

Das Auto las­sen wir in der Gara­ge. Die Stra­ßen­bahn, die Linie 3, bringt uns bis zum Goerdel­erring, wo wir in die Linie 12 umstei­gen. Nach nur zwei Sta­tio­nen errei­chen wir den Ein­gang des Leip­zi­ger Zoos am Rosen­tal in der Pfaf­fen­dor­fer Stra­ße. Bei die­sem viel­ver­spre­chen­den Wet­ter sind vie­le Leu­te auf die Idee gekom­men, dem Zoo einen Besuch abzu­stat­ten (obwohl der Besuch bei­lei­be kein Schnäpp­chen ist). Dar­un­ter vie­le Fami­li­en mit jün­ge­ren Kin­dern – kein Wun­der, heu­te ist Kin­der­tag. Wir stel­len uns an eine der Kas­sen an und es dau­ert auch nicht lan­ge, dass wir die Ein­tritts­kar­ten in den Hän­den hal­ten. Ab durch eine der Dreh­tü­ren und wir sind im Zoo.  

Öff­nungs­zei­ten

21.03.–30.04.:
9–18 Uhr
01.05.–30.09.:
9–19 Uhr
01.10.–31.10.:
9–18 Uhr
01.11.–20.03.:
9–17 Uhr

Ein­tritt

Erwach­se­ne: 21€
Kin­der (6–16): 13€
Fami­li­en­kar­te: 51€

 

Der Leip­zi­ger Zoo ist von sei­nem Cha­rak­ter her eine gro­ße Park­an­la­ge, die sich über 26 Hekt­ar im Nord­wes­ten Leip­zig erstreckt. Vie­le Tier­ar­ten haben hier ein Zuhau­se gefun­den. Wir sind auf dem Weg zu ihnen. Schon nach ein paar Schrit­ten sto­ßen wir auf das im Jugend­stil erbau­te Aqua­ri­um. Vor dem Gebäu­de kön­nen Kin­der ihre Angel­küns­te erpro­ben, wie gesagt, heu­te ist Kin­der­tag. Arvid ist gleich dabei und zieht mit einer Magnet-Angel ver­schie­de­ne Fische an Land. Auf der Rück­sei­te der Attrap­pen ist der jewei­li­ge Name ver­merkt. Aber das ist ihm nicht so wich­tig. Nach dem Angel­er­folg gehen wir in eine Art Tro­pen­hal­le, wo ins­be­son­de­re Schild­krö­ten und Kro­ko­di­le bzw. Alli­ga­to­ren sei­ne Auf­merk­sam­keit erre­gen.

In den abdun­kel­ten Nach­bar­räu­men befin­den sich ganz unter­schied­lich gestal­te­te Bas­sins mit einer Viel­zahl ver­schie­de­ner, oft sehr bizarr aus­se­hen­der Fische (wie z.B. der pazi­fi­sche Rot­feu­er­fisch oder der Braun­fle­cken-Igel­fisch). Eine Wen­del­trep­pe führt in die zwei­te Eta­ge, eben­falls abge­dun­kelt, zum Ring­bas­sin, in dem Haie, Rochen, Murä­nen und ande­re gro­ße Fische ele­gant ihre Run­den dre­hen.

  
Wie­der zurück in der Son­ne spa­zie­ren wir vor­bei den groß­zü­gig und sehr natur­be­las­se­nen Jagu­ar- und Nas­horn­an­la­gen zur Kiwa­ra- Savan­ne. Hier tum­meln sich Giraf­fen, Zebras und Strau­ße. In der Kiwa­ra-Lodge ist eine ers­te Pau­se ange­sagt. Wir schau­en den Giraf­fen zu, die sich Fut­ter aus gro­ßer Höhe angeln. Arvid ist uner­müd­lich dabei, alles zu foto­gra­fie­ren. Über­haupt ist Foto­gra­fie­ren zur­zeit sei­ne gro­ße Lei­den­schaft. Der Digi­tal­tech­nik sei Dank!
  
Wei­ter führt uns der Weg zum Pon­go­land, einer wun­der­bar gestal­te­ten Anla­ge für Goril­las, Schim­pan­sen und Orang-Utans. Jetzt ist Geduld gefragt. Hier gibt es viel zu ent­de­cken. Was unse­re nächs­ten Ver­wand­ten alles machen: Toben, jagen, krau­len, sich berie­chen, lau­sen, Zäh­ne flet­schen, genüss­lich spei­sen, ruhen, … Nicht nur Arvid ist gefes­selt.  
Vom Pon­go­land neh­men wir Kurs auf den Bären­burg-Spiel­platz. Hier möch­te man selbst noch ein­mal Kind sein. Eine tol­le Anla­ge zum Klet­tern und Toben für Kin­der. Ich kom­me zu mei­ner zwei­ten Pau­se. Arvid ist im Laby­rinth des 12 Meter hohen Holz­dra­chens ver­schwun­den. Spä­ter ent­de­cke ich ihn auf der Klet­ter­wand. Alles will aus­pro­biert sein. Action total! Danach gön­nen wir uns ein Eis. Und hin­set­zen. Ah, das tut gut! 
  

Jetzt wol­len wir end­lich das legen­dä­re Gond­wa­na­land sehen. Auf dem Weg dort­hin sagen wir noch den Ele­fan­ten Hal­lo. In das tro­pi­sche Gond­wa­na­land tau­chen wir durch einen dunk­len Vul­kan­stol­len ein, wo wir den Lun­gen­fisch und Pfeil­schwanz­kreb­se, deren Arten schon Mil­lio­nen Jah­re alt sind, ent­de­cken. Wau!

 

 

Süd­ame­ri­ka­ni­scher Lun­gen­fisch

Es wird Licht. Wir ste­hen mit­ten im Pfahl­bau­dorf im tro­pi­schen Gond­wa­na­land. Drei Kon­ti­nen­te unter einem Dach: Afri­ka, Asi­en und Süd­ame­ri­ka. Im wahrs­ten Sin­ne des Wor­tes über­dacht. Die gro­ße Rie­sen­tro­pen­hal­le erstreckt sich über 16.500 Qua­drat­me­ter! Eine rei­che Tier- und Pflan­zen­welt lässt sich über Dschun­gel­we­ge, Baum­wip­fel­pfa­de und bei einer Boots­fahrt auf dem fast 400 Meter lan­gen Urwald­fluss Gama­nil (abge­lei­tet von Gan­ges; Ama­zo­nas und Nil) erkun­den. Die Boots­fahrt unter­neh­men wir gleich zwei­mal, so sehr begeis­tert sie Arvid. Das ist anste­ckend. Das Boot steu­ert zunächst eine Höh­le an, in der eine Mul­ti­me­dia­schau die Ent­ste­hung des Urkon­ti­nents Gond­wa­na nach­stellt. Den Tun­nel ver­las­sen wir durch eine Grot­te und schip­pern auf dem Gama­nil fast 12 Minu­ten durch den Regen­wald.

  
Dann machen wir uns zu Fuß auf dem Weg in die­se exo­ti­sche Welt. Es gibt so viel zu ent­de­cken, dass ein Besuch hier­für nicht aus­reicht. Arvid staunt über den zehn Meter hohen Was­ser­fall. Der gro­ße Komo­do­wa­ran beein­druckt ihn, beson­ders als er Nähe­res über des­sen Leben erfährt.  

Mit einer Län­ge bis zu 3 Metern und einem Gewicht bis zu 80 Kilo­gramm sind die Komo­do­wa­ra­ne die größ­ten heu­te leben­den Ech­sen.

Im Restau­rant Patakan machen wir eine grö­ße­re Pau­se, essen und trin­ken und genie­ßen die Aus­sicht auf das Tro­pen­land.

Auf dem Weg zurück ins Hotel und noch lan­ge danach gibt es viel erzäh­len.

 

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