Kolkerheide – Haus Friesenglück

 

6. Juli 2018
Heu­te auf dem Weg in den hohen Nor­den ist frü­hes Auf­ste­hen bestimmt eine gute Idee, um der Stau­ge­fahr auf der Auto­bahn zu ent­rin­nen. Gesagt, getan. 5:15 bin ich start­klar. Es geht auf die A24 in Rich­tung Ham­burg. Kaum Ver­kehr, ich bin sehr zufrie­den mit mei­ner Ent­schei­dung. Die­se Zufrie­den­heit schlägt fast in Ver­zweif­lung um, als ich vor Ham­burg die Abfahrt auf die A7 ver­pas­se. Nun muss ich durch Ham­burg. Es geht nur stoß­wei­se vor­an, ab und zu noch eine Bau­stel­le. Dann wie­der war­ten. Dich­ter Ver­kehr. Die Ampel zeigt Rot. Ich habe den Ein­druck es ist immer Rot, wenn ich kom­me. Jeden­falls habe ich Zeit, einen geruh­sa­men Blick auf die Ham­bur­ger City zu wer­fen. Mei­ne Ori­en­tie­rung ist nun die A23. Das ist gut aus­ge­schil­dert. Irgend­wann errei­che ich die Auto­bahn und kann zügig bis Hei­de fah­ren. Hier beginnt die Land­stra­ße. Wider Erwar­ten geht es auch ganz gut vor­an. Ich wer­de Kol­k­er­hei­de weit vor unse­rem Treff­punkt errei­chen, sodass mir die Idee kommt, vor­her einen Abste­cher nach Husum zu machen. Das liegt auf dem Weg. In Husum kann man echt gut par­ken. In Zen­trums­nä­he, in unmit­tel­ba­rer Nähe des Hafens befin­den sich zwei gro­ße Park­plät­ze.
Heu­te ist nur ein kur­zer Spa­zier­gang durch das klei­ne Hafen­vier­tel vor­ge­se­hen. 
Ich ent­de­cke ein Schiff­fahrts­mu­se­um. Im Bin­nen­ha­fen lie­gen die Boo­te auf schmut­zig aus­se­hen­den Schlick. Es herrscht Ebbe. An der Hafen­pro­me­na­de rei­hen sich far­ben­froh deko­rier­te klei­ne­re Häu­ser. Husum ist mit 23.000 Ein­woh­nern kei­ne gro­ße Stadt, aber hier gibt es, neben dem bereits gesich­te­ten Schiff­fahrts­mu­se­um, laut Hin­weis­schil­der ein Nord­frie­si­sches Muse­um, ein Schloss und das Theo­dor-Strom-Muse­um. Mir fällt der „Schim­mel­rei­ter“ ein. Wor­um ging es noch ein­mal in die­ser Geschich­te?
 

Nun, die Erin­ne­rung wird sich sicher bei einer aus­ge­dehn­te­ren Husum­vi­si­te ein­stel­len. Und Husum wer­den wir gewiss einen Besuch abstat­ten. Jetzt geht es erst ein­mal wei­ter nach Kol­k­er­hei­de. Der Navi führt mich ziel­si­cher an aus­ge­dehn­ten Acker-, Wei­den- und Wie­sen­flä­chen vor­bei, durch eini­ge Ort­schaf­ten hin­durch bis nach Kol­k­er­hei­de. Unter­wegs sehe ich Pfer­de, Rin­der und wie­der Pfer­de und Rin­der usw. Men­schen sind nicht in Sicht.

Plötz­lich mel­det sich die Navi-Stim­me: nach 200 Meter haben Sie das Ziel erreicht. Das Ziel befin­det sich auf der rech­ten Sei­te. Ich hal­te Aus­schau nach Süd­er­stra­ße Num­mer 2 und ehe ich es ver­se­he, habe ich den Ort schon wie­der ver­las­sen. Auf der rech­ten Sei­te erstreckt sich eine Wie­se. Vor­bei­ge­fah­ren? Also wen­den und schau­en! Jetzt ent­de­cke ich die Num­mer 2 Haus Frie­sen­glück und die Ein­fahrt auf einen ein­la­dend aus­se­hen­den Hof. Ist weder klein, noch ver­steckt. Wie konn­te ich das über­se­hen? 

  
Im Augen­blick ist noch kei­ner da. Wir sind für 13 Uhr ange­kün­digt. Ich mache es mir auf einem Gar­ten­stuhl bequem und war­te. Noch ist etwas Zeit. Aber schon fährt die Ver­mie­te­rin auf den Hof. Es folgt die Ein­wei­sung und Bezah­lung in bar, wie gewünscht. Ich schaue mir die bei­den Apart­ments an. Groß­zü­gig, modern mit allem, was man für einen Kurz­ur­laub benö­tigt. Die Ver­mie­te­rin zeigt mir noch, wie die Sau­na zu bedie­nen wäre. Ein wei­te­res Auto rollt auf den Hof. Gero und Han­na sind ein­ge­trof­fen. Nun sind wir alle bei­sam­men und nach einer Kaf­fee­pau­se unter­neh­men wir einen Spa­zier­gang durch den Ort und um den Dorf­teich, einer ehe­ma­li­gen Kies­gru­be. Das dau­ert ins­ge­samt nicht all­zu lan­ge, denn Kol­k­er­hei­de ist mit 65 Ein­woh­nern eine wahr­lich über­schau­ba­re  Gemein­de.
  
Die Mahl­zei­ten sind durch Selbst­ver­pfle­gung zu orga­ni­sie­ren. Unglaub­lich, was Gero alles ein­ge­packt hat. Das reicht über unse­re Urlaubs­zeit hin­aus. Sicher ist sicher! Ich habe die Geträn­ke im Gepäck. Nach dem Abend­brot schau­en wir um 20 Uhr das Vier­tel­fi­nal­spiel der Fuß­ball­welt­meis­ter­schaft Bra­si­li­en – Bel­gi­en. Das Spiel endet 1:2. Wer hät­te das gedacht, dass die Bel­gi­er die Bra­si­lia­ner schla­gen. Aber wer hät­te gedacht, dass Deutsch­land nicht ein­mal die Vor­run­de über­steht.

 

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