Karl-May-Museum: Villa “Shatterhand” und Villa “Bärenfett”

 

03. Novem­ber 2018

Rück­fahr­tag. Aber bevor es auf die Heim­rei­se geht, machen wir einen Abste­cher in das Karl-May-Muse­um in Rade­beul. Man könn­te sogar von unse­rem Hotel aus mit der Tram 4 direkt nach Rade­beul fah­ren. Nach gut einer Drei­vier­tel­stun­de hät­te man sein Ziel erreicht.

Vil­la “Shat­ter­hand”

Mit dem Auto ste­hen wir nach 25 Minu­ten vor dem Karl-May-Muse­um. Nach kur­zer Suche ist ein Park­platz gefun­den.

Karl-May-Muse­um.
Karl-May-Stra­ße 5,
01445 Rade­beul

 Öff­nungs­zei­ten
März-Okt.: 9–18 Uhr

Nov.-Febr.: 10–17 Uhr
(Mo geschlos­sen)

 Ein­tritt
Erwach­se­ne: 9€

Kin­der: 3€
Fami­lie: 20€

Karl May (1842–1912) ist ein bekann­ter Schrift­stel­ler mit einer beweg­ten Bio­gra­fie und einer spru­deln­den Phan­ta­sie. Wer kennt nicht Old Shat­ter­hand und sei­nen Bluts­bru­der, den Apa­chen­häupt­ling Win­ne­tou? Zahl­rei­che Bücher und deren Ver­fil­mun­gen haben sie über Genera­tio­nen hin­weg bekannt gemacht.

Vil­la “Bären­fett”

Das Muse­um umfasst die Vil­la „Bären­fett“, einen Muse­ums­gar­ten mit Aben­teu­er­spiel­platz und die Vil­la „Shat­ter­hand“. Hier hat­te der Schrift­stel­ler sei­nen letz­ten Wohn­sitz. 14 Jah­re nach dem Tode von Karl May ließ sei­ne Wit­we für den Wie­ner Artis­ten Ernst Tobis, ali­as Pat­ty Frank, die Vil­la „Bären­fett“ im Wild­west-Block­haus­stil errich­ten. 1928 eröff­ne­te hier das Karl-May-Muse­um mit einer India­ner-Aus­stel­lung. Das Wohn­haus von Karl May, die Vil­la „Shat­ter­hand“, wur­de erst 1985 in den Muse­ums­kom­plex auf­ge­nom­men. Soweit die Geschich­te.

Wir kau­fen die Ein­tritts­ti­ckets an der Kas­se, die in einem klei­nen Block­haus unter­ge­bracht ist. Arvid bekommt ein Falt­blatt in die Hand, in dem ver­schie­de­ne Auf­ga­ben eines „Rät­sel- und Spu­ren­pfa­des“ auf­ge­führt sind, die, wenn Kin­der sie lösen, eine Über­ra­schung ver­spre­chen, die am Sou­ve­nir­shop abzu­ho­len wäre. Das spornt ohne Zwei­fel an. Los geht es in der Vil­la „Bären­fett“. Hier sind eth­no­lo­gi­sche Objek­te aus ver­schie­de­nen India­ner­kul­tu­ren aus­ge­stellt, die einen klei­nen Ein­blick in das Leben die­ser Völ­ker ver­mit­teln. Der Kamin­raum, in des­sen Ecke ein rie­si­ger Braun­bär für eine ers­te Über­ra­schung bzw. ers­ten Schreck sorgt, wer­den aben­teu­er­li­che India­ner­ge­schich­ten vor­ge­le­sen, the­ma­ti­sche Vor­trä­ge gehal­ten und ein­schlä­gi­ge Fil­me gezeigt. Es fol­gen Aus­stel­lungs­räu­me u.a. mit einem Diora­ma, einem gro­ßen Gemäl­de der Schlacht am Litt­le Big Horn und die Prä­sen­ta­ti­on von All­tags­ge­gen­stän­den, Waf­fen und typi­scher Klei­dung nord­ame­ri­ka­ni­scher India­ner.

Schlacht am Litt­le Big Horn

Die ver­bün­de­ten India­ner­stäm­me der Sioux, Ara­pa­ho und Che­yenne unter Füh­rung der Häupt­lin­ge Sit­ting Bull, Crea­zy Hor­se und Gall schlu­gen am 25. Juni 1876 das von Gene­ral Georg Cus­ter geführ­te Kaval­le­rie-Regi­ment ver­nich­tend.

Emsig notiert Arvid sei­ne Ant­wor­ten auf die Fra­gen des Rät­sel- und Spu­ren­pfa­des. So zum Bei­spiel: In einem Aus­stel­lungs­raum ganz in der Ecke steht ein geschnitz­ter Baum­stamm. Wie nennt man die­sen? Nen­ne eini­ge der Figu­ren, die du auf dem Baum­stamm erkennst! Wir dre­hen noch eine Run­de durch die Aus­stel­lung, um für alle Fra­gen eine befrie­di­gen­de Ant­wort zu fin­den.

Dann geht es in den Muse­ums­gar­ten mit dem Erleb­nis­spiel­platz. Lei­der ist das Wet­ter so, dass ein län­ge­rer Auf­ent­halt in Frei­en nicht sehr ver­lo­ckend ist. Der Spu­ren­pfad führt uns in die Vil­la „Shat­ter­hand“, die eine Aus­stel­lung über das Leben und Werk von Karl May prä­sen­tiert. Arvid hat die berühm­ten Geweh­re, Old Shat­ter­hands Hen­ry­stut­zen und Bären­tö­ter sowie Win­ne­tous Sil­ber­büch­se, ent­deckt. Er nimmt alle mög­li­chen Posi­tio­nen ein, um die­se auf einem Foto unter­zu­brin­gen.

Sil­ber­büch­se, Bären­tö­ter und Hen­ry­stut­zen

Von den aus­ge­stell­ten Geweh­ren hat der Büch­sen­ma­cher Oskar Fuchs aus Rade­beul den Bären­tö­ter und die Sil­ber­büch­se im Auf­trag von Karl May unter größt­mög­li­cher Berück­sich­ti­gung der in den Roma­nen dar­ge­stell­ten Eigen­schaf­ten ange­fer­tigt. Das als Hen­ry­stut­zen bezeich­ne­te Gewehr, mit dem man angeb­lich 25mal ohne nach­zu­la­den schie­ßen konn­te, hat der Schrift­stel­ler nach Ver­mitt­lung von Oskar Fuchs käuf­lich erwor­ben.

In der ers­ten Eta­ge besich­ti­gen wir das im ori­en­ta­li­schen Stil aus­ge­stat­te­te Arbeits­zim­mer von Karl May, sei­ne umfang­rei­che Biblio­thek und das in der Veran­da unter­ge­brach­te Cla­ra-Zim­mer, das Zim­mer sei­ner Ehe­frau.

Nach dem Rund­gang drängt es Arvid in den Sou­ve­nir­shop – er möch­te sei­ne Über­ra­schung abho­len. Sei­ne Ant­wor­ten wer­den ernst­haft kon­trol­liert, ehe er ein klei­nes Geschenkt erhält.

Jetzt geht es zurück zum Auto, das ich in einer Sei­ten­stra­ße geparkt habe. Auf der Heim­fahrt legen wir einen Stopp an der Auto­bahn­rast­stät­te Frei­en­hu­fe­ner Eck West ein und essen zu Mit­tag. Dann geht es wei­te­ren Auf­ent­halt nach Ber­lin.

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