Im Sapsan von St. Petersburg nach Moskau

 

03. August 2018

Heu­te geht es mit den Zug nach Mos­kau. Aller­dings star­tet der Sap­san erst um 13 Uhr, so haben wir genü­gend Zeit für ein gemüt­li­ches Früh­stück in unse­rem Peters­bur­ger Hotel. Um 11 Uhr machen wir uns auf den Weg zu der uns inzwi­schen gut bekann­ten Metro­sta­ti­on „Wasi­le­ostrovs­ka­ja“. Ste­fie bleibt ein letz­tes Mal an der Kreu­zung mit der unge­wöhn­li­chen Schal­tung ste­hen. Das muss sie fil­men. Alle Fahr­zeu­ge haben Rot; alle Fuß­gän­ger Grün. Die über­que­ren die Stra­ße auch dia­go­nal. Was für ein Gewu­sel, aber es klappt. Eine Sta­ti­on mit der M3 bis „New­skij Pro­spekt“; hier umstei­gen in die M2. Nach vier Sta­tio­nen errei­chen wir „Mos­kow­skij Woro­ta“, den Haupt­bahn­hof.

Es fol­gen die uns schon ver­trau­ten Sicher­heits­kon­trol­len. Ich kann das Sicher­heits­be­dürf­nis nach­voll­zie­hen. Es ist erst gut ein Jahr her (3. April 2017), dass es auf der Metro­li­nie M2 ein furcht­ba­res Selbst­mord­at­ten­tat gab, dem 14 Men­schen zum Opfer fie­len und 51 Men­schen zum Teil schwer ver­letzt wur­den.

Der weiß-blaue Sap­san steht abfahr­be­reit auf Gleis 11. Wir war­ten auf dem Bahn­steig vor dem Wagen 12. Als sich die Türen öff­nen, steht an jeder Tür eine Zug­ver­ant­wort­li­che (oder ein Zug­ver­ant­wort­li­cher) mit einem Tablet in der Hand. Hier wird noch ein­mal kon­trol­liert, wer den Zug betritt. Alle Zug­rei­sen­den sind nament­lich mit allen Daten auf dem Tablet gespei­chert. Alle Plät­ze sind reser­vie­rungs­pflich­tig, d.h. mit dem Fahr­kar­ten­kauf erhält man auto­ma­tisch eine Platz­zu­wei­sung. Wir haben die Plät­ze 32, 33 und 36. Jeder Rei­sen­de erhält ein Rei­se­set. Nun kann es los­ge­hen. Auf die Minu­te genau um 13 Uhr setzt sich der Sap­san in Bewe­gung und gewinnt schnell an Fahrt. „Flieg Fal­ke flieg“ kommt mir in dem Sinn. Mit 250 Kilo­me­ter pro Stun­de saust der Zug durch die Land­schaft, bes­ser gesagt, er glei­tet dahin.

In jedem Wagen des Busi­ness-Class, so unse­re Wahr­neh­mung, gibt es vier Per­so­nen, die für den Ser­vice zustän­dig sind. Alle sind Frau­en in schi­cken Uni­for­men, die von einem rus­si­schen Chef­de­si­gner ent­wor­fen wor­den sind (haben wir gele­sen). Jede hat wohl ihre Auf­ga­be. Jetzt erin­ne­re ich mich, in der Metro habe ich auf einem Pla­kat gese­hen, dass die Bahn Per­so­nal sucht und jun­ge Leu­te auf­for­dert, sich zu bewer­ben. Viel­leicht nicht die schlech­tes­te Idee.

Wir jeden­falls genie­ßen die Rei­se sehr. Die Sit­ze sind bequem, Bein­frei­heit ist gege­ben, ein kos­ten­lo­ser WIFI-Zugang vor­han­den, für das Gepäck ist genü­gend Platz ein­ge­plant wor­den, alle Ser­vicekräf­te freund­lich und hilfs­be­reit. Ein wirk­lich ange­neh­mes Rei­sen.

Inzwi­schen wird das Drei-Gang-Menü ser­viert. Rich­ti­ges Essen und sehr lecker. Dazu ein alko­ho­li­sches Getränk. Wir ent­schei­den uns für ein Glas Weiß­wein. Soft­drinks kann man unbe­grenzt ordern.

Die Zeit ver­geht wie im Flu­ge. Schon läuft der Sap­san pünkt­lich auf die Minu­te in den Lenin­gra­der Bahn­hof im Mos­kau­er Zen­trum ein. Die­se Fahrt war eine bemer­kens­wer­te Erfah­rung.

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