Gutshof Björkborn und Schloss Gripsholm

 

16. August 2019

Heute setzen wir unsere Rundreise fort. Unser nächstes Ziel ist die schwedische Hauptstadt Stockholm. Auf dem Weg dorthin machen wir zunächst Station in Karlskoga. Dort befindet sich der Gutshof Björkborn, den Alfred Nobel im Jahre 1893 übernahm und auf dem er bis zu seinem Tode 1896 lebte.

In Björkborn befindet sich das ehemalige Herrenhaus, heute ein Museum, das das private Leben Nobels zeigt. In dem ehemaligen Stall sind eine Ausstellung, Konferenzräume und das Café „Safran und Kardamom“ untergebracht. Nobel hatte eine ausgesprochene Vorliebe für Pferde. So kaufte er in St. Petersburg drei russische Orlov-Traber, die er auf dem Gutshof Björkborn als Deckhengste hielt. Aufgrund dieser Pferde wurde Björkborn nach seinem Tode zu seinem letztem Hauptwohnsitz erklärt.

Alfred Nobel (1833-1896)

schwedischer Chemiker, Erfinder und Stifter des Nobel-Preises. Unter seinen 355 Patenten befindet sich die Erfindung des Sprengstoffes Dynamit. Mit seinen Erfindungen und der Rüstungsproduktion verdiente er ein Vermögen. Testamentarisch verfügte er, dass der größte Teil davon in eine Stiftung übergeht. Mit den Zinsen sollen jedes Jahr durch die Königliche Schwedische Akademie der Wissenschaften Menschen ausgezeichnet werden, „die im vergangenen Jahr der Menschheit den größten Nutzen gebracht haben“.

Neben dem Gutshof befand sich die Rüstungsfirma AB Bofors-Gullspang, die Nobel ebenfalls erwarb. Heute gehören Teile davon zum Ausstellungsgelände. 1895 kaufte er ein chemisches Labor für seine Experimente mit Schießpulver, synthetischen Gummi und synthetischer Seide. Das historische Labor ist zu besichtigen, in weiteren Räumlichkeiten erfährt man Wissenswertes über das Leben von Alfred Nobel, seine Erfindungen und seine Stiftung.

Wir halten uns etwa zwei Stunden hier auf, es könnte durchaus noch länger sein, aber wir haben noch einen zweiten Abstecher vor, ehe wir Stockholm anpeilen. Auf unserer Route liegt das Schloss Gripsholm (Gripsholms Slott), dem wir unbedingt einen Besuch abstatten möchten. Die Fahrt verläuft ohne Probleme. Auf dem Parkplatz wundern wir uns über die vielen freien Parkplätze. Ein wenig später verstehen wir: Um 16 Uhr, also in einer halben Stunde, schließt das Schloss. Nun aber schnell. Einen Blick möchten wir schon noch hineinwerfen.

Wir halten uns etwa zwei Stunden hier auf, es könnte durchaus noch länger sein, aber wir haben noch einen zweiten Abstecher vor, ehe wir Stockholm anpeilen. Auf unserer Route liegt das Schloss Gripsholm (Gripsholms Slott), dem wir unbedingt einen Besuch abstatten möchten. Die Fahrt verläuft ohne Probleme. Auf dem Parkplatz wundern wir uns über die vielen freien Parkplätze. Ein wenig später verstehen wir: Um 16 Uhr, also in einer halben Stunde, schließt das Schloss. Nun aber schnell. Einen Blick möchten wir schon noch hineinwerfen. Aber zunächst bewundern wir den herrlich gestalteten und gelegenen Park. Wir befinden uns in einem Naturschutzgebiet.

Schloss Gripsholm ähnelt einer kleinen Burg. Und der Reiseführer bestätigt: Eine königliche Wasa-Burg. Das idyllisch gelegene Burg-Schloss wurde am drittgrößten See Schwedens, dem Mälar-See, im 16. Jahrhundert von Gustav I. Wasa errichtet.

Im kulturhistorischen Schlossmuseum sind Räume mit Inventar aus der Zeit der Wasa-Könige, eine umfangreiche Porträtgalerie berühmter Schweden und ein Theater aus dem 18. Jahrhundert und zu besichtigen. Das Theater erinnert mich unwillkürlich an Schloss Friedenstein in Gotha mit dem Ekhoff-Theater.

Schloss Gripsholm hat bestimmt nicht nur Kurt Tucholsky als Schriftsteller inspiriert. Seine Erzählung „Schloss Gripsholm“, eine heitere, episodenhafte, etwas melancholische Liebesgeschichte wurde mehrmals erfolgreich verfilmt.

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