Friedrichstadtpalast Berlin

 

VIVID Grand Show im Fried­rich­stadt­pa­last
8. Dezem­ber 2018

Der Fried­rich­stadt­pa­last ist ein Ber­li­ner Mar­ken­zei­chen mit einer über 120 Jah­re wäh­ren­den Geschich­te. Ange­fan­gen hat es mit einer 1868 errich­te­ten Markt­hal­le unweit des Schiff­bau­er­damms an der Spree. Wegen Unwirt­schaft­lich­keit wur­de die­se 1873 zu einem fes­ten Zir­kus­ge­bäu­de umge­baut. Hier resi­dier­te jah­re­lang der Zir­kus Renz. Nach wei­te­ren Umbau­ten wur­de das Gebäu­de u.a. auch von Max Rein­hardt und Erwin Pis­ca­tor als Thea­ter genutzt. Nach Besei­ti­gung der im Zwei­ten Welt­krieg erlit­te­nen Kriegs­schä­den wur­de das Haus als Fried­rich­stadt­pa­last für Groß­ver­an­stal­tun­gen und Revu­en genutzt, ehe es auf­grund der mor­schen Fun­da­men­te 1980 geschlos­sen und 1985 abge­ris­sen wur­de.

1981 erfolg­te die Grund­stein­le­gung für einen Neu­bau des Fried­rich­stadt­pa­las­tes in der Fried­rich­stra­ße 107. Drei Jah­re dar­auf fand die Eröff­nung des neu­en Fried­rich­stadt­pa­las­tes statt, einem moder­nen Show- und Revue-Thea­ter.

Am 8. Dezem­ber 2018 haben mich Rita und Bern­hard in den  Fried­rich­stadt­pa­last zur  VIVID Grand Show ein­ge­la­den. Um es gleich vor­weg zu sagen, es war eine gigan­ti­sche Revue, die die Besu­cher in jeder Minu­te gefan­gen nahm. Eine Revue hat kein durch­ge­hen­des Motiv wie etwa ein Musi­cal, aber einen roten Faden, eine Leit­idee, die die ein­zel­nen Ele­men­te per­spek­ti­visch zusam­men­bringt. Die VIVID Grand Show ver­steht sich als eine Lie­be­er­klä­rung an das Leben. So wird am Anfang der Show ein Mäd­chen, gespielt von der Ber­li­ner Sän­ge­rin Devi-Anan­da Dahm, in einen Androi­den ver­wan­delt und begibt sich auf die Suche nach dem Sinn des Lebens: Wer kannst du sein? What’s your ID?

Auf der Büh­ne ent­fal­te­te sich ein Rausch an Bewe­gung, Far­ben, For­men und Musik. Immer neue avant­gar­dis­ti­sche Kos­tü­me und futu­ris­ti­sche Krea­tio­nen von Kopf­be­de­ckun­gen schmück­ten die Tän­zer, Sän­ger, Zau­be­rer und Artis­ten. Für die­se Ent­wür­fe zeich­ne­te der wohl bekann­tes­te Hut­ma­cher der Welt Phil­ip Tre­acy ver­ant­wort­lich, der für manch gekrön­tes Haupt schon die Hut­krea­ti­on ent­wor­fen hat. Er strebt danach, Gefüh­le durch Far­ben­pacht und For­men­viel­falt zu visua­li­sie­ren ent­spre­chend der Leit­idee: Es ist an der Zeit, das Schö­ne zu fei­ern.

Autorin und Regis­seu­rin der VIVID Grand Show ist die bekann­te kana­di­sche Cho­reo­gra­phin Kris­ta Mon­s­on, die sich dem Mot­to ver­schrie­ben hat: Das Unsicht­ba­re sicht­bar und das Uner­war­te­te real machen. Kurz gesagt: Las Vegas Fee­ling in Ber­lin. Spek­ta­ku­lä­re Büh­nen­bil­der las­sen eine Phan­ta­sie­welt ent­ste­hen, in die über 100 Künst­ler – Tän­zer, Sän­ger und Artis­ten – unter den Live­klän­gen einer 17köpfigen Show­band die Zuschau­er ent­füh­ren. War­um nicht. Die Vor­stel­lung war ein sehr stim­mungs­vol­les, auf­hei­tern­des, beschwing­tes Erleb­nis.

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