Frei- und Erlebnisbad in Finsterbergen

 

 25. August 2017

Was für ein Tag! Die Sonne lacht. Kein Wölkchen am Himmel. Alles wie gemacht für einen Ausflug in ein Freibad. Davon gibt es rund um Friedrichroda einige und natürlich auch eines in der Stadt selbst. Dieses befindet sich in unmittelbarer Nachbarschaft der Waldbahn-Haltestelle.

Wir entscheiden uns aber für das Freibad in Finsterbergen. Doch am Vormittag wollen wir einen Rundgang durch Friedrichroda machen. Schließlich wohnen wir hier. Da sollte man den Ort noch besser kennenlernen. Friedrichroda ist eine Kleinstadt, die als staatlich anerkannter Heilklimatischer Kurort ausgewiesen ist. Das ist schon etwas, schließlich gibt es davon im Thüringer Wald nur insgesamt fünf Orte, die sich mit diesem Titel schmücken können.

Für eine Kleinstadt hat Friedrichroda einiges zu bieten: Am Markt die Kirche Sankt Blasius, das Schloss Reinhardsbrunn mit einem sehr schönen Park, in dem sich u.a. die 800jährige Mönchslinde und eine Ausstellung über das Leben der Heiligen Elisabeth befinden, das Heimatmuseum in der Alten Schmiede, ein Theater in der Hauptstraße 4, in dem als Huldigung des Thüringer Kloßes Kloßgerichte zu Theaterstücken serviert werden. Ideen muss man haben!

Natürlich besitzt die Stadt auch einen Kurpark mit einem Pavillon, der um einen Brunnen herum gebaut ist. Ein paar Schritte weiter befinden sich die Haltestelle der Thüringerwaldbahn, das städtische Freibad und mehrere Sportanlagen. Nach einem längeren Spaziergang erreicht man von hier aus die Marienglashöhle.

 

Nach einem ausgedehnten Spaziergang durch den Kurpark wollen die Mädchen endlich in das Freibad. Das ist bei diesem Kaiserwetter nur allzu gut verständlich. Also kehren wir zum Auto zurück und machen uns auf den Weg nach Finsterbergen, einem Ortsteil von Friedrichroda. Nach 30 Minuten Autofahrt erreichen wir gegen 13 Uhr unser Ziel, das Frei- und Erlebnisbad. Die erste freudige Überraschung ist ein großzügig ausgebauter, kostenloser Parkplatz. Wer hätte gedacht, dass es so etwas noch gibt. Später erfahre ich, dass normalerweise eine Parkgebühr von 1€ erhoben wird. Auch das ist sehr moderat. Doch heute ist das Parken in der Tat frei.

An der Kasse erwartet mich eine zweite Überraschung: Der Eintritt kostet für uns drei 5,50€. Das Ticket gilt für den ganzen Tag und für fast alle Einrichtungen auf dem Gelände des Freibades.

 Freizeitbad Finsterbergen

Hauptstraße 17
99898 Finsterbergen

Öffnungszeiten
vom 01.06. – 31.08.

Montag – Freitag:
13 – 19 Uhr
Sonnabend/Sonntag/ Feiertags: 10 – 19 Uhr
In den Sommerferien täglich ab 10 Uhr

Eintritt

Erwachsene: 3€
Kinder: 2€
Ermäßigung mit Kurkarte: je 0,50€

Was für eine schöne Anlage! Das solarbeheizte Freibad liegt am Ortsrand nahe dem Wald. Es verfügt über ein 25 Meter-Sportbecken, ein Erlebnisbecken mit Riesenrutsche, Sprudel- und Wasserspielen sowie zwei Planschbecken für die Kleinsten mit einer Minirutsche, eine ausgedehnte Liegewiese mit einigen schattenspendenden großen Bäumen und (auch daran ist gedacht) einem separaten Bereich für FKK-Anhänger, Freiluftsportgeräte zum Ballspielen oder Klettern. Wer möchte kann Tischtennis spielen oder Minigolf oder sich beim Großfeldschach versuchen. Direkt vor dem Freibad wartet eine Parkeisenbahn auf kleine Gäste und dämpft mit ihnen am Freibad entlang. Ein Bademeister schaut, dass alles seine Ordnung hat. An einem Kiosk gibt es Getränke und einen kleinen Imbiss und natürlich Eis. Ich staune, wir gepflegt das alles ist bis hin zu den Sanitäreinrichtungen, den Umkleidekabinen und den bunten Blumenrabatten. 
  

Hier lassen wir es uns gut gehen. Erst einmal gründlich eincremen. Aber dann schwupp di wupp sind die Mädels auch schon ins Wasser gesprungen. Das Thermometer zeigt 26°; im Wasser sind es 21°. Natürlich hat den Mädchen (und nicht nur ihnen) die Riesenrutsche angetan.
Aber auch Kopfsprung- und Tauchübungen kann ich bewundern und versuche sie, fotografisch festzuhalten. Gar nicht einfach. Alles geht so schnell und die Kamera, ein älteres Modell, löst mit merklicher Verzögerung aus.

Nach dem ersten Badeeinsatz folgt eine Stärkung. Wir packen unseren Proviant aus. Baden macht hungrig. Die Pause währt nur kurz, dann geht es wieder ab ins Wasser.

Ein wunderschöner Nachmittag. Erholung pur. Die Kinder können sich frei bewegen und alles erkunden. Natürlich auch das Großfeldschach. Das Bad ist gut besucht, aber nicht zu voll. Man behält den Überblick.

Gegen 17 Uhr packen wir unsere Sachen zusammen und begeben uns auf den Rückweg.

 

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