Forsthaus Damerow in Koserow

 

 

7. Februar 2019

Mit meinen Enkelinnen Marthe (14 Jahre) und Agi (12 Jahre) geht es in den Winterferien für vier Tage auf die Insel Usedom. Ich habe drei Übernachtungen im Hotel Forsthaus Damerow im Ostseebad Koserow gebucht. Gegen 10 Uhr hole ich die Mädchen von zu Hause ab.

Gut drei Stunden später erreichen wir Koserow, wo wir erst einmal ein paar Runden durch den Ort fahren, ehe ich die richtige Zufahrt zum Hotel („gewissermaßen hinter den Gleisen“) entdecke. Das Hotel liegt sehr romantisch am Waldesrand ca. zwei Kilometer von Koserow entfernt.

Nach dem Einchecken inspizieren wir unser Zimmer: ein kleines Apartment mit zwei Räumen und einem Bad, wie für uns geschaffen. Die Mädchen stellen amüsiert fest: Oma schläft im Kinderzimmer. Ja, so bleibt man jung!

Koserow

gehört zu den Bernsteinbädern im Mittelteil der Insel Usedom. Der Ort befindet sich zwischen Ostsee und Achterwasser auf dem schmalsten Teil der Insel an einer Steilküste, deren höchste Erhebung mit 58 Meter der Streckelsberg ist. Koserow liegt an der B111 und hat einen Bahnanschluss. Seit 1993 ist Koserow ein staatlich anerkanntes Seebad mit einer Seebrücke, einem Promenadenplatz und vielen kleinen Restaurants, Cafés und Geschäften. Im nahegelegenen Ortsteil Damerow befindet sich das Atelier-Museum des Malers Otto Niemeyer-Holstein.

 

Wir nehmen die Räumlichkeiten in Beschlag, d.h. wir räumen die Sachen in die Wandschränke und deponieren die Hygiene-Utensilien im Bad. Ich zähle durch: Uns stehen pro Person 15 große Handtücher zur Verfügung. Inzwischen wissen wir auch, dass das Hotel über ein eigenes Schwimmbad verfügt. Von unserem Zimmer können wir auf die Badanlage blicken. Ein paar Gäste tummeln sich im Wasser, andere habe es sich auf einer Liege bequem gemacht. Natürlich höre ich sofort: Da müssen wir auch hin!

 

 

Schwimmbad in der Hotelanlage

Aber zunächst überrede ich die Mädchen zu einem kleinen Spaziergang zur Erkundung der Hotelumgebung. Wir haben lange im Auto gesessen. So ein bisschen frischen Wind um die Nase wehen zu lassen, ist sicher nicht verkehrt – trotz eines immer wieder sporadisch einsetzenden sanften Nieselregens. Wir laufen bis zum Achterwasser, entdecken dabei ein Insektenhotel, einen Spielplatz und einen Bootsanleger.

Zurück im Hotel leihe ich einen Ball für den Kickertisch aus (50 Cent). Bereits auf unserem ersten Weg durch das Hotel hatten wir einen Spieleraum durchquert: Billard, Tischfußball (Kickern) und Dart; für die Kleinen Spielzeug, Bausteine und Bücher. Agi hat sofort der Ehrgeiz gepackt. Sie will unbedingt Kickern. Warum nicht? Marthe lässt sich das nicht zweimal sagen. Ich setze mich in einen Sessel und schaue den Mädchen zu, wie sie sich enthusiastisch dem Spiel hingeben.

Vor dem Abendessen geht es noch eine gute Stunde in die Schwimmhalle. Es sind nur wenige Gäste im Bad. Marthe und Agi toben sich richtig aus: Schwimmen, Handstand im Wasser, Tauchen ohne Ende. Sie scheinen nicht müde zu werden. Ich schwimme ein paar Runden in dem elf Meter langen Becken und bestaune die Kunststücke, die die Mädchen ohne Unterlass vorführen.

Wir verlassen das Schwimmbad und machen uns fertig für das Abendessen. Wohlweislich hatte ich für 19 Uhr Plätze im Restaurant bestellt; Platzreservierung ist sehr empfehlenswert, da das Restaurant zu dieser Zeit immer gut besucht ist.

Wir werden an einen Tisch geleitet und bekommen die Speisekarte. Ich bin nicht überrascht, dass die Mädchen sich sofort für Nudeln mit Tomatensoße entscheiden – das Standardessen vieler Kinder. Ich nehme die angepriesene Roulade. Schmeckt ganz ausgezeichnet.

Zurück auf dem Zimmer schnappt sich Marthe ihr Mathebuch. Da sie wegen Krankheit ein paar Tage nicht in der Schule war, muss sie Aufgaben nachholen. Es geht um Strahlensätze und Proportionalität. Marthe hat keine Probleme, den Lösungsansatz zu verstehen. Damit sich Agi nicht ausgeschlossen fühlt, wird sie einfach mit einbezogen. Ich erkläre ihr, wie man solche Aufgabe lösen kann und freue mich über ihr Interesse. Um 23 Uhr machen wir das Licht aus. Schlafenszeit. Schon bald höre ich kein Flüstern mehr aus dem Nebenzimmer.

 

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