Whisky-Museum in Edinburgh

 

22. Juli 2017

Heu­te geht es los. 🙂 Pünkt­lich um 7:15 Uhr steht das Taxi vor der Tür. Eine knap­pe hal­be Stun­de spä­ter sind wir auf dem Flug­ha­fen Tegel. Alles ganz ent­spannt. Wir haben Zeit. Um 8:45 Uhr hebt das Flug­zeug in Rich­tung Frank­furt ab. Ja, in Frank­furt müs­sen wir umstei­gen, weil es kei­nen Direkt­flug von Ber­lin nach Edin­burgh gibt. Bereits nach einer Stun­de lan­det die Maschi­ne in Frank­furt und wir eilen von Gate A zu Gate B. Schon geht es los in Rich­tung Edin­burgh. Auch die­ser Flug dau­ert nicht sehr lan­ge. Beim Lan­de­an­flug signa­li­sie­ren Regen­trop­fen an den Fens­ter­schei­ben Regen­wet­ter! Na pri­ma. Und spä­ter mer­ken wir auch, dass es recht kühl ist. Irgend­wo auf einer Anzei­ge lesen wir 14°C. 😐 

Vom Flug­ha­fen Edin­burgh fährt eine Tram bis ins Stadt­zen­trum. Das ist eine rela­tiv jun­ge Errun­gen­schaft. Es gibt auch Bus­se, mit denen man bequem die City errei­chen kann. Bus­se und Tram fah­ren in kur­zer Tak­tung. Ein Rück­fahr­ti­cket kos­tet bei der Stra­ßen­bahn £8,50, beim Bus ist es ein Pfund weni­ger. Wir neh­men trotz­dem die Bahn. Die­se neue Ver­bin­dung wol­len wir aus­pro­bie­ren. Mit Hil­fe freund­li­cher Unter­stüt­zung des Bahn­per­so­nals am Auto­ma­ten kau­fen wir zwei Fahr­kar­ten. Erstaunt stel­len wir fest, dass in der Bahn immer ein Kon­trol­leur ist, der die­se Fahr­kar­ten locht. Wie das wohl geht, wenn die Bahn, ein lan­ger, durch­gän­gi­ger Zug, voll besetzt ist? Jeden­falls fah­ren wir ca. eine hal­be Stun­de bis zur End­hal­te­stel­le York Place. Von hier aus sind es nur ein paar Schrit­te bis zu unse­rem Hotel „The Place“.

 

Tram Linie 1

 

Stadt­bus

 

Lot­ti vor dem Hotel


Das Hotel liegt in der York Place, die Ver­län­ge­rung der Queen Street. Es ist ein reprä­sen­ta­ti­ves, altes Gebäu­de im geor­gia­ni­schen Stil. Es wur­de reno­viert und der öffent­li­che Bereich ist auch sehr anspre­chend. Das kön­nen wir lei­der von unse­rem Zim­mer nicht sagen. Es ist außer­or­dent­lich beengt. Das Bad ist win­zig. Es hat kein Tages­licht, nur eine Fun­zel­lam­pe. Also Duschen im Halb­dun­keln. Dafür ist aller­dings das Früh­stück viel­fäl­tig und schmack­haft. 

St. Giles

Nach dem Ein­che­cken unter­neh­men wir eine ers­te Erkun­dungs­tour: Die Dub­lin Street ent­lang, über die North Bridge in die Alt­stadt zur High Street (Roy­al Mile). Hier inter­es­siert uns zunächst die eins­ti­ge Kathe­dra­le St. Giles. Die­ser Bau fällt sofort ins Auge. Er besitzt eine impo­san­te Archi­tek­tur. Im Innern herrscht eine sehr ange­nehm war­me Atmo­sphä­re. Der Ein­tritt ist frei. Eine Foto­er­laub­nis kos­tet £2. Wir ver­brin­gen etwa eine hal­be Stun­de im Kir­chen­schiff. Beson­ders die Gestal­tung der Glas­fens­ter ist beein­dru­ckend. Sie sind aller­dings nicht sehr alt. Ende des 19.Jahrhunderts wur­de eine Neu­ver­gla­sung durch „stai­ned glass win­dows“ vor­ge­nom­men. Das ist gelun­gen.

Ein wei­te­rer geschicht­li­cher Aspekt die­ser Kir­che sind im 16. Jahr­hun­dert die Pre­dig­ten von John Knox. Eine Skulp­tur des Refor­ma­tors befin­det sich unweit der Kir­che. Sein Wohn­ort in Edin­burgh ist heu­te ein klei­nes Muse­um, das „John-Knox-Haus“, eben­falls in der High Street, das man für £5 besich­ti­gen kann.

Ab und zu bremst immer wie­der ein­mal ein Schau­er unse­ren Spa­zier­gang. So kommt uns „Georg IV.“, ein tra­di­tio­nel­ler Pub, gera­de recht.

Regen abwar­ten und stär­ken mit einer Käse­plat­te, Tee und Bier. Drau­ßen ist trotz des Regens ein emsi­ges Gewu­sel, vie­le Men­schen, Poli­zei, Absper­run­gen. Die Vor­be­rei­tun­gen für das Musik­fes­ti­val im August jeden Jah­res sind in vol­lem Gan­ge.   

Wir machen uns auf den Weg zum nicht weit ent­fern­ten Whis­ky-Muse­um, das sich in unmit­tel­ba­rer Nähe der Burg befin­det. Hier wer­den geführ­te Tou­ren durch die Geschich­te der Whis­ky-Her­stel­lung ange­bo­ten. Whis­ky und Schott­land gehö­ren ein­fach zusam­men. Also stel­len wir uns in die Rei­he der War­ten­den. Und wir haben Glück. Es ist für heu­te die letz­te Tour: 17:20 Uhr. Wir bekom­men noch Kar­ten für die „Sil­ver Tour“: Der Stan­dard­ein­tritt von £15 ist für uns als Senio­rin­nen um £2 ermä­ßigt. Auf geht’s!

Zuerst heißt es Platz neh­men in einem gro­ßen Whis­ky-Fass, mit dem wir durch his­to­ri­sche Sta­tio­nen der Whis­ky-Pro­duk­ti­on rei­sen. Es folgt ein Video­vor­trag über die Beson­der­hei­ten des Whis­kys aus den ver­schie­de­nen Regio­nen: High­land, Spey­si­de, Islay, Low­land und Camp­bel­town. Auf einer Kar­te sind Geruchs­pro­ben die­ser Whis­ky­sor­ten auf­ge­tra­gen, die durch Rub­beln frei­ge­setz­te wer­den. Was es nicht alles gibt!

Anschlie­ßend genie­ßen wir eine Ver­kos­tung von zwei Sin­gle Malt Scotch Whis­ky-Pro­ben. Na dann: Slàin­te mhath! Der gäli­sche Toast heißt so viel wie: Prost! Zum Wohl! Nach der Tour pro­bie­ren wir noch zwei Blen­ded-Whis­keys. Ohne Fra­ge, „Cut­ty Sark“ ist ein fei­nes Getränk.

 

Whis­ky muss lagern!

The Collec­tion

Geruchs­pro­ben


 

Es ist Abend gewor­den. Wir spa­zie­ren die Roy­al Mile bis zur New Street ent­lang. Dann geht es auf direk­tem Weg zurück ins Hotel, wo wir zu Abend essen. Es war ein lan­ger Tag. 

 

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