Nationalgalerie und Whisky-Museum

 

18. April 2016

Wir star­ten wie­der mit einem iri­schen Früh­stück, schließ­lich sind wir in Irland und jeden Tag uner­müd­lich unter­wegs. Da ist so ein def­ti­ges Früh­stück eine gute Grund­la­ge.

Heu­te ist zunächst Kul­tur ange­sagt. Kul­tur für den Geist. Wir machen uns auf den Weg zur Natio­nal Art Gal­le­ry. Die­se liegt gegen­über dem Mer­ri­on Squa­re, den wir schon ken­nen und der uns als Ori­en­tie­rung dient. Wir lau­fen von unse­rem Hotel bis zu die­sem Park unge­fähr 40 Minu­ten.

Das reprä­sen­ta­ti­ve his­to­ri­sche Haupt­ge­bäu­de ist zur­zeit nicht zugäng­lich. Es wird umfäng­lich rekon­stru­iert. Scha­de, aber nichts zu machen. Wir betre­ten von der Nas­sau Street aus den funk­tio­na­len Neu­bau, in dem sen­si­bel alte Gebäu­de inte­griert sind. Der Ein­tritt ist übri­gens frei. In der Ein­gangs­hal­le steht eine lebens­gro­ße Skulp­tur von Geor­ge Bern­hard Shaw mit fol­gen­dem Leit­spruch, der den Besu­cher auf den Besich­ti­gungs­gang ein­stimmt::

Du nutzt einen Spie­gel,
um dein Gesicht zu sehen.
Du nutzt Kunst­wer­ke,
um dei­ne See­le zu sehen.

18-National Art Gallery-3In groß­zü­gi­gen, hel­len Sälen – wir besich­ti­gen die Expo­na­te im Klas­sik-und Mill­en­ni­um-Saal – wird eine natio­na­le Samm­lung iri­scher und euro­päi­scher Kunst prä­sen­tiert. Wir ent­de­cken wir einen Picas­so (hier: Still­le­ben mit einer Man­do­li­ne, 1924) einen Monet (hier: Argen­teu­il See mit einem Segel­boot).

Nach den Gale­rie­ein­drü­cken genie­ßen wir im Mer­ri­on Sque­re die Son­ne, die es wirk­lich gut meint. Das kann sich jeder Zeit ändern. Ganz plötz­lich erschei­nen dunk­le Wol­ken und es fängt an zu reg­nen. Aber nicht heu­te. Über­haupt haben wir mit dem Wet­ter Glück: Kein Regen­tag fällt in unse­re Rei­se­zeit und das in Irland. Was will man mehr.

18-Jameson Distillery-2Als zum wie­der­hol­tem Male ein roter Sight­see­ing-Bus hält (die­se fah­ren in dich­ter Fol­ge), stei­gen wir ein. Unser Ziel ist das Jame­son Whis­ky-Muse­um: „The Old Jame­son Distil­le­ry. Der Andrang ist gewal­tig. Die Besu­cher wer­den zum Ticket­schal­ter wie  auf einem Flug­ha­fen die Flug­pas­sa­gie­re zum Ein­che­cken geführt: Schritt für Schritt und alle in Reih’ und Glied. Wir neh­men an einer Füh­rung mit Ver­kos­tung teil. Dort erfah­ren wir: John Jame­son grün­de­te die Bren­ne­rei 1780 und leg­te gro­ßen Wert auf Qua­li­tät.

18-Jameson Distillery-12Der Whis­ky wird heu­te noch nach altem Rezept drei­mal destil­liert, ehe er in Fäs­sern abge­füllt und gela­gert wird. Das geschieht seit 1971 aller­dings nicht mehr in Dub­lin, son­dern in Midleton/Cork. Die alte Bren­ne­rei ist heu­te ein Muse­um, das zeigt wie von der Art der Getrei­de­la­ge­rung, über das Mäl­zen, Malen, Mai­schen, Gären, Destil­lie­ren und Rei­fen der Whis­ky sei­nen Geschmack und sei­ne Far­be erhält. Ein iri­scher Whis­ky muss min­des­tens drei Jah­re auf der Insel rei­fen, um als iri­scher Whis­ky bezeich­net wer­den zu kön­nen. Das gilt auch für den Jame­son, den drei­mal destil­lier­ten Sin­gle-Malt-Whis­ky.

Das Muse­um ver­lässt man nach Imbiss, Füh­rung und Ver­kos­tung in geho­be­ner Stim­mung. Das geht uns nicht anders. Ein Hoch auf den alten Jame­son! Natür­lich auch auf den jun­gen. Unglaub­lich, der Betrieb wird in der vier­ten Genera­ti­on von einem John Jame­son geführt. Wenn das kei­ne Leis­tung ist …

Beschwingt lau­fen wir zum Fluss Lif­fey und über­que­ren ihn auf der Ha’ Pen­ny-Bridge. Wei­ter geht es in Rich­tung Hotel. Aber bevor wir im Water­loo Lodge unse­re müden Füße aus­stre­cken, machen wir einen “Dip” in den PubThe Water­loo”, der sich in unmit­tel­ba­rer Nähe zu unse­rem Hotel befin­det – wie der Name schon ver­mu­ten lässt. Stär­kung ist drin­gend gebo­ten. Lot­ti hat sich total dem Guin­ness ver­schrie­ben, das sie vor der Rei­se noch gar nicht kann­te. Ja, Rei­sen bil­det – auch den Geschmack. Aber das ist natür­lich eine sehr indi­vi­du­el­le Sache. Ich bevor­zu­ge ein Pint Smit­hwicks, ein iri­sches Ale. Na dann Prost!

Natio­nal Art Gal­le­ry

Adres­se: Mer­ri­on Squa­re W, Dub­lin 2, Irland 

Ein­tritt: frei

 

Geor­ge Bern­hard Shaw
(1856–1950)

18-National Art Gallery-14b

Iri­scher Schrift­stel­ler, Poli­ti­ker und Sati­ri­ker; u.a. Schau­spiel “Pyg­ma­li­on”, das als Vor­la­ge für das Musi­cal “My Fair Lady” dien­te.

 

Mer­ri­on Sque­re

im geor­gia­ni­schen Stil gestal­te­ter recht­ecki­ger Platz im Süden der Dub­li­ner Alt­stadt mit einem Park in der Mit­te.

17-Merrion Square2

 

Old Jame­son Distil­le­ry

18-Jameson Distillery-4

Adres­se: Bow St, Smit­h­field Vil­la­ge, Dub­lin 7, Irland

Ein­tritt: 15€ (12€)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ha’ Pen­ny-Bridge

- offi­zi­ell Lif­fey Bridge – ist eine 43m lan­ge guss­ei­ser­ne Fuß­gän­ger­brü­cke über den Lif­fey  Bis 1911 muss­ten Pas­san­ten einen hal­ben Pen­ny Maut bezah­len. Daher der Name Half Pen­ny Bridge.

 

The Water­loo

IMG_7172

Adres­se: 36 Bag­got Street Upper, Dub­lin, Irland

 

Ein Kommentar zu “Nationalgalerie und Whisky-Museum

  1. Mads Petersen

    Your tra­vel report about Dub­lin with inte­res­ting shots was real­ly impres­si­ve. Good ide­as for my next trip. Thank you.

    Gree­tings from Tøn­der.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

Blogverzeichnis - Bloggerei.de