Von Oscar Wilde bis Arthur Guinness

17. April 2016

Nach einem kräf­ti­gen iri­schen Früh­stück  machen wir uns auf den Weg, das Zen­trum von Dub­lin zu erkun­den. Wir hal­ten Aus­schau nach einem der vie­len Sight­see­ing-Bus­se, grü­ne, gel­be und rote, die unun­ter­bro­chen die Stra­ßen durch­pflü­gen. Der nächst­hal­ten­de ist ein gel­ber, der in gro­ßen Let­tern mul­ti­lin­gua­le Erklä­run­gen ver­spricht. Wir stei­gen ein, machen es uns bequem und müs­sen fest­stel­len, Erklä­run­gen wer­den nur in eng­li­scher Spra­che gege­ben. Lot­ti ist ent­täuscht. Beim nächs­ten Halt wen­den wir uns an den Fah­rer und – zu unse­rem Erstau­nen – erhal­ten wir post­wen­dend unser Geld zurück.

17-Merrion Square-Oscar WildeDie Zeit des War­tens auf eine ande­re Sight­see­ing­tour ver­brin­gen wir im Mer­ri­on Squa­re. Über­all bricht das Grün her­vor. Ein Tul­pen­meer setzt bun­te Tup­fer. Hier ist auch eine Oscar-Wil­de-Skulp­tur zu bewun­dern, der sich auf einem Fel­sen rekelt. Ein Bus der roten Linie hält und bringt uns – mit deut­schem Kom­men­tar – zur Christ Church Cathe­dra­le. Das ist die älte­re der zwei Kathe­dra­len in Dub­lin und Sitz des Erz­bi­schofs. Die Anla­ge hat eine wech­sel­vol­le Geschich­te. Die Kir­che wur­de umfäng­lich restau­riert und ist für Besu­cher geöff­net. Tou­ris­ten aus aller Welt kreu­zen hier die Wege.

17-St. Patrick's Cathedrale-3Nach einem Rund­gang spa­zie­ren wir bei son­nig-fri­schem Wet­ter die St. Patrick Street ent­lang. Unser Ziel ist die nahe­ge­le­ge­ne jün­ge­re, aber etwas grö­ße­re Kathe­dra­le von Dub­lin: St. Patrick. Auch die­se Kir­che kann besich­tigt wer­den. Rechts neben dem Haupt­ein­gang steht ein Denk­mal von Sir Ben­ja­min Lee Guin­ness, der durch eine groß­zü­gi­ge Spen­de die Restau­rie­rung des bau­fäl­li­gen Gebäu­des ermög­licht hat.

Ein roter Sight­see­ing-Bus bringt uns in das Guin­ness Storeh­ouse. Der Ein­tritt ist kein Schnäpp­chen. Aber der Auf­ent­halt ist zeit­lich nicht begrenzt. Die Her­stel­lung des Guin­ness Bie­res wird in allen Pro­duk­ti­ons­pha­sen exem­pla­risch gezeigt. Der Besu­cher erhält einen Audio Gui­de und erkun­det die teil­wei­se über sie­ben Eta­gen füh­ren­de und inter­ak­tiv ange­leg­te Show indi­vi­du­ell. Er erfährt etwas über die Anfän­ge und den Anspruch des Braue­rei­grün­ders Arthur Guin­ness und des­sen sozia­len Enga­ge­ments. Natür­lich feh­len weder Restau­rant, Café noch Sou­ve­nir­shop. Im Dach­ge­schoss des Hau­ses befin­det sich die Gra­vi­ty Bar; hier erhält man ein im Ein­tritts­preis ent­hal­te­nes Pint Guin­ness. Der run­de Raum ist rings­um ver­glast und ermög­licht so bei schö­nem Wet­ter einen ein­drucks­vol­len 360-Grad Pan­ora­ma­blick über Dub­lin. Son­ne sei Dank, wir konn­ten die Aus­sicht genie­ßen – das Guin­ness natür­lich auch.

Es ist schon 18 Uhr, als uns der rote Bus zurück in die City bringt. Er fährt eine gro­ße Schlei­fe und wir ler­nen mit dem Phoe­nix-Park einen der größ­ten euro­päi­schen Stadt­park­an­la­gen ken­nen. Hier befin­det sich auch mit dem Dub­li­ner Zoo der viert­äl­tes­te Zoo der Welt. Wau!

17-Henry Street-2Zurück in der Innen­stadt machen wir noch einen Abste­cher in die Hen­ry Street. Hier resi­die­ren die gro­ßen Kauf­häu­ser Arnotts, Debben­ham und Dun­nes. Es ist kurz vor Laden­schluss (19 Uhr), die Zeit reicht nur für einen kur­zen “Dip” ins Arnotts. Sehr ele­gant und chic – aber kei­ne Zeit mehr für ein Shop­ping Event. Zudem mel­det sich der Magen. Aber noch ein Blick die Stra­ße ent­lang in Rich­tung O’Connell Street. Dort erhebt sich der Spi­re, das Mill­en­ni­um­pro­jekt Dub­lins. Wirk­lich erstaun­lich, dass die­se “Nadel” nicht umfällt. Die Schwan­kun­gen an der Spit­ze betra­gen 1,50m.

17-Temple Bar-3Wir über­que­ren den Lif­fey auf der O’Connell Bridge und suchen uns in Temp­le Bar einen Pub, eigent­lich ist es mehr ein Restau­rant. Das Essen und vor allem der Wein sind aus­ge­zeich­net.

Zu Fuß geht es zurück ins Hotel. Die fri­sche Abend­luft ist ange­nehm. Aber die Füße … Nach einer guten hal­ben Stun­de errei­chen wir die Water­loo Lodge.

 Iri­sches Früh­stück

Zwei Würst­chen, Boh­nen, eine hal­be gegrill­te Toma­te, zwei gegrill­te Schin­ken­strei­fen, ein Spie­gelei, wei­ßer und schwar­zer Pud­ding ( eine Art Blutwurst?)und Toast­brot.

 Oscar Wil­de
(1854–1900)

Iri­scher Schrift­stel­ler u.a. Roman “Das Bild­nis des Dori­an Gray”; Erzäh­lung “Das Gespenst von Can­ter­vil­le”

Christ Church Cathe­dra­le

im früh­go­ti­schen Stil erbau­te Basi­li­ka Kon­fes­si­on: Church of Ire­land

Adres­se: Christ­church Pl, Dub­lin

Ein­tritt: 6€ (4,50€)

 

St. Patrick

St. Patrick ist der ers­te christ­li­che Mis­sio­nar in Irland und wird als Schutz­hei­li­ger des Lan­des ver­ehrt.
Adres­se: St Patrick’s Clo­se, Dub­lin 8

Ein­tritt: 6€ (5€)

 

Guin­ness Storeh­ouse

Muse­um über die Geschich­te und Her­stel­lung des Guin­ness Bie­res

Adres­se: St James’s Gate, Dub­lin 8

17-Guinnes Storehouse-13

Ein­tritt: 18€ (14,50€)

 

Zoo Dub­lin

Adres­se: Phoe­nix Park, Dub­lin 8

Ein­tritt: 16,80€ (13€)

 

The Spi­re
(Die Spit­ze)

Schlan­kes, hohes Säu­len­mo­nu­ment aus Edel­stahl mit einer Höhe von 123m; der Fuß ist  im Durch­mes­ser 3m breit, die Spit­ze umfasst nur 15cm.

 

Temp­le Bar

Dub­lins Alt­stadt, ein Tou­ris­ten anzie­hen­des Kul­tur­vier­tel am Süd­ufer des Lif­feys: Enge Gasen, his­to­ri­sche Häu­ser, Kopf­stein­pflas­ter, Musik an allen Ecken und Enden, unzäh­li­ge Pubs und Restau­rants; mun­te­res  Nacht­le­ben.

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