Carcassonne und Auch

 

13.09.2016

Die Son­ne scheint. Heu­te soll es noch ein­mal rich­tig heiß wer­den. Wir packen unse­re Sachen und machen uns nach dem Früh­stück auf den Weg nach Mar­ciac, unse­rer nächs­ten geplan­ten Unter­kunft. Unter­wegs hal­ten wir bei einem Wein­gut an und kau­fen eini­ge Fla­schen als Mit­bring­sel für zu Hau­se. Inzwi­schen weiß ich auch, es war ein guter Kauf!

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Ges­tern erhielt Lot­ti von der Ver­mie­te­rin eine E-Mail. Auf Fran­zö­sisch, wir haben gera­ten. Offen­sicht­lich müs­sen wir zwi­schen 16 bis 19 Uhr vor Ort sein. Wir bestä­ti­gen auf Eng­lisch und hof­fen auf Ver­ständ­nis.

13-cite-de-carcassonne-1Auf alle Fäl­le wol­len wir in Car­cas­son­ne Zwi­schen­sta­ti­on machen und uns die mit­tel­al­ter­li­che Alt­stadt, die auf einem Hügel über der neu­zeit­li­chen Stadt thront, anse­hen. Auf dem Weg dort­hin nut­zen wir die Auto­bahn und löh­nen wie­der Maut; dafür aber ent­spann­tes Fah­ren. In Car­cas­son­ne fah­ren wir direkt in das Zen­trum und dort in eine über­aus groß­zü­gi­ge, moder­ne Tief­ga­ra­ge unter dem Haupt­markt der Unter­stadt. Nur die sehr, sehr engen Ein­fahrt- und Aus­fahrt­tun­nel sind gewöh­nungs­be­dürf­tig. Da heißt es, lang­sam fah­ren, sehr lang­sam fah­ren. 

Nach einer hal­ben Stun­de haben wir den Berg erklom­men und ste­hen vor dem gro­ßen Tor einer gewal­ti­gen dop­pel­ten Fes­tungs­mau­er. Die Zeit für ein paar Fotos muss sein, dann tau­chen wir in die Alt­stadt ein.   13-cite-de-carcassonne-6

Die Cité von Car­cas­son­ne, Welt­kul­tur­er­be der UNESCO, ist eine Fes­tungs­stadt am rech­ten Ufer der Aude. Im Mit­tel­al­ter leb­ten hier bis zu 4000 Men­schen. Im 19. Jahr­hun­dert wur­de die ein­zig­ar­ti­ge Stadt­an­la­ge restau­riert. Auch heu­te ist sie noch bewohnt. Aber vor allem Tou­ris­ten bevöl­kern die engen Gas­sen, die anhei­meln­den Plät­ze mit den vie­len Restau­rants und Cafés, die Burg (Châ­teau com­tal) sowie die Basi­li­ka Saint-Nazai­re.

762Auf einem der Plät­ze las­sen wir uns in einem der Restau­rants nie­der, um etwas zu essen: eine Käse­plat­te für Lot­ti, ein Car­pac­cio für mich. Danach bum­meln wir durch die mit­tel­al­ter­li­chen Gas­sen und schau­en in eini­ge Kunst­hand­wer­k­er­lä­den her­ein. Ich erste­he eine Müt­ze, eine Art Müt­zen­hut. Lot­ti lacht. Na denn. Es ist echt scha­de, dass unse­re Zeit begrenzt ist. Hier gäbe es noch viel zu ent­de­cken. Aber wir müs­sen wei­ter. Dead­line ist 19 Uhr!

 

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Basi­li­ka Saint-Nazai­re

 

  
Um 16 Uhr star­ten wir nach Mar­ciac. Was nun pas­siert, ist gar nicht lus­tig. Bau­stel­len und Staus, wenn die­se auch über­schau­bar sind, ver­zö­gern unse­re Fahrt. Der Navi pro­gnos­ti­ziert die Ankunft um 20.30 Uhr. Ich fah­re, Lot­ti ruft die Ver­mie­te­rin an. Trotz aller Sprach­bar­rie­ren wird klar, dass sie nicht war­ten kann und wir nicht bis 19 Uhr in Mar­ciac sein wer­den. Da ist guter Rat teu­er. Was nun? Lot­ti ruft booking.com an und, man glaubt es kaum, wir wer­den sofort ver­bun­den und erhal­ten Hil­fe. Die Unter­kunft in Mar­ciac wird stor­niert. Wir wer­den uns in den nächs­ten zwei Tagen vor Ort selbst um eine Blei­be küm­mern. Auch nicht schlecht, es pas­siert etwas außer der Rei­he. Das bringt Schwung in den Laden, wenn auch kei­ne gro­ße Wel­le.
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Hotel De Fran­ce in Auch

Inzwi­schen macht sich das bereits ange­kün­dig­te Unwet­ter bemerk­bar. Es stürmt immer hef­ti­ger. Die Bäu­me bie­gen sich im Wind. Blät­ter­wol­ken pras­seln an die Front­schei­be. Jetzt fängt es auch noch an zu reg­nen. Wir errei­chen Auch, die his­to­ri­sche Haupt­stadt der Gas­co­gne. Bei schlech­ter Sicht dre­hen wir drei Run­den durch das Zen­trum. Dann haben wir die Ori­en­tie­rung: Markt­platz mit Hotel. Das kommt zur rech­ten Zeit. Wir bekom­men auch pro­blem­los ein Zim­mer und sind, als wir aus dem Fens­ter schau­en, heil­froh ein Dach über den Kopf zu haben. Trotz­dem, der Hun­ger klopft an, wir ver­las­sen das Hotel, um nach einem Abend­essen Aus­schau zu hal­ten. Das fin­den wir nur ein paar Schrit­te wei­ter direkt am Markt, im Café Dar­o­les. Sehr ange­nehm!

 

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