Berliner Zoo

 

Pan­da-Attrak­ti­on im Ber­li­ner Zoo

Har­den­berg­platz 8 (Löwen­tor) oder
Buda­pes­ter Stra­ße 34 (Ele­fan­ten­tor), 10784 Ber­lin 

Heu­te ist der 15. Juli 2017. Arvids „gro­ße“ Schwes­tern tref­fen sich mit Freun­den und gehen ins Kino. Unter elter­li­cher Beglei­tung fährt die gan­ze Trup­pe zum Pots­da­mer Platz. Arvid kommt in mei­ne Obhut. Wie es der Zufall so will, hat­ten wir bei­de vor kur­zem eine Doku­men­ta­ti­on über Pan­das gese­hen. Außer­dem sind die bei­den Pan­da­bä­ren, die vor eini­gen Tagen mit gro­ßen Bahn­hof in Ber­lin ange­kom­men sind, in aller Mun­de. Da ist die Fra­ge, was wir machen wol­len, schnell beant­wor­tet: Pan­das sehen! Also auf in den Ber­li­ner Zoo!

 Öff­nungs­zei­ten

01.1.–26.2.17:
9–16.30 Uhr

27.2.–26.3.17:
9–18 Uhr

27.3.–24.9.17:
9–18.30 Uhr

25.9.–29.10.17:
9–18 Uhr

30.10.–31.12.17: 9–16.30 Uhr

 

Ein­tritts­prei­se

Erwach­se­ne: 14.50 €

Schü­ler und Stu­den­ten: 10,00 €

Kin­der (4 bis 15 Jah­re): 7.50€

 

In der Tat der Ber­li­ner Zoo mit­ten im Zen­trum der Haupt­stadt ist schon etwas Beson­de­res. Er ist nicht nur mit sei­ner Eröff­nung am 1. August 1844 der ältes­te Zoo in Deutsch­land, son­dern auch der arten­reichs­te in der Welt.

Die Haupt­ein­gän­ge zum Zoo, der knapp 35 Hekt­ar umfasst, bil­den zwei impo­san­te Tore. Am Har­den­berg­platz, direkt gegen­über von Bahn­hof Zoo, emp­fängt das Löwen­tor die Besu­cher. In der Buda­pes­ter Stra­ße schrei­tet man durch das Ele­fan­ten­tor. Die­ses Tor, das Wahr­zei­chen des Zoo, wur­de 1899 errich­tet. Nach sei­ner Zer­stö­rung im 2. Welt­krieg wur­de es 1984 wie­der auf­ge­baut. Wir kom­men von der S-Bahn und nut­zen das Löwen­tor, des­sen acht Mona­te dau­ern­de Sanie­rung wur­de im Som­mer 2016 abge­schlos­sen. Immer­hin ist auch die­ses mehr als 100 Jah­re alt und hat eine wech­sel­vol­le Geschich­te. Für die Besu­cher ist die­ser Bereich sehr kom­for­ta­ble. Tickets kön­nen an neun Kas­sen erwor­ben wer­den, die auch bei unse­rem Besuch fast alle geöff­net waren. So hält sich das Anste­hen in Gren­zen. Wir betre­ten den Zoo.

Arvid hat sofort die Ele­fan­ten ent­deckt und bleibt fas­zi­niert ste­hen. So rie­si­ge Tie­re! Guck mal, die lie­ben sich. Die küs­sen sich mit den Rüs­seln! Und was die für Hau­fen machen! Der gro­ße hat so lan­ge Stoß­zäh­ne. Die meis­ten haben aber kei­ne.

Wir ent­de­cken einen Fel­sen und schwupp die wupp ist Arvid auch schon oben. Hier haben Gäm­sen ihr zu Hau­se. Die meis­ten haben sich in der Mit­tags­hit­ze ein schat­ti­ges Plätz­chen gesucht. Aber eini­ge sprin­gen den Fel­sen rauf und run­ter. Ganz erstaun­lich!

Wir las­sen uns Zeit ehe es wei­ter­geht zum Anti­lo­pen­haus. Hier inter­es­sie­ren vor allem die Giraf­fen. Arvid über­nimmt vol­ler Eifer das Foto­gra­fie­ren. 

Jetzt ist erst mal eine Pau­se ange­sagt. Wir schle­cken ein Eis und Arvid stu­diert ernst­haft die Kar­te. Wo sind denn nun die Pan­das?

Gleich um die Ecke her­um befin­det sich der neu ange­leg­te Pan­da-Gar­ten im chi­ne­si­schen Flair. Davor eine grö­ße­re Schlan­ge Men­schen, die gedul­dig war­ten, bis sie her­ein­ge­las­sen wer­den. Es geht schub­wei­se vor­wärts. Es dau­ert auch nicht lan­ge und wir sind im Pan­da-Haus. Hier leben die vier­jäh­ri­ge Meng Meng (Träum­chen) und der sechs­jäh­ri­ge Jiao Qing (Schätz­chen), jeder in sei­nem Quar­tier, die mit­ein­an­der durch einen Tun­nel ver­bun­den sind. Sie sind die ein­zi­gen Rie­sen­pan­das in einem deut­schen Zoo. Der Ber­li­ner Zoo hat­te schon ein­mal mit Bao Bao (Schätz­chen) und Yan Yan (Schö­ne) über vie­le Jah­re ein Rie­sen­pan­da­pär­chen, das aber inzwi­schen ver­stor­ben ist. Seit zwei Jah­ren erin­nern im Muse­um für Natur­kun­de Der­mo­plas­ti­ken – wie die an den Goril­la Bob­by und den Eis­bä­ren Knut– an Bao Bao und Yan Yan. Meng Meng lässt es sich gut­ge­hen. Sie sitzt und greift sich mit den Vor­der­pfo­ten den umlie­gen­den Bam­bus, den sie ohne Unter­lass genüss­lich sie kaut. Ver­hed­dern sich die Bam­bus­stan­gen und geht es ihr nicht schnell genug, wird sie ener­gisch. Ein lau­tes Ah im Publi­kum. Jiao Qing ler­nen wir schla­fend ken­nen. Er liegt auf dem Rücken, das Maul halb offen und rührt sich nicht. Ob er schnarcht, fragt Arvid. Sei­ne Hoff­nung auf eine Bewe­gung des Bären erfüllt sich nicht.

Nach dem Pan­da-Erleb­nis schla­gen wir einen Bogen zum Raub­tier­haus. Hier beob­ach­ten wir eine Löwin, die unru­hig durch ihr Revier streift. Von einer Pfle­ge­rin hören wir, dass der Löwe Pau­le vor zwei Jah­ren ein­ge­schlä­fert wer­den muss­te. Er ist 17 Jah­re alt gewor­den und er war schon sehr schwach und krank, erklärt sie. Wir haben ihn von sei­nen Lei­den erlöst. Arvid ist betrof­fen: Dann ist die Löwin jetzt ganz allein! Oder?
Danach geht es auf den Erleb­nis­spiel­platz, ein wun­der­schö­ner, gro­ßer und abwechs­lungs­rei­cher Tum­mel­platz für Kin­der. Ich habe Pau­se und Arvid pro­biert die Klet­ter­her­aus­for­de­run­gen aus. Jetzt ist Geduld gefragt.  Ich habe Zeit, mei­ne San­da­len vom Sand zu befrei­en.

Der Tag ist fort­ge­schrit­ten. Wir machen uns lang­sam auf den Rück­weg, obwohl es noch viel zu sehen gäbe. Das heben wir uns für einen zwei­ten Besuch auf. An der Eis­bä­ren­an­la­ge hof­fen wir einen Eis­bä­ren zu sehen. Der fünf­jäh­ri­ge Eis­bär­mann Wolod­ja ist vor­über­ge­hend vom Ber­li­ner Tier­park in den Zoo aus­quar­tiert wor­den. Von ihm ist aber nichts zu sehen. Still ruht der See – im wahrs­ten Sin­ne. Viel­leicht ist er auch schon wie­der zurück? Wir ent­de­cken noch ein gro­ßes Nas­horn. Das muss stark sein, meint Arvid.

Wir ver­las­sen den Zoo durch das Löwen­tor und fah­ren mit der S-Bahn zurück. Eine Super-Anbin­dung. Und ein Super­tag! Der Ber­li­ner Zoo ist immer wie­der einen Besuch wert.

 

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