Berlin – Hackesche Höfe

 

Berlin – Hackesche Höfe

Rosenthaler Straße 40, 10178 Berlin

Berlinbesucher haben bestimmt davon gehört oder gar kennengelernt: den Hackeschen Markt und die Hackeschen Höfe im Berliner Stadtbezirk Mitte. Woher kommt der Name? Und was macht die Gegend für Einheimische und Touristen so attraktiv?

Hackesche Markt

Das Altstadtviertel, die Spandauer Vorstadt, lag vor fast 300 Jahren noch vor den Toren von Berlin und wurde auf königlichen Erlass 1731 in Berlin eingemeindet. Der Stadtkommandant Hans Christoph Graf von Hacke leitete die Planungen zur städtischen Bebauung dieses Areals. So wurden Flächen neben der Stadtmauer für einen großer Markt eingeplant: Der Hackesche Markt entstand. Heute gibt es hier viele Gaststätten, Cafés und Geschäfte. Auch das Markttreiben mit seinen vielen Buden und Ständen zieht Besucher an.

Um 1900 entstand gegenüber dem Hackeschen Markt ein imposanter Gebäudekomplex. der Architekt Kurt Berndt schuf eine komplexe Wohn-und Gewerbeanlage, in der Gastronomie, kulturelle Einrichtungen, gewerbliche Produktionsstätten und städtisches Wohnen über acht Höfe miteinander verbunden waren.

Hauptzugang zu den Hackeschen Höfen

Die Hackeschen Höfe sind gut erreichen. Am besten man nutzt die S-Bahn (S5; S7) und steigt direkt an der Station „Hackescher Markt“ aus oder man fährt mit der U-Bahn (U8) bis Weinmeisterstraße. Tagsüber kann man durch alle Höfe bummeln. Nachts sind die Wohnhöfe geschlossen. In den vorderen Höfen mit Gastronomie und Kulturangeboten, wie in dem Varieté „Chamäleon“ und im „Hackesche Höfe Kino, pulsiert das Leben. Das gesamte Ensemble mit seiner beeindruckenden Jugendstilfassade steht unter Denkmalsschutz.

Varieté „Chamäleon“

Die Kasse zum Ticketkauf befindet sich im ersten Durchgang. Telefonische Ticketbestellung ist unter 030-4000590 möglich oder man nutzt die Internetseite CHAMAELEONBERLIN.COM.

Im 1. Hof befindet sich im Gebäude auf der linken Seite in der zweiten Etage das Varieté „Chamäleon“, das seit 15 Jahren besteht. Hier werden internationale Shows gezeigt. Akrobatik, Musik, Poesie, Imaginationen, Faszinationen – so in „Out Of Chaos“ oder „Le Coup“.

Die Größe des Saales überrascht mich. Das habe ich nicht erwartet: In der Mitte 40 quadratische Bistrotische mit je vier Stühlen, an den Seiten 18 hohe Bartische mit je vier Barstühlen, im hinteren Teil nochmals fünf Tische mit je drei Stühlen und auf dem Balkon 36 Sessel. Das bedeutet Platz für 236 Gäste, wenn meine Rechnung stimmt. Nach Abgabe der Garderobe, übrigens kostenfrei, wird man zu seinem Platz geführt. Schon erscheint auch eine Bedienung und nimmt, je nach Wunsch, Essen- und Getränkebestellungen auf. Alles gut organisiert. Die Vorstellung kann beginnen. Freunde des Varietés werden hier auf ihre Kosten kommen.

Hackesche Höfe Kino“

Ein Stockwerk über dem Varieté in der dritten (obersten) Etage hat das „Hackesche Höfe Kino“ sein Domizil. Ein Kino, das etwas aus dem Rahmen fällt – was seine Architektur als auch sein Programm betrifft. In fünf Sälen werden vor allem Arthouse-Filme, meist mit Untertiteln, gezeigt. Ebenso sind Filmpremieren mit Gästen, Filmreihen, Festivals fester Bestanteil des Konzeptes. Saal 1 ist mit 274 Plätzen der größte, Saal 4 mit 44 Plätzen der kleinste Saal. Die Karten (Montag: 7,50€; Dienstag bis Donnerstag: 9€; Freitag bis Sonntag: 10€) kauft man im Foyer an der Theke. Hier gibt es auch Getränke und einige Snacks. Natürlich können Karten auch Online unter www.hoefekino.de erworben werden.

Wartezeiten bis zum Filmstart lassen sich in bequemen Sitzecken überbrücken. Diese Zeit kann auch nutzen, um diverse Filmplakate und einschlägige Collagen anzuschauen. Ich habe vor einiger Zeit hier den Film „Systemsprenger“ gesehen. Vielleicht zu beachten ist die freie Platzwahl.

Ein sehr interessantes Kino. Allerdings müssen die Treppen bis zur dritten Etage bewältigt werden. Einen Lift habe ich nicht entdeckt.

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