Auf nach Torgau

 

18. Mai 2017: Tor­gau – wir kom­men!

Han­na und Gero kom­men nach Ber­lin. Wir haben eine vier­tä­gi­ge Rei­se geplant: Im Luther-Jahr auf Luthers Spu­ren, aber etwas abseits von den popu­lä­ren Rou­ten. Die hat­ten wir bereits vor zwei Jah­ren erkun­det, bevor der gro­ße Run auf die His­to­rie los­ging.

Heu­te fah­ren wir nach Tor­gau, einer Stadt in Nord­sach­sen mit ca. 20.000 Ein­woh­nern, direkt an der Elbe gele­gen. Tor­gau mag vie­len nicht bekannt sein, aber die Stadt kann auf eine 1000jähige Geschich­te ver­we­sen. Das macht neu­gie­rig!

Wir star­ten kurz vor Mit­tag und wagen den Weg über die Ber­li­ner Stadt­au­to­bahn. Und wir haben Glück, kein Stau, der Ver­kehr rollt. Auf der A13 geht es wei­ter bis Luckau. Dort signa­li­siert das Navi: Abfah­ren! Nun also über die Land­stra­ße B87. Es fährt sich gemüt­lich. Son­nen­schein, über­schau­ba­rer Ver­kehr, gute Stim­mung.

Guter Din­ge geht es ohne Pro­ble­me bis nach Tor­gau zu unse­rem Hotel „Zum Brau­haus“. Es liegt am Ran­de der Stadt und wir kön­nen bequem par­ken. Tor­gau ist nicht sehr groß. Ein zehn­mi­nü­ti­ger gemüt­li­cher Fuß­weg durch einen Park führt direkt ins Stadt­zen­trum. Nach dem Ein­che­cken machen wir uns nach einer klei­nen Ver­schnauf­pau­se auch auf den Weg, um uns einen ers­ten Ein­druck von Tor­gau zu ver­schaf­fen. Wir dre­hen eine Run­de durch die Innen­stadt, stau­nen über das gewal­ti­ge Rat­haus, sehen das impo­san­te Schloss Har­ten­fels, inter­es­sie­ren uns für die an vie­len Orten auf­ge­stell­ten Infor­ma­ti­ons­ste­len. Das Rat­haus wur­de in der Mit­te der 16. Jahr­hun­derts errich­tet und zählt in die­ser Zeit zu den größ­ten Rat­häu­sern in Sach­sen. Das wirft schon ein Licht auf die Bedeu­tung von Tor­gau in jenen Tagen. Gegen­über dem Rat­haus in einem klei­nen Café am Mark­platz neh­men wir einen Imbiss. Es ist kurz vor 16 Uhr. Die Bedie­nung räumt zügig alle drau­ßen ste­hen­den Tische und Stüh­le rein. Oh je, gleich wird das Café schlie­ßen, so unse­re Befürch­tung. Nein, beru­higt sie, wir haben bis 18 Uhr auf. Ach so. War­um Tische und Stüh­le aller­dings zwei Stun­den vor­her schon weg­ge­räumt wer­den, bleibt ihr Geheim­nis.

 

   Tor­gau­er Brau­hof –
Hotel und Restau­rant
War­schau­er Stra­ße 8, 04860 Tor­gau

Blick auf das Rat­haus

Beginn der Fuß­gän­ger­zo­ne

Noch ein kur­zer Blick auf Schloss Har­ten­fels, das Wahr­zei­chen von Tor­gau. Wir betre­ten den Innen­hof. Ein Durch­gang neben der Kir­che führt vor­bei an dem Lapi­da­ri­um, in dem die Bau­ge­schich­te des Schlos­ses dar­ge­stellt ist, direkt an die Elbe. Nur ein paar Schrit­te und wir sind am Was­ser. Eine fri­sche Bri­se, wie ange­nehm. Ein monu­men­ta­les Denk­mal erin­nert an das Zusam­men­tref­fen der sowje­ti­schen und ame­ri­ka­ni­schen Trup­pen am 25. April 1945 auf der gespreng­ten Elb­brü­cke. Nach einem kur­zen Spa­zier­gang ent­lang dem Elb­ufer keh­ren wir zurück in den Schloss­hof. Mor­gen wol­len wir und das alles bei fri­schen Kräf­ten genau­er anse­hen.
 Unser ers­ter Ein­druck: Wo sind die Men­schen? Tor­gau ist fein her­ge­rich­tet, aber sei­ne Ein­woh­ner sind nicht zu sehen. Wir ent­wer­fen einen Plan für die nächs­ten zwei Tage. Am Abend nut­zen wir das hotel­ei­ge­ne Restau­rant, um den Tag aus­klin­gen zu las­sen. 

 

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