Abenteuer Legoland

Abenteuer LEGOLAND
Potsdamer Straße 4, 10785 Berlin

Wer hätte das gedacht, dass Kinder solche Ausdauer, solche festen, konkreten Wünsche haben 😉 . Immer, wenn ich meinen fünfjährigen Enkel Arvid fragte, was wir gemeinsam unternehmen wollten, kam in letzter Zeit nur eine Antwort: LEGOLAND. Ins LEGOLAND fahren. Du hast es versprochen. Ja, das hatte ich. Die Begeisterung des Kindes war ansteckend. Allein wäre ich wohl kaum auf diese Idee gekommen. Übrigens kann man auch als Erwachsener nur mit (mindestens) einem Kind das LEGOLAND besuchen.

IMG_7841Auf jeden Fall sollte man sich vorher im Internet informieren. Wann möchte man dorthin fahren? Was gibt es für Angebote? Essen und Trinken? Und vor allem, was kostet es? Eine Buchung im Internet ist bedeutend billiger, aber nicht billig. Anstatt 18,50€ zahlt man pro Person 11€. Nur Kinder unter drei Jahren haben freien Eintritt. Auch das Wann ist zu bedenken, weil die Einlasszeit gewählt werden muss. Die Aufenthaltsdauer ist ab Einlasszeit unbeschränkt.

Wir sind an einem Wochentag ab 12 Uhr dort. Immer voll beschäftigt und in Aktion. Bei mir stellen sich nach einer gewissen Zeit Ermüdungserscheinungen ein. Arvids Ausdauer ist dagegen unerschöpflich – ganz erstaunlich. Erst nach 3,5 Stunden machen wir uns – nach meinem sanften Drängen – auf den Heimweg.

Das Baukastensystem aus Dänemark mit den bunten Kunststoffklötzchen gibt es schon seit 1949. Der Name LEGO ist Programm. Er heißt so viel wie „spiel gut“. Ein schönes Motto. Schauen wir mal.

Ja, was kann man dort erleben? Zunächst ist es beeindruckend, was alles mit Legobausteinen gebaut und nachgebaut werden kann. Gleich am Anfang steht man vor dem MINILAND, der Berliner Stadtkulisse: Schloss, Reichstag, Bahnhof, Brandenburger Tor, Flughafen, die Spree, Berliner Dom – ich könnte noch mehr aufzählen. Und überall Bewegung: S-Bahnen, U-Bahnen und Straßenbahnen fahren, Kräne bewegen sich, der Mauerfall wird simuliert und Tag- und Nachtimpressionen werden durch Dimmen des Lichtes nachgestellt. Was ist für Arvid interessant? Offensichtlich all das, was sich bewegt, wo Geräusche erzeugt werden, wo mit Licht gespielt wird.

Zehn Stationen werden angeboten und auf einem Laufzettel kann man mit einem Stempel dokumentieren, welche Station man besucht hat.IMG_7760 Wir bauen mit Legosteinen, die in Massen und in den vielfältigsten Formen zur Verfügung stehen. Plötzlich ein Staunen: Eine Rakete startet, richtig mit Krach und Rauch, ein Lego-Shuttle – das schlägt ein und muss mehrmals beobachtet werden. Wir sind im Space Mission. Auf einem Monitor verfolgen wir den Start der Rakete. Etwas ältere Kinder können sicher mit der Weltraumkontrollstation noch mehr anfangen. Arvid ist von dem realen Modell und dessen Countdown fasziniert.

Merlins Zauberschüler heißt das Karussell, das wir jetzt entdecken. Natürlich muss man sich erst anstellen, ehe man eine Gondel besteigen kann. Das Karussell dreht sich und wenn man kräftig in die Pedalen tritt, steigt man höher und höher – wenn man nicht in die Pedalen tritt, wohl auch? Egal, es ist ein Heidenspaß.

Anschließend besuchen wir die LEGO-Fabrik. Wir erfahren in einer praktischen Vorführung, wie ein LEGO-Stein entsteht. Grundsätzlich interessant, aber ich denke, das ist etwas für ältere Kinder. Es sollten auch nicht so viele Kinder auf einmal eingelassen werden. Und man sollte sich mehr Zeit mit der Demonstration und Erklärung lassen – vorausgesetzt alle können etwas sehen und dem folgen.  

IMG_7770Auch Basteln nach Anleitung steht auf dem Programm – im Discovery Centre Modellbauer, wenn man möchte. Wir kommen gerade hinzu, als eine neue Runde startet: Bauen einer Biene aus Legoteilen. Für die kleinen Hände, sprich die Feinmotorik, keine leichte Aufgabe. Aber der junge Mann, die das Bauen anleitet, macht das Schritt für Schritt, mit klaren Hinweisen und Demonstrationen. Dort, wo es nötig ist bzw. nachgefragt wird, gibt er individuelle Unterstützung. Perfekt! Natürlich wollen die Kinder ihre gebaute Biene mit nach Hause nehmen. Ist auch möglich – für 3,50€.

Kleine Pause. Etwas essen und trinken. Mitten im Legoland gibt es ein Café mit Snacks, wie Brezeln, Muffins, Hotdogs, Pizza, und verschiedenen Getränken. Wir machen es uns an einem der Tische bequem und stärken uns. Natürlich nicht allzu lange, denn es gibt noch viel zu entdecken.

Da die Autoteststrecke: Lego-Racers. Jeder kann sich seinen Rennwagen aus Legoteilen zusammenbauen und auf der Berg- und Talstrecke testen. Hier ist Arvid ganz in seinem Element. Auch bekomme eine wichtige Funktion zugewiesen: Auto-Zurückbringer. Na immerhin.

Jetzt gehen wir ins Kino: 4-D-Kino mit Brille. Ein Legotrickfilm wird vorgeführt, eine kleine Story. Ob die Kinder den Sinn verstehen? Ich habe meine Zweifel. Aber sie sind begeistert. Jede Menge Action, die Dinge scheinen zum Greifen nah, Wind, Regen, Schnee, sogar Blitze sind erlebbar. Wau! Das gefällt ungemein, Arvid will den Film gleich noch einmal sehen. Geht leider nicht sofort. Die Filmzeiten sind zu beachten.

Nach dem Sitzen im Kino ist wieder Bewegung angesagt. Was eignet sich hierzu besser als ein Klettergerüst. Klettern, rutschen, balancieren, schwingen, einfach toben – und das alles bei gutes Polsterung. Kein Wunder, das Arvid nicht zu bremsen ist und seinen Spaß hat.

Doch jetzt hat er noch etwas Neues entdeckt, die Drachenbahn – eine Gespensterbahn für Kinder. Auf dem Weg durch das Labyrinth begegnen uns die merkwürdigsten Gestalten aus vergangener Zeit: König und Narr, Ritter, ein üppiges Gelage im Schloss, die Essenzubereitungen in der Schlossküche, die gruslige Folterkammer, überall kleine Mäuse und – ein Drache, der Feuer und Dampf speit. Dreimal sind wir durch dieses Labyrinth gefahren und dreimal mit Wasser bespritzt worden – sehr zu Freude von Arvid. Das hätten wir noch mehrmals wiederholen können. Aber irgendwann muss mal Schluss sein. Beim Passieren des Drachens wird von jedem Besucher ein Foto gemacht, das man abschließend kaufen kann – für 9€. Dazu sage ich nichts. Das spricht für sich selbst.

IMG_7801Zum Abschluss errichteten wir mit Duplo-Steinen einen Riesenturm. Immer höher. Oh, der Turm wackelt schon gefährlich. Macht nichts, einer geht noch.

Wir bewundern noch einmal die riesigen Phantasiefiguren, ehe wir das LEGOLAND verlassen und uns auf den Heimweg begeben.

 

 

Ein Kommentar zu “Abenteuer Legoland

  1. Regina Schenkel

    Danke für den schönen Tipp. Ich werde mich dort als Erwachsener an einem Regentag mal so richtig austoben und wieder Kind sein wollen.

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