Noch ein Blick auf das “Book of Kells” und “Good Bye”

22. April 2016

Ein (vor­erst) letz­tes iri­sches Früh­stück. Packen. Heu­te ist unser letz­tes Tag in Dub­lin. Gegen 10 Uhr fah­ren wir mit dem Bus 39A in die City. Bis zum Rück­flug haben wir noch gut vier Stun­den Zeit. Die wol­len wir nut­zen, um uns im Tri­ni­ty Col­le­ge das berühm­te Book of Kells anzu­schau­en. Der Uni­ver­si­täts­cam­pus mit­ten in der Stadt ist groß­zü­gig ange­legt und ver­bin­det klas­si­sche mit moder­ner Archi­tek­tur.

22-Trinity College-9In einem der Innen­hö­fe befin­det sich eine sehr inter­es­san­te, in der Son­ne glän­zen­de Bron­ze­skulp­tur, die sofort die Bli­cke und das Inter­es­se der Besu­cher auf sich zieht: Sphe­re with sphe­re wur­de 1982/83 von dem ita­lie­ni­schen Bild­hau­er Arnal­do Pomo­do­ro geschaf­fen.

Eine Haupt­at­trak­ti­on ist die 1732 gebau­te Alte Biblio­thek, in der das berühm­te Book of Kells auf­be­wahrt wird. Wei­te­re 200.000 wert­vol­le, alte Bücher und Schrif­ten sind im  65m lan­gen Lese­saal, dem Long Room unter­ge­bracht.

22-Trinity College-11Wir kön­nen nicht fehl­ge­hen, müs­sen nicht fra­gen. Vor dem Ein­gang zur Alten Biblio­thek hat sich schon eine rela­tiv lan­ge Schlan­ge von War­ten­den gebil­det. Aber die War­te­zeit­zeit ist über­schau­bar. Schon bald wird wie­der eine grö­ße­re Grup­pe ein­ge­las­sen. Wir haben unse­re Roll­kof­fer dabei. Zu unse­rem gro­ßen Erstau­nen kön­nen wir die­se mit in die Biblio­thek und Aus­stel­lungs­räu­me neh­men. Ist nicht sehr bequem, zumal sich nicht weni­ge Men­schen durch die Räum­lich­kei­ten bewe­gen. Ver­schie­de­ne sehr alte Bücher mit den Evan­ge­li­en sind Gegen­stand der Aus­stel­lung. Gro­ße Fak­si­mi­les von aus­ge­wähl­ten Sei­ten sind in Wand­vi­tri­nen aus­ge­stellt. Das Book of Kells – 2011 zum Welt­do­ku­men­ten­er­be erklärt – liegt auf­ge­schla­gen in einer Tisch­vi­tri­ne, sodass zwei Sei­ten sicht­bar sind. 

22-Trinity College-7Wir schlep­pen unse­re Kof­fer mit uns, die Trep­pe hoch, die zum Lese­saal, dem Long Room, führt. Links und rechts in hohen Nischen ein­ge­bau­te Rega­le voll mit his­to­ri­schen Büchern. In jeder Nische befin­det sich ein Lese­tisch in Form eines Steh­pul­tes. Nach Durch­que­rung des Saa­les führt eine Trep­pe hin­un­ter in einem Sou­ve­nir-Shop.

Nun wird es Zeit. Noch ein Blick auf den Cam­pa­ni­le des Tri­ni­ty Col­le­ges, dann müs­sen wir Dub­lin City in Rich­tung Flug­ha­fen ver­las­sen.

Ein Air­link-Bus bringt uns in gut 30 Minu­ten zum Flug­ha­fen. Alles pünkt­lich mit genü­gend Zeit zum Ein­che­cken. Noch ahnen wir nicht, was auf uns zukom­men soll. Wir wol­len, “wie immer” ein­che­cken, zei­gen unse­re Päs­se und nen­nen das Flug­ziel: Ber­lin. Aber es ist kei­ne Abfer­ti­gung “wie immer”, son­dern ein Boar­ding bei Ryan­air. Man erwar­tet die Flug­gäs­te mit aus­ge­druck­ter Bord­kar­te. Damit kön­nen wir aber nicht die­nen. Zum einen hat­ten wir den Flug kurz­fris­tig umge­bucht, zum zwei­ten gar kei­ne Mög­lich­keit, etwas kurz­fris­tig aus­zu­dru­cken. Von die­sem Ein­wand ist das Ryan­air-Per­so­nal völ­lig unbe­ein­druckt. Wir wer­den an den Ser­vice-Schal­ter ver­wie­sen. Dort erhal­ten wir die Bord­kar­ten gegen eine Gebühr von jeweils 45€. Na dan­ke schön auch Ryan­air! Mit die­sen Kar­ten keh­ren wir an den Ein­check­schal­ter zurück, um die Kof­fer auf­zu­ge­ben. Hier haben wir vor­aus­schau­end eini­ge Flüs­sig­kei­ten ver­staut, die nicht im Hand­ge­päck mit­ge­nom­men wer­den dür­fen. Nächs­te Über­ra­schung bei Ryan­air: Unse­re Kof­fer wer­den nicht ange­nom­men. War­um? Eine gute Fra­ge, aber kei­ne plau­si­ble Ant­wort. So kommt es wie es kom­men muss: Alle Flüs­sig­kei­ten über 100ml – Geträn­ke und Kos­me­ti­ka – wer­den aus­sor­tiert. Am Flug­zeug war­tet eine wei­te­re Über­ra­schung auf uns: Als wir mit unse­ren Kof­fern zum Flie­ger gehen, wer­den wir ange­hal­ten, unse­re Kof­fer wer­den uns abge­nom­men und im Lade­raum des Flie­gers ver­staut. Ja, da staunt man!

Jam­mern hilft nicht. Viel­leicht soll­ten wir dank­bar sein, dass wir mit­flie­gen dür­fen. Rei­sen­de, die oft mit die­ser Flug­ge­sell­schaft flie­gen, ken­nen das Pro­ze­de­re und haben sicher kei­ne Pro­ble­me. Für Rei­sen­de wie wir, die Gele­gen­heits­flie­ger sind, ist Ryan­air nicht zu emp­feh­len.

Tri­ni­ty Col­le­ge

Uni­ver­si­tät in Dub­lin, gegrün­det 1592 von Eli­sa­beth I

17-Trinity College-1

Adres­se:  Col­le­ge Green, Dub­lin 2, Irland

 

 Book of Kells

ent­stand wahr­schein­lich um 800 im schot­ti­schen Klos­ter Iona. Es ent­hält die vier Evan­ge­li­en und gehört heu­te zum Welt­do­ku­men­ten­er­be. Schrift, Bil­der und Sym­bo­le sind kunst­voll und farb­lich gestal­tet.

Ein­tritt: 11€ (9€)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Air­link Express:

Hin- und Rück­fahrt Flug­ha­fen <-> Zen­trum: 10€

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