Malahide – ein Seebad am Meer

20. April 2016

Unse­re Tages­pla­nung sieht den Besuch des Schrift­stel­ler­mu­se­ums, die Besich­ti­gung von Dub­lins City Gal­le­ry The Hugh Lane und einen Aus­flug nach Mala­hi­de vor. Doch der Tag beginnt etwas  chao­tisch! Wir haben einen Tag zuvor her­aus­ge­fun­den, dass wir mit dem 46A bis ins Stadt­zen­trum nahe dem Schrift­stel­ler­mu­se­um fah­ren kön­nen. Und so star­ten wir den Tag und neh­men auf dem Ober­deck des Dop­pel­stock­bus­ses Platz, ganz vorn ist noch frei. Pri­ma, wir wol­len schließ­lich mög­lichst viel sehen. Und es gibt viel zuse­hen, so ver­pas­sen wir “unse­re” Hal­te­stel­le. Ich gehe hin­un­ter im Glau­ben, Lot­ti folgt mir. Beim nächs­ten Halt stei­ge ich aus. Alles geht blitz­schnell; ist eben ein Lini­en­bus und kein Sight­see­ing-Bus. Als ich mich umdre­he, fährt der Bus schon los und kei­ne Lot­ti zu sehen. Na toll! Was tun? ich lau­fe in Rich­tung der nächs­ten Hal­te­stel­le, aber kei­ne Lot­ti zu sehen. Dafür klin­gelt mein Han­dy: Siehst du die gro­ße Kir­che? Ja, sehe ich. Da tref­fen wir uns. Ja, Dank Han­dy und Kir­che alles wie­der gut.

Wir haben einen klei­nen Fuß­marsch zum Schrift­stel­ler­mu­se­um. 20-Schriftstellermuseum-2Die­ses befin­det sich in einem denk­mal­ge­schütz­ten, lie­be­voll restau­rier­ten geor­gia­ni­schen Gebäu­de am Par­nell Platz. Hier tref­fen wir u.a. auf Jona­than Swift, den Autor von “Gul­li­vers Rei­sen”, eine schar­fe Gesell­schafts­sa­ti­re, auf Bram Sto­ker, der 1897 “Dra­cu­la” ver­öf­fent­lich­te, Oscar Wil­de (“Das Bild­nis des Dori­an Gray”), auf den Nobel­preis­trä­ger Georg Bern­hard Shaw (“Pyg­ma­li­on”), James Joy­ce (“Ulys­ses”), Samu­el Beckett (“War­ten auf Godot”) und Frank McCourt (“Die Asche mei­ner Mut­ter”). Mit Hil­fe eines deutsch­spra­chi­gen Audio-Gui­des ver­schaf­fen wir uns einen Über­blick und Detail­in­for­ma­tio­nen. So ist es inter­es­sant, dass ein Fak­si­mi­le vom “Book of Kells” zu sehen ist. Das wol­len wir uns noch im Ori­gi­nal anschau­en. Doch dazu spä­ter.

20-City-Gallery-5Gleich neben dem Schrift­stel­ler­mu­se­um befin­det sich The Hugh of Lane, Dub­lins City Gale­rie. Hier ist der Ein­tritt kos­ten­los. Hier sind u.a. Wer­ke von fran­zö­si­schen Künst­lern, wie Manet, Degas, Renoir, Mor­isot, Bou­din (s. Foto) und Rodin zu besich­ti­gen. Im Gebäu­de befin­den sich ein Buch­la­den und ein Café. Letz­tes ist uns gera­de recht für eine klei­ne Stär­kung. Der Cap­puc­ci­no ist aus­ge­zeich­net.

20-Erinnerungsgarten-9Oh, die Son­ne lacht und lädt uns ein in den mit far­ben­fro­hen Tul­pen geschmück­ten Gar­den of Remem­bran­ce, der sich gegen­über der Gale­rie befin­det.

Von hier aus machen wir uns zu Fuß auf den Weg zur Con­nel­ly-Sta­ti­on, um mit dem DART nach Mala­hi­de zu fah­ren. Am Fahr­kar­ten­au­to­ma­ten sind wir inzwi­schen Pro­fi. Das klappt. Die Zug­fahrt dau­ert etwa eine hal­be Stun­de. Mala­hi­de ist ein hüb­sches See­bad mit einem klei­nen Hafen. Prunk­stück des Ortes ist eine gro­ße, sehr gepfleg­te öffent­li­che Park­land­schaft mit einem Schloss aus dem 11. Jahr­hun­dert, das im Rah­men einer Füh­rung besich­tigt wer­den kann. Der Ein­tritts­preis gilt für das Schloss und den Bota­ni­schen Gar­ten. Wir sind aller­dings zu spät. Die letz­te Füh­rung hat bereits begon­nen.

20-Malahide-4Macht nichts, der Park und das son­ni­ge Wet­ter hal­ten uns schad­los.  Erst als die Son­ne zu sin­ken beginnt, wan­dern wir zurück in den Ort und suchen uns einen gemüt­li­chen Pub. Das ist auch kein Pro­blem. Wir wer­den schnell fün­dig und lan­den mit Gibney’s Pub einen rich­ti­gen Tref­fer: Ein Pint Guin­ness, ein Pint Smit­hwicks, eine Käse- und eine Lachs­plat­te. Hmm!

Unse­re Rück­fahrt tre­ten wir erst nach 21.00 Uhr an. Der Zug fährt lei­der nur bis Pear­se Sta­ti­on. Das bedeu­tet einen ver­län­ger­ten Fuß­weg zum Hotel. Hier muss Lot­ti noch eine Guin­ness-Dose inspi­zie­ren. Und tat­säch­lich, sie ent­hält eine Kugel (floa­ting wid­get) mit einem Gas (30% Koh­len­säu­re und 70% Stick­stoff), die beim Öff­nen der Dose das Gas frei­setzt, um den wei­chen Schaum zu pro­du­zie­ren. Wie frisch gezapft. Was es nicht alles gibt!

Dub­lin Wri­ters Muse­um

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Das Lite­ra­tur­mu­se­um der Repu­blik Irland wur­de 1991 eröff­net.

Adres­se: 18 Par­nell Squa­re, Dub­lin 1

Ein­tritt: 7,50€ (&,50€) inklu­si­ve Audio-Gui­de

 

 

Oscar Wil­de

Von allem den Preis, von nichts den Wert ken­nen.”

 

Geor­ge Bern­hard Shaw

Was wir brau­chen, sind ein paar ver­rück­te Leu­te; seht euch an, wohin uns die Nor­ma­len gebracht haben.

 

James Joy­ce

Feh­ler sind das Tor zu neu­en Ent­de­ckun­gen

 

 

 

 

 

 

 

 Hugh of Lane

ers­te städ­ti­sche Gale­rie für moder­ne Kunst,  wur­de 1908 eröff­net.

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Adres­se: Cha­rel­mont House, Par­nell Squa­re N, Dub­lin 1, Irland

  

Gar­ten der Erin­ne­rung

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Erin­ne­rungs­stät­te an die Toten, die der iri­sche Frei­heits­kampf gekos­tet hat.

Mala­hi­de

Küs­ten­stadt nörd­lich von Dub­lin mit gut 13.000 Ein­woh­nern

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Adres­se: Back Road, Mala­hi­de, Co. Dub­lin, Irland 

Eintritt:12,00€/7,50€

 

Gibney’s Pub

Adres­se: 6 New St, Mala­hi­de, Co. Dub­lin, Irland

 

 

 

 

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