Ein Tag im Krankenhaus

 

24. Juli 2017

Ich sit­ze im Kran­ken­haus Roy­al Infir­ma­ry und las­se diver­se Unter­su­chun­gen über mich erge­hen. Blut­ab­nah­men, Rönt­gen, EKG usw. Lot­ti und ich ver­ab­re­den, unse­re Rund­rei­se abzu­bre­chen, aber noch eini­ge Tage in Edin­burgh zu blei­ben (in Kran­ken­haus­nä­he) und eher als geplant zurück­zu­flie­gen. Erst gegen vier Uhr mor­gens Lot­ti zurück ins Hotel. Eine Stun­de spä­ter wer­de ich auf eine Über­wa­chungs­sta­ti­on gebracht – zur Sicher­heit, wie es heißt. Kaum bin ich ein­ge­schla­fen, weckt mich die Mor­gen­schwes­ter. Mit schwant, mit dem Aus­schla­fen wird es wohl nichts wer­den. Ich soll­te Recht behal­ten.

Im Hotel „The Place“ war es unse­re letz­te gebuch­te Über­nach­tung. Heu­te woll­ten wir unser Miet­au­to in Emp­fang neh­men und in den Nor­den Schott­lands star­ten. Lei­der ist eine Ver­län­ge­rung im „The Place“ nicht mög­lich. Alle Zim­mer sind belegt. Schön für das Hotel. Lot­ti ist gefor­dert. Ich hän­ge ver­ka­belt im Kran­ken­haus. Mehr als dumm gelau­fen.

Was ist zu tun? Miet­au­to und alle im Vor­aus gebuch­ten Hotels sind zu stor­nie­ren. Eine neue Unter­kunft in Edin­burgh ist zu orga­ni­sie­ren und mit dem gesam­ten Rei­se­ge­päck dahin umzu­zie­hen.

Es ist schwie­ri­ger als gedacht, ein Hotel­zim­mer zu fin­den. Edin­burgh berei­tet sich auf sei­ne Fest­spie­le im August vor und offen­sicht­lich sind schon vie­le Besu­cher ange­reist. Schließ­lich kann Lot­ti im Hotel Leo­nar­do nahe dem Bahn­hof Hay­mar­ket ein Zim­mer für uns buchen. Mit dem Taxi schafft sie alle unse­re Sachen in die neue Unter­kunft, die übri­gens viel ange­neh­mer als unser klei­nes Zim­mer im „The Place“ ist. Glück gehabt!

Wäh­rend Lot­ti rotiert, ver­brin­ge ich den Tag bis 16.30 Uhr im Kran­ken­haus. Dann kommt die Ent­war­nung. Dehy­drie­rung und Stress wer­den als Ursa­chen für den Schwä­che­an­fall aus­ge­macht. Immer genü­gend trin­ken, alles in Ruhe ange­hen – dann stün­de unse­rer Rei­se nichts im Wege. Aber, wie schon gesagt, wir wol­len kei­ne Risi­ko ein­ge­hen und blei­ben bei unse­ren ver­än­der­ten Rei­se­be­din­gun­gen. Die Schwes­ter, übri­gens das gesam­te medi­zi­ni­sche Per­so­nal, sehr enga­giert und hilfs­be­reit, ruft mir ein Taxi. Sie bringt mich noch bis zum Aus­gang und war­tet bis das Taxi ein­trifft. Oh wie schön, ein altes Taxi. Es ist das ers­te Mal, dass ich in so einem his­to­ri­schen Wagen fah­re.

Das Taxi bringt mich zum Leo­nar­do-Hotel. Lot­ti hat­te die neue Adres­se tele­fo­nisch über­mit­telt. Auf­at­men. Das Schlimms­te ist über­stan­den. Ein gutes Zei­chen: Der Magen mel­det sich. Wir gehen in das Hotel-Restau­rant. Mein Gott, was war das für ein Tag!

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