Ausflug auf die Halbinsel Howth

 

  19. April 2016

Heute wollen wir die Umgebung von Dublin erkunden und haben uns für einen Ausflug auf die Halbinsel Howth entschieden. Wir nutzen dazu die DART-Bahn, ein elektrisch betriebenes Nahverkehrsmittel, das meist im halben Stunden Takt fährt. Howth ist eine der Endstationen. Von Dublin aus fährt man ca. eine halbe Stunde. Das Interessante für uns an diesem Unterfangen ist die eigenständige Organisation:

  • Was ist in der Umgebung von Dublin sehenswert?
  • Wie ist dieser Ort zu erreichen?
  • Welcher zeitliche Aufwand ist einzuplanen?
  • Was kostet die Fahrt?
  • Wo bekommt man wie die Fahrkarten?
  • Welche Abfahrtszeiten sind zu beachten?
  • Wo befindet sich der Abfahrtsort (z.B. der Bahnhof oder die Bushaltestelle)?
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Bahnsteig des DART

Nachdem wir all die Fragen für uns zufriedenstellend beantwortet hatten, machen wir uns auf den Weg zur DART-Station Grand Canal Dock; vom Hotel bis dahin ein Fußweg entlang des Grand Canal von ca. einer guten halben Stunde. Fahrkarten gibt es am Automaten vor dem Bahnhof. Ein bisschen Geduld, dann klappt die Bedienung. Ein Return-Ticket (hin und zurück) ist günstiger. Der Zug ist pünktlich und ab geht’s in Richtung Howth durch die Innenstadt mit Blick auf das Hafenviertel.

Howth ist eine kleine Stadt auf der der Halbinsel Howth Head. Es wird noch etwas Fischerei betrieben, doch es scheint, dass dieser Ort sich zum attraktiven Rückzugsgebiet wohlhabender Dubliner entwickelt. Aber auch Touristen gehen hier auf Entdeckungstour – genau wie wir.

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Leuchtturm am Hafen

Zunächst spazieren wir zum Hafen, der nahe am Bahnhof liegt. Überall wird frischer Fisch angeboten, darunter für uns Landratten die seltsamsten Exemplare.

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Fischlieferung

Wir erklimmen die Hafenmauer, machen ein paar Fotos und spähen zur Insel Irland’s Eye hinüber, eine kleine Insel, die Howth vorgelagert ist und als Vogelschutzgebiet dient. Aber Nicht nur Vogelkundler auch Touristen können sich mit einer Fähre übersetzen lassen und die Insel erkunden.

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Klippen von Howth mit Vogelkolonien

Wir entscheiden uns aber für eine Wanderung entlang der Klippen. Auch hier treffen wir auf große Vogelkolonien, meist irgendeine Art von Möwen, die an den steilen Felsen ihre Nester bauen. Es geht moderat bergauf. Die Wege sind felsig. Festes Schuhwerk ist von großem Vorteil. Wir lassen uns Zeit und genießen den Ausblick und „Clärchen“, die Sonne, die sich im Laufe des Tages immer mehr blicken lässt. Auf dem Gipfel gönnen wir uns eine längere Pause in Gaffney’s Summit Inn, einem traditionellem Pub. Hier ist Stärkung angesagt. Lotti bevorzugt Süßes und wählt Scone mit Tee (und natürlich auch ein Bier, ein Lager), ich entscheide mich für ein Knoblauchbrot mit Käse und ein irisches Bier, ein Pint Smithwicks.

Auf dem Rückweg, nun geht es bergab, durchqueren wir das Städtchen Howth: Gepflegte, großzügige Anwesen und Häuser, mittendrin eine Kirche, herum ein Reihe von verschiedenen kleinen Läden, alles sehr anheimelnd. Im Hafen ist Ebbe, die Boote liegen „tief“, schwimmen aber immer noch im Wasser. Die Marina für die Segel- und Motorboote wird von einem Park gesäumt. Hier erhebt sich ein großes Keltenkreuz, das in der Sonne glänzt.

18.45 Uhr fahren wir mit dem DART zurück nach Dublin. Uns eröffnet sich ein gänzlich anderes Bild als auf der Hinfahrt: Wir blicken auf das Meer bei Ebbe und sehen eine weite Sandfläche, auf der sich einige Menschen sportlich betätigen. 

Howth

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DART

= Dublin Area Rapid Transit ist eine S-Bahn, die seit 1984 Dublin mit Vororten verbindet.

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Irland’s Eye

unbewohnte felsige Insel; Vogelschutzgebiet: Hier nisten Eissturmvögel, Möwen, Lummen, Kormorane und manchmal auch Papageientaucher.

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Gaffney’s Summit Inn

19-Howth-Klippenwanderung-Pub-3Adresse: Thormanby Rd, Dublin 13, Irland

Keltenkreuz

– auch als irisches Kreuz bezeichnet – ist ein meist steinernes Balkenkreuz mit einem Ring um den Schnittpunkt der Balken. Der Stützbalken ist länger als der Querbalken. Auf den Balken sind Bilder oder Ornamente eingemeißelt.

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