Historisches Florenz

 26. Mai 2016

Oh ja, das Früh­stück ist aus­ge­zeich­net. Gestärkt bege­ben wir uns in das Herz der Stadt. Unser ers­tes Ziel ist der Dom. Auf dem Weg dort­hin machen wir einen Abste­cher in den Hof des Palaz­zo Stroz­zi, ein Stadt­pa­last der Früh­re­nais­sance, erbaut Anfang des 16. Jahr­hun­derts im Auf­trag der Fami­lie Stroz­zi. Heu­te wird das Gebäu­de als Kunst­zen­trum mit regel­mä­ßi­gen Aus­stel­lun­gen genutzt.

Es gibt so viel zu sehen und zu ent­de­cken. Flo­renz ist die Stadt der Renais­sance. Über­all zeu­gen davon beein­dru­cken­de Gebäu­de.

 
 Wir errei­chen den Platz Piaz­za del Duo­mo (Dom­platz) und ste­hen vor der Kathe­dra­le San­ta Maria del Fio­re, der Bischofs­kir­che des Erz­bis­tums Flo­renz, erbaut im 15. Jahr­hun­dert; noch heu­te das viert­größ­te Kir­chen­ge­bäu­de in Euro­pa (habe ich gele­sen). Unglaub­lich beein­dru­ckend, beson­ders die von Filip­po Bru­nel­le­schi ent­wor­fe­ne gewal­ti­ge Kup­pel.

Vie­le Tou­ris­ten bevöl­kern den Dom­platz, wir mit­ten­mang. Natür­lich möch­ten wir das Inne­re des Doms besich­ti­gen. Das bedeu­tet erst ein­mal anstel­len. Wir war­ten gut eine hal­be Stun­de. Die Schlan­ge bewegt sich abschnitts­wei­se fort. Schließ­lich kön­nen wir das Kir­chen­schiff betre­ten. Ich fra­ge mich immer wie­der, wie die Men­schen zu jener Zeit mit den vor­han­de­nen tech­ni­schen Mit­teln der­ar­ti­ge Bau- und Kunst­wer­ke voll­brin­gen konn­ten. Wir bewun­dern Skulp­tu­ren, den Fres­ken­schmuck, die wun­der­schö­nen Kir­chen­fens­ter und fili­gra­ne Intar­si­en­ar­bei­ten.

 
Gleich neben dem Dom erhebt sich der der Glo­cken­turm, der Cam­pa­ni­le. In ihm sind 12 Kir­chen­glo­cken unter­ge­bracht. Den Turm kann man, wenn man gut zu Fuß ist, bestei­gen. Er ist zwar nur 85 Meter hoch, aber auch die­se Höhe will erst ein­mal bewäl­tigt wer­den. Gero und Han­na haben dazu kei­ne Mei­nung. Sie war­ten unten. Ich will es ver­su­chen und erklim­me lang­sam Stu­fe für Stu­fe. Die Anstren­gung wird belohnt: Ein herr­li­ches Stadt­pan­ora­ma ent­fal­tet sich vor mei­nen Augen. Das Wet­ter tut sein Übri­ges. Flo­renz leuch­tet im Son­nen­schein. Auf dem Dom­platz erschei­nen die Men­schen und Pfer­de so klein wir Lego-Figu­ren.
 
Jetzt ist eine red­lich ver­dien­te Mit­tags­pau­se ange­sagt. Wir ent­schei­den uns für ein klei­nes, gemüt­li­ches Restau­rant. Etwas Trin­ken und Essen und Aus­ru­hen – das tut gut. Schräg gegen­über des Restau­rants liegt der Palaz­zo Medi­ci, unser nächs­tes Ziel. Cosi­mo Medi­ci, der mäch­tigs­te der flo­ren­ti­ni­schen Ban­kiers der dama­li­gen Zeit gab den Bau in Auf­trag. Er soll­te sowohl als Fami­li­en­sitz wie auch als Bank­haus fun­gie­ren. Ein gewal­ti­ges Gebäu­de der Früh­re­nais­sance. Wir ver­wei­len dort gerau­me Zeit. So ein Reich­tum.
 

Leonardo-MuseumUnweit des Medi­ci-Palas­tes in der Via dei Ser­vi sto­ßen wir auf ein klei­nes Muse­um, das Leo­nar­do da Vin­ci Muse­um. Hier bestau­nen wir detail­ge­treue Rekon­struk­tio­nen von Maschi­nen und Gerä­ten, die Leo­nar­do da Vin­ci, der übri­gens 1452 bei Vin­ci nahe bei Flo­renz gebo­ren wur­de, ent­wor­fen hat: Flug­ma­schi­nen, Kriegs­ge­rä­te, Uhr­wer­ke, Tau­cher­glo­cke, hydrau­li­sche Vor­rich­tun­gen, …

Jetzt ist wie­der eine Pau­se nötig. Wir las­sen uns in einem klei­nen Cafè nie­der. Ah, das tut gut. Dazu ein Kaf­fee mit Ama­ret­to. Das passt und weckt die Lebens­geis­ter.

Kirche-San Marco-1

Kir­che San Mar­co

Gestärkt spa­zie­ren wir durch die Alt­stadt und errei­chen die Piaz­za San Mar­co, wo sich die Kir­che San Mar­co und das sich anschlie­ßen­de gleich­na­mi­ge Bene­dik­ti­ner­klos­ter befin­det. Wir über­que­ren die Piaz­za del­la Annun­zia­ta und kom­men auf unse­ren wei­te­ren Weg zum Bota­ni­schen Gar­ten. Oh, das ist ein Besuch wert. Da sind wir uns schnell einig. Viel exo­ti­sches Grün und duf­ten­de Blü­ten mit­ten in der Stadt. Das ist ein sehr ent­span­nen­der Rund­gang.

 

 

Galeria della Academia

Gal­le­ria del­la Aca­de­mia

Es ist inzwi­schen kurz vor 18 Uhr. Auf dem Rück­weg zum Hotel kom­men wir in der Via Rica­so­li an der Gal­le­ria del­la Acca­de­mia vor­bei, der ers­ten Aka­de­mie für Male­rei in Euro­pa, die im Jah­re 1563 gegrün­det wur­de. Hier hat auch das Ori­gi­nal der David-Sta­tue von Michel­an­ge­lo – neben vie­len ande­ren berühm­ten Kunst­wer­ken – sei­nen Platz gefun­den. Auf­grund der fort­ge­schrit­te­nen Zeit lohnt sich ein Besuch nicht mehr (das Muse­um schließt um 18.30 Uhr). Auch sind unse­re Kräf­te erschöpft. Ein lan­ger, ereig­nis­rei­cher Tag.

Im Hotel gön­nen wir uns eine Pau­se, ehe wir noch ein­mal durch die Alt­stadt bum­meln und in einem der viel Restau­rants zu Abend essen.

 

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